Gefahrlos Wohnen

Gefahrlos Wohnen

 

Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Die Umwelt ist der Krankmacher des Jahrhunderts, doch Umwelt fängt bei uns zu Hause an.
Gerade in unserer Wohnwelt tragen nur wir die Verantwortung dafür, dass darin keine Gesundheitsgefahren auf uns lauern. Schauen wir, dass der Teil unserer Umwelt, den wir selber beeinflussen können, an erster Stelle der Schlafplatz, uns nicht krank macht. Ma-chen wir uns also wissend, denn:


Unwissenheit schützt vor Krankheit nicht.


Viele Krankheiten werden jahrelang nebenwirkungsreich und erfolglos behandelt, weil keine ganzheitliche Diagnose gestellt wird. Wie aber kann eine Krankheit erfolgreich behandelt werden, wenn immer nur die Symptome und selten die Ursachen betrachtet werden?
Viele Krankheiten kehren immer wieder oder sind chronisch, weil sich der Patient einer krankmachenden Schlafstätte oder Wohnung lebt
Unser Immunsystem ist durch unüberschaubar viele künstliche und krankmachende Umwelteinflüsse derart beansprucht, dass es maßlos überfordert ist, fehl steuert und dann in letzter Konsequenz unter der Last der umweltbedingten Stressfaktoren zusammen-bricht. Es muss jedoch für den Ernstfall unbedingt einsatzfähig bleiben.


Der Baubiologe kann helfen


Nur wenige haben bislang von dem Beruf des Baubiologen gehört. Was ist das eigentlich?
Die Baubiologie soll über schädigende Einflüsse der häuslichen Umgebung informieren. Baubiologen bemühen sich, dass ein Haus, unsere dritte Haut, nämlich, natürlich bleibt oder wieder wird. Im Rahmen des Möglichen sollen gesundheitsgefährdende Risiken, an erster Stelle Langzeiteinflüsse am Schlafplatz, erkannt und ausgeschaltet werden.
Je mehr Umwelt-Dauerstress wir reduzieren, desto vitaler sind wir im Alltag und umso belastbarer in Krisensituationen.
Der Baubiologe orientiert sich an der täglichen Realität, handelt aus Erfahrung und nimmt sich den Menschen und nicht irgendwel-che Grenzwerte zum Maßstab. Er arbeitet interessenunabhängig von Industrie oder Elektrizitätswerk.
Bruno Kühn, seit über zehn Jahren aktiv als Baubiologe tätig, erklärt, welche negativen und zum Teil krankmachenden Einflüsse sich z.B. in Häusern finden:


Elektrobiologie


„Bewusst wähle ich das Wort Elektrobiologie, da mir das Wort Elektrosmog zu angstmachend erscheint. Im allgemeinen handelt es sich hierbei um ein Störfeld. Ein Störfeld deswegen, weil es das Wohlbefinden von Menschen stört. Die wissenschaftlichen Beweise führender Wissenschaftler werden zum Teil ignoriert und verharmlost. Deswegen ist meine Überzeugung die, dass selbst etwas unternehmen muss, um Abhilfe zu schaffen.“


Schadstoffe


„Ein Haushalt kann mit den unterschiedlichsten Schadstoffen belastet sein. Dazu zählen bestimmte Lösungs- und Holzschutzmittel, Formaldehyd oder Schimmel. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich zu schützen bzw. zumindest eine erhebliche Reduzierung der Belastung vorzunehmen.“


Belastungen müssen therapiert werden


Ganz wichtig ist es, sich mit eventuell gefundenen Belastungen zu einem Umweltmediziner oder zu einem Therapeuten zu begeben, der sich damit auskennt. Beides sollte in Ordnung gebracht werden: die Wohnung bzw. das Haus und parallel dazu der Körper. Es ist sehr wichtig, dass beides gleichzeitig geschieht.
Es gibt genügend Möglichkeiten, sich zu informieren.
Man muss es aber auch tun.
„In meiner über zehnjährigen Tätigkeit in der Baubiologie habe ich schon viele schlimme Dinge gesehen. Menschen, die in einer schimmelverseuchten Wohnung gelebt haben, die Wohnung wechselten und ein paar Jahre später Symptome entwickelten, die von der Schimmelbelastung herkommen. Sie haben es schlichtweg vergessen, weil in der neuen Wohnung ja kein Schimmel mehr ist.
Unser Job ist zum Teil richtige Detektivarbeit.“
Gerade in Häusern, die vor zehn bis zwanzig Jahren erbaut oder umgebaut wurden, finden sich häufig übermäßig hohe Formalde-hydkonzentrationen oder andere bedenkliche Stoffe wie Pemetrin (Insektenschutzmittel), PCP oder Lindan.
„Ich habe schon Stoffe in einer Konzentration in Schlafzimmern gefunden, da hätten Sie an einem Arbeitsplatz ein sofortiges Nut-zungsverbot erhalten. Nur leider gibt es für private Wohnungen und Häuser keine festen Richtlinien, an die man sich halten muss.
Es gibt zwar Einfuhrverbote für bestimmte Stoffe, aber sehr viele Waren kommen heute aus dem Ausland. Und da ist nicht immer klar, welche Inhaltsstoffe diese Waren enthalten.“


Deshalb gilt:


„Schützen können Sie sich nur selbst. Das kann Ihnen niemand abnehmen.“
Bruno Kühn will seine reichhaltigen Erfahrungen auf diesem Gebiet nicht nur für sich behalten, sondern stellt diese allen zur Verfü-gung. So hat er ein Buch verfasst, in dem er ausführlich auf die verschiedenen Wohngifte, Störfelder, Schimmelbelastungen sowie Schadstoffe, die auch über Wasserrohre in die Haushalte transportiert werden, informiert.
Er beschreibt aber auch die Möglichkeiten, was man dagegen tun kann und appelliert immer wieder an die Selbstverantwortung.


Auszug aus dem Buch:


„Giftfrei leben. Umweltschutz in den eigenen vier Wänden“
Wie viele Allergien gibt es heute? Was ist die Ursache? Wie viele Umweltkranke gibt es?
Nicht nur zu Hause sind Sie schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, sondern auch bei der Arbeit. Dort gibt es sogenannte MAK-Werte. Das sind „maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen“.
Das bedeutet, dass bestimmte Stoffe die vorgegebenen Werte nicht überschreiten dürfen. Dumm nur, wenn Sie bereits unterhalb dieser Werte gesundheitliche Probleme bekommen. Umso wichtiger ist es, dass wenigstens die eigenen vier Wände so schadstoff-arm wie möglich sind.
Das ist der Ort, an dem Sie sich die meiste Zeit aufhalten. Im Winter mehr, im Sommer vielleicht etwas weniger. Aber Sie schlafen immer, egal ob Sommer oder Winter.
Baubiologen sind keine Mediziner oder Therapeuten. Sie sind die Therapeuten der Häuser und Wohnungen.
Sie arbeiten präventiv oder unternehmen den Versuch, die Wohnwelt wieder fit zu machen. Das ist ihre Aufgabe.
Ganz wichtig finde ich auch die Aufgabe, die Menschen etwas wacher zu machen. Wacher in Bezug auf die Umwelt.
Umwelt bedeutet für mich nicht nur, was draußen geschieht, also die Klimageschichte, das Abfallproblem, die Wasserproblematik, dass Überdüngungsproblem, die Belastung durch sinnloses Spritzen der Lebensmittel. Nein, ich meine in erster Linie auch das Um-feld, in dem Sie sich gerade aufhalten. Ihr Zuhause.Ich denke, wenn man draußen etwas erreichen möchte, sollte man zuerst bei sich anfangen. Das soll nicht heißen, dass man das, was draußen vor sich geht, nicht beachten oder unterstützen sollte, sondern es geht darum, alles zu betrachten. Und das fängt meiner Meinung nach zu Hause an.


Buchtipp:
„Mut Abenteuer Leben“, Autor Bruno Kühn, Verlag Books on Demand Norderstedt, ISBN 9-783837-099133, erhältlich im Buch-handel und in allen Online-Shops.


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