Übergewicht ist Grund für viele chronischen Erkrankungen

Ingrid Schlieske
Interview aus dem BIOLINE-Magazin


In der Klinik Dr. Zimmermann in Badenweiler, wird sorgfältig drauf geachtet, dass es auch bei starker Gewichtsreduktion nicht zu einer Erschlaffung des Gewebes kommt, sondern zu einer erstaunlichen Straffung und regelrechten Verjüngung.
In einem Interview beantwortete Dr. Michael Zimmermann der BIOLINE einige Fragen, die uns immer wieder von unseren Lesern gestellt werden.


BIOLINE:
Herr Dr. Zimmermann, Sie berichten häufig von ihren Vortragsreisen in den USA. Dies auch im Zusammenhang mit dem Thema Übergewicht, das wohl in Amerika zu großen gesundheitlichen Problemen führt. Welche dieser ernährungsbedingten Erkrankungen stehen dort im Vordergrund?


Dr. Zimmermann:
Ich war zunächst sehr erschrocken, welches enorme Übergewicht der Durchschnittsamerikaner mit sich herumträgt. Die Folgeerkrankungen, wie Schlaganfälle, Herzinfarkte und Arteriosklerose spielen dem gemäß dort eine noch weit größere Rolle, als bei uns. Erschreckend aber ist die Vorstellung, dass wir hier in Europa in eine ganz ähnliche Richtung tendieren, denn besonders die deutsche Bevölkerung ernährt sich zunehmend von Fastfood und wertloser Nahrung und bringt Jahr für Jahr mehr Pfunde auf die Waage.


BIOLINE:
Mit welchen Erkrankungen müssen Menschen rechnen, die ein deutliches Übergewicht nicht „in den Griff“ bekommen?


Dr. Zimmermann:
Das erkenne ich deutlich an den Patienten, die wir in der von mir geleiteten Klinik behandeln. Die meisten von ihnen leiden inzwischen an chronischen, therapieresistenten Erkrankungen, denen die Schulmedizin nicht viel Hilfe bieten kann. Die üblichen Diätmethoden können in diesen Fällen nur wenig befriedigende Ergebnisse bieten.


BIOLINE:
Teilen Sie auch die Auffassung vieler Ernährungsexperten, dass immer wieder durchgeführte Diäten letztendlich dick machen?


Dr. Zimmermann:
Dieser Meinung bin ich durchaus. Das hängt auch damit zusammen, dass die Menschen, die an Übergewicht leiden, zum Beispiel oft zu hohe Cholesterinwerte haben. Das hängt mit einer Überlastung der Leber zusammen, weil diese in ihren wesentlichen Funktionen entgleist. Überschüssige Cholesterine aber bilden die Vorstufe des weiblichen Geschlechtsorgans Östrogen, welches unter anderem den Fettansatz fördert. Aber auch in Fett selbst findet eine rege Östrogenbildung statt, sodass hier ein regelrechter „Teufelskreis“ entsteht.


BIOLINE:
Wie begegnen Sie in Ihrer Klinik solchen Problemen?


Dr. Zimmermann:
Wir stellen bei den meisten Patienten, die wegen des Übergewichtes und auch anderer, damit verbundener Beschwerden fest, dass oft schwerwiegende Störungen der Verdauungsorgane vorliegen. Fatalerweise brauchen diese nicht immer Beschwerden zu machen und werden oft als Gefahr gar nicht wahrgenommen. Bei uns gehört es zur Basistherapie, die grundlegenden Funktionen des Darmes zu normalisieren. Dazu zählt eine Entgiftung des Gewebes, des Blutes und der Säfte.


BIOLINE:
Es geht hierbei also um den Begriff „Entschlackung“?


Dr. Zimmermann:
Im weitesten Sinn ist das richtig. Die Gedärme der Menschen weisen zum Teil erhebliche Rückstände auf, durch die krankhafte Zersetzungsprozesse stattfinden, die den Körper vergiften und damit zahlreiche chronische und akute Erkrankungen auslösen können.
Wir fördern deshalb mit einer Vielzahl von Maßnahmen die natürlichen Selbstreinigungs- und Selbstheilungsfähigkeiten des Darmes, die ja zumeist erheblich eingeschränkt sind.


BIOLINE:
Um welche speziellen Maßnahmen handelt es sich zum Beispiel?


Dr. Zimmermann:
Wir haben gute Erfahrungen mit der Colon-Hydrotherapie auch bei schwierigen Krankheitsfällen gemacht. Wenn die Selbstheilkräfte des Körpers durch hartnäckige Verschlackungen und Entzündungen gelähmt sind, gelingt es mit Hilfe der Dickdarmspülung oftmals, die entscheidende Wende einzuleiten.


BIOLINE:
Inwieweit unterstützt eine Darmsanierung die Gewichtsregulierung?


Dr. Zimmermann:
Die Basis für eine gelungene Gewichtsreduktion ist das optimale Funktionieren des Verdauungstraktes. Nur wenn hier zügige Passagen gewährleistet sind, kann der Körper sein Gewicht regulieren. Solchen Zielen stehen zum Beispiel Verstopfungen entgegen.


BIOLINE:
Welche Kost empfehlen Sie den Patienten Ihrer Klinik, damit der Verdauungstrakt gepflegt und andererseits zügig Gewicht reduziert werden kann?


Dr. Zimmermann:
Wir empfehlen dafür eine sorgsam zusammengestellte Kost, die alle Nährstoffe enthalten. Wir berücksichtigen vor allem, dass von einem vorgeschädigtem Darm Rohkost und gärfreudige Ballaststoffe nicht so gut vertragen werden. Hierbei nämlich peitschen die Gärprodukte im Darm die Entschlackung in Form von breiigem Stuhlgang an und versetzen die Darmschleimhaut in einen chronischen Reizzustand. Dieser wird dadurch immer durchlässiger für giftige Substanzen, die den gesamten Organismus überschwemmen können.


BIOLINE:
Also ist davon auszugehen, dass Diäten, die bevorzugt auf Rohkost und sogenannten Frischkornbreien beruhen, mit Sachverstand durchgeführt werden müssen.


Dr. Zimmermann:
Genau so verhält es sich. Der Darm sollte erst gereinigt und geheilt werden, bevor ihm größere Herausforderungen zugemutet werden. So eignen sich auch für den Anfang erst einmal sanfte Diäten, damit es nicht zu chronischen Schäden an den zellulären Strukturen und den biochemischen Funktionssystemen des Körpers kommt.


BIOLINE:
Herr Dr. Zimmermann, wir danken Ihnen für die ausführliche Darlegung der Zusammenhänge, die für Leser, die ihr Gewicht regulieren möchten, sicherlich sehr interessant sind.


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