Der Kopfstandhocker

Artikel aus dem BIOLINE-Magazin von
Swami Sivananda


Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte


Es gibt viele Möglichkeiten einer völligen Regeneration. Unbestritten und einzigartig steht jedoch Hatha-Yoga über allem. Es ist das vollkommenste System.
 Hirn. Muskeln, Nerven, Organe und Gewebe werden belebt und gestärkt. Alle chronischen Krankheiten werden ausgelöscht.
Wer Hatha-Yoga übt, kann einen gesunden Körper und Geist erlangen. Wenn man regelmäßig täglich Yoga-Übungen macht, dann wird man immer in Form sein. Hatha-Yoga ist ein göttlicher Segen. Es ist eine einzigartige Verteidigungswaffe gegen ale widrigen Mächte im Bereich des Stofflichen und Spirituellen.
Durch diese Übungen kann man ein Held des Geistes werden, voll körperlicher, geistiger und seelischer Kraft.

Hatha-Yoga ist ein göttlicher Segen, um auf allen Gebieten Erfolg zu haben. Körper und Geist sind Werkzeuge, die durch Hatha-Yoga-Übungen gesund, kräftig und mit Energie geladen werden.

 

„Die Übung dieses Asanas (Kopfstand) bringt Dir den denkbar größten körperlichen und geistigen Nutzen“

Sivananda

"Werde ein Held des Geistes, voll körperlicher, geistiger und seelischer Kraft."
Sivananda


Wir möchten Ihnen die bekannteste und sicherlich wirkungsvollste Yoga-Übung erläutern, den Kopfstand.
Nun ist nicht jeder gleich in der Lage, diese Übung auszuführen.
Nachdem die Wirkung dieser „Königsdisziplin“ erläutert ist, stellen wir Ihnen in der zweiten Hälfte dieses Artikels eine Methode vor, wie es für jeden Anwender ganz leicht ist, den Kopfstand auszuführen, nämlich mit Hilfe des YogaHocker.

Der Kopf
(von Hanspeter Sperzel, Frankfurt)

 

Der Kopfstand, häufig auch als König oder Königin der Asanas bezeichnet, ist die wohl bekannteste wie auch spektakulärste Übung des Yoga. Sie vermittelt den Eindruck von akrobatischem Können und Körperbeherrschung.
Warum dieser Übung eine so hohe Bedeutung zugemessen wird.
Der aufrechte Gang ist die Erwerbung, die innerhalb der Evolution den Menschen geschaffen hat, gewinnt er doch durch diesen seine Hände als Werkzeug.
Doch diese Erwerbung ist noch, auf die gesamte Geschichte der Entwicklung bezogen, sehr jung. Unser Körper ist von seiner Anlage her noch für den Vierfüßlergang geschaffen. Dies bedeutet, dass die Einwirkung der Schwerkraft auf die Systeme des Körpers heute anders sind, als Statik und Kreisläufe dies vorsahen. Anders ausgedrückt: wir sind für den aufrechten Gang noch nicht optimal ausgerüstet. Durch das „Auf dem Kopf stehen“ können wir diese Unzulänglichkeiten ausgleichen.

 

Blutkreislauf

 

Die Blutzirkulation wird durch Muskelkontraktionen gewährleistet, wobei Klappen in den Venen wie Ventile dafür sorgen, dass das Blut nicht zurückfließt.
Für einen natürlich lebenden Menschen, der sich viel bewegt, genügt diese Lösung.
In unserer zivilisierten Welt sind die Muskelkontraktionen oft ungenügend, so dass sich das venöse Blut in Beinen und Unterleib staut. Der Blutkreislauf stagniert und verändert seine Funktion zum Schlechten hin. Regelmäßiges „Sich auf den Kopf stellen“ gleicht diesen Mangel augenblicklich aus. Venöses Blut wird zurückgeführt und durch arterielles Blut ersetzt. Der Kopf mit Gehirn und Gesicht (Sinnensorgane) wird stark durchblutet.

 

Innere Bauchorgane, Unterleib


Die Plätze der Organe im Bauchraum sind für eine Vierfüßlerhaltung vorgesehen, nicht für eine aufrechte Haltung. Sie sind ungenügend befestigt und neigen dazu, nach unten zu sacken, sich gegenseitig zu verdrängen und rufen so funktionale Störungen hervor. Auch hier wird durch die Umkehrung ein Ausgleich geschaffen. Geschlechtsorgane und Eingeweide erfahren eine augenblickliche Entlastung.


Knochengerüst


Der Kopfstand fördert eine optimale Haltung der Wirbelsäule, was sich in Eleganz und Elastizität im Gehen schnell bemerkbar macht. Der fünfte Lendenwirbel, der normalerweise die ganze Last der aufrechten Haltung trägt, wird kurzzeitig entlastet, was den Bandscheiben Gelegenheit gibt, sich auszudehnen und damit zu ernähren. Durch die Stärkung der Haltemuskulatur der Wirbelsäule und der damit verbundenen Entlastung werden Rückenbeschwerden dauerhaft verhindert.


Lunge


In der Umkehrhaltung drücken die Bauchorgane mit ihrem Gewicht auf das Zwergfell, so dass die Atmungsart in dieser Haltung sich radikal verändert. Die eingeatmete Luft erfährt eine leichte Kompression und bewirkt eine harmonischere Entfaltung der Lungenbläschen und damit einen begünstigten Gasaustausch. Eine starke und tiefe Atmung innerhalb der Asana durchlüftet die Lunge sehr stark. Viele Bakterien, die sich in ungelüfteten Regionen der Lunge festsetzen, sterben hierbei ab.


Energetische Wirkungen


Die Umkehrung aktiviert Sonnen- und Mondenergie im Sonnengeflecht und der Stirn, kehrt ihre normale Bewegungsrichtung um und verhindert damit, dass sie sich neutralisieren. Apana und damit die sexuellen Energien werden sublimiert. Angesprochen werden das Augenbraunzentrum (Ajna Chakra) und das Scheitelzentrum (Sahasrara Chakra). Die Asana entwickelt Mut und Konzentration.


Ausführung und Lernen der Haltung


Für Anfänger reicht es aus, die „Asana“ für nur wenige Sekunden zu halten, wobei eine tiefe und entspannende Atmung empfohlen wird.
Für die Arbeit mit einem Mantra empfiehlt sich „Om“, weil damit ein spezielles Chatra besonders angesprochen wird. Nach dem Verlassen der Stellung ist es sinnvoll, in einigen, tiefen, ruhigen Atemzügen zu verweilen.

Der YogaHocker – den Kopfstand neu erleben

Der Kopfstand wird täglich in vielen Teilen der Welt wegen seiner heilsamen Wirkungen auf die Gesundheit praktiziert. Das Erreichen dieser Umkehrstellung erfordert jedoch jahrelanges Üben. Das Umkehren der Körperhaltung unterstützt den venösen Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen hin. Gleichzeitig werden der Kopf und die Sinnesorgane besser durchblutet und optimal versorgt. Der Kopfstand kräftigt die Rückenmuskulatur, fördert eine bessere Körperhaltung und die Ausrichtung der Wirbelsäule. Nicht umsonst wird der Kopfstand im Yoga als die „Königsstellung“ bezeichnet. Mit dem YogaHocker gibt es jetzt ein praktisches Hilfsmittel, mit dem Sie den Kopfstand neu erleben können.


Anwendung des YogaHockers


Stellen Sie für die Einstiegsübung den YogaHocker mit der Rückseite gegen eine Wand.
Nehmen Sie die Position wie auf dem rechten Bild ein.
Achten Sie darauf, dass der Nacken am Polster anliegt.
Legen Sie die Hände seitlich auf den Boden.
Nun verweilen Sie für ein bis fünf Minuten in dieser Position.
Entspannen Sie und atmen Sie ruhig und tief.
Zur Lockerung den Kopf kreisen oder hin und her pendeln lassen.


Halber Kopfstand


Stellen Sie den YogaHocker an die Wand.
Nehmen Sie die Position der Einstiegsübung ein.
Nun heben Sie Ihre Hüfte langsam an, bis Sie die Endposition auf dem rechten Bild erreicht haben.
In dieser Stellung spüren Sie bereits, wie Oberkörper und Kopf angenehm durchblutet und energetisiert werden.
Hinweis: der halbe Kopfstand ist eine gute Übung, um den Körper auf den Kopfstand vorzubereiten. Sollte Ihnen der Druck im Kopf beim ganzen Kopfstand anfänglich zu stark sein, üben Sie vorerst den halben Kopfstand.


Kopfstand einfach und sicher


Stellen Sie den YogaHocker an die Wand und sorgen Sie für einen rutschfesten Untergrund (zum Beispiel eine Yogamatte).
Führen Sie nun die Übung wie auf dem unteren Bild aus: die Beine werden mit einem leichten Schwung nach oben gehoben.
Achten Sie auf einen sicheren Halt und strecken Sie dann langsam die Beine aus.
Lassen Sie sich wenn nötig, helfen. Entspannen Sie und atmen Sie ruhig und tief.
Danach kehren Sie wieder langsam in die Ausgangsstellung zurück und verweilen eine kurze Zeit mit dem Kopf auf dem Polster.


Hinweis

 

Sollte der Kopfstand für Sie noch ungewohnt sein, üben Sie anfangs nur für wenige Augenblicke. Sie werden mit der Zeit ganz von selbst länger in der Haltung verweilen können.


Andere wichtige Selbsthilfemethoden sind:
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