Omega-3-Fettsäuren

Artikel aus dem BIOLINE-Magazin

 

„ÖLWECHSEL" für den Körper

Der richtige Mix macht es: mehr Omega-3-Fettsäuren in speziellen Speiseölen sorgen für Furore auf dem Gesundheitsmarkt.

Kostbares Öl


Ganz langsam zerquetscht die Schneckenpresse die unbehandelten Bio-Samen. Obwohl das patentierte Pressverfahren hochmodern ist, fühlt man sich in der Ölmühle im bayerischen Massing in die Zeit der Altvorderen zurückversetzt. Der Produktionsvorgang soll so naturbelassen und schonend wie nur möglich geschehen. Eine Kühlung hält die Temperaturen immer unter 16 Grad und sorgt für die kontrollierte Kaltpressung.
Drei Tage werden feinste Bio-Samen gepresst, drei Tage bleibt das extrahierte Öl dann in den Auffang-Behältern, bevor es nach einer Woche schließlich abgeschöpft und in lichtundurchlässige Flaschen gegossen wird. Es ist ein ganz besonderer Saft, der da in Massing erzeugt wird. Das gülden glänzende Lebenselixier beinhaltet eine ideale Mischung von essentiellen Fettsäuren (essentiell = muss dem Körper zugeführt werden).
Neueste Forschungen haben aufgezeigt, dass ein Verhältnis von zwei zu eins zwischen Omega-3-Linolensäure und Omega-6-Linolsäure in Speiseölen extrem positive Effekte auf die Gesundheit hat – vor allem bei der Prävention und Linderung der schlimmsten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma, Allergien oder chronischen Schmerzen.


Genügend Omega-3 – weniger Omega 6


Die aufeinander abgestimmten Fettsäuren sind unter anderem verantwortlich für den Bau von Zellhüllen, den Aufbau des Gehirns, die Nervenleitfähigkeit und die Produktion von Gewebehormonen, den so genannten Eicosanoiden, die als Botenstoffe lebenswichtige Körperfunktionen regeln.
Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören zu den rund 50 essentiellen Nährstoffen, die der Körper zum Überleben braucht und die ihm über die Nahrung zugeführt werden müssen. Die meisten kommerziellen Pflanzenöle und unsere industriell gefertigte Nahrung enthalten freilich viel zuwenig Omega-3 und deutlich zuviel Omega-6.
Weitere Studien weisen nach, dass die fehlende Balance der Fettsäuren in unserer üblichen Fabriknahrung zu hohem Blutdruck, Verklumpungen im Blut, Irritationen im Verdauungstrakt sowie gebremster Immunabwehr, Übergewicht und sogar zu Krebs führen kann.


Fett kann schlank machen


Die Fettsäuren tragen dazu bei, das Ausdauervermögen bei Menschen aller Altersschichten und vor allem auch bei Übergewichtigen zu verbessern.
Omega-3 und Omega-6 sollten deshalb nicht als Fett-Kalorien betrachtet werden, sondern sie erhöhen im Gegenteil die Verbrennung von Kalorien.
Der Stoffwechsel wird stark angeregt. „Im richtigen Verhältnis eingenommen, sind sie auch eine ideale Schlankheitskur“, sagt Ernährungsforscher Salmannsperger.
Doch die gesunden Fette sorgen nicht nur für eine gute Figur. So helfen sie auch den Nieren, überflüssiges Wasser auszuscheiden, das im Gewebe festgehalten wird. Oft bildet dieses Wasser einen großen Teil des Übergewichts.
Die aufeinander abgestimmten essentiellen Fettsäuren dämpfen zudem das Hungergefühl, wirken stimmungsaufhellend und mildern sogar Depressionen, stellten die Forscher fest.

 

Gesund durch „gute Fette“


Weil die guten Fette hormonähnliche Prostaglandine herstellen, sind sie auch ideal für die Herzinfarkt- und Schlaganfall-Vorsorge geeignet. Die Prostaglandine verhindern nämlich das Zusammenhaften von Blutplättchen –  dies wiederum verringert das Risiko einer Verstopfung der Herzkranzgefäße.
Hinzu kommt, dass Fettsäuren auch die Blutfettwerte überraschend stark optimieren können. Neue Studien stellten beispielsweise eine mehr als 60-prozentige Vermindung des Triglyzeridspiegels fest, der als Indikator für Herzerkrankungen gilt. Inzwischen ist auch nachgewiesen, dass Omega-3 sogar Tumorgewebe unter anderem bei an Brust-, Lungen- und Prostatakrebs erkrankten Patienten auflösen kann.


Hautpflege – nicht nur von außen


Zugleich sind die Fette auch so etwas wie eine Kosmetik zum Essen. Denn sie machen die Haut auch bei älteren Menschen geschmeidig und sanft. Gerade im Winter ist der Bedarf angesichts der Gefahr der Austrocknung groß.


Gut „geölte Gehirne“


Der Körper versorgt erst die inneren Organe mit dem lebensnotwenigen essentiellen Säuren – wichtig sind vor allem eine „gut geölte“ Leber und das Gehirn. So besteht rund die Hälfte des Gehirns aus Omega-3 und Omega-6 in einem ausgeglichenen Verhältnis. Klappt der Nachschub der lebensnotwendigen Nährstoffe nicht, kann es beispielsweise zu Lernschwierigkeiten und Asthma kommen.
Daraus ist zu schließen, wie wichtig für Kinder und Jugendliche die optimale Versorgung mit den essentiellen Säuren im richtigen Verhältnis ist.

Was die Eskimos uns voraus haben


Der Mythos des „Wundermittels“ Omega-3 begann vor rund vierzig Jahren, als zwei dänische Ärzte in Grönland herausfinden wollten, warum Eskimos so selten an einem Herzinfarkt sterben.
Omega-3-Fettsäuren sind für das Phänomen verantwortlich: diese kommen in großen Mengen im Fett von Robben, Kaltwasserfischen und Walen vor – der traditionellen Nahrung der Eskimos.
Der tägliche Bedarf an Omega-3 kann inzwischen aber längst nicht nur über reichlichen Fischverzehr und spezielle Fischölkapseln gedeckt werden, sondern aus den immer ausgereifteren Pflanzenölen.
In der Ölmühle in Massing kommen derweil die Schneckenpressen nicht mehr zur Ruhe. Der Run nach dem flüssigen Gold aus dem Bayerischen hat voll eingesetzt. „Die neuen Omega-3-Speiseöle“, meint Ernährungsexperte Heinz Salmannsperger, „machen gerade Furore auf dem Gesundheitsmarkt.“.


Selbsthilfemethoden sollten jedermann als Hausapotheke dienen:

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