Der Darm mag es sauer!

 

Der Darm mag es sauer!

Artikel aus dem BIOLINE-Magazin

 

Was denn nun?

Die Rede ist doch immer von einer völligen Übersäuerung des Organismus, an der heutige, überernährte Menschen leiden.

Jawohl, diese Übersäuerungs-These stimmt durchaus. Aber eben nur bedingt.

Denn der menschliche Körper verfügt über verschiedene Stationen der Verdauung, auf denen höchst unterschiedlich gearbeitet wird.

Sauer oder basisch – wie das zu messen ist

Auf einer Skala von 0 bis 14 wird der ph-Wert einer Flüssigkeit gemessen. Die Mitte, also ph-Wert 7 ist neutral. Richtung 0 wird die Lösung immer saurer, in Richtung 14 immer basischer.

 

So braucht die Nahrung auf ihrem Weg durch den Körper verschiedene Milieus, die von betont basisch bis zu deutlich sauer reichen.

Wo Blut eine stabile, leicht basische Situation benötigt (ph-Wert ca. 7,4), ist es für den Dickdarm wichtig, dass sein „Milieu“ sauer ist.

 

Falsch verstandene und übertriebene Basentherapie kann deshalb mehr schaden als nutzen, weil sie die Leber erheblich belasten kann. Empfehlenswert ist deshalb ein Milchsäure-Präbiotikum mit basischen Citraten.

Die moderne Ernährung macht müde und „sauer“

Das Grundproblem unserer modernen Kost ist, dass sie zuviel Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße enthält, also insgesamt eine zu hohe Energiedichte aufweist.

Die Kohlenhydrate werden in Traubenzucker umgewandelt, der in der Zelle zur Energie-

gewinnung verbrannt werden sollte.

Die Zellen entwickeln als Schutz vor der Zuckerflut eine Insulinresistenz, die im Vorfeld von Diabetes Mellitus immer auftritt. Der Zucker, vor dem sich die Zelle schützt, staut sich zurück bis ins Blut und führt zu hohen Blutzuckerwerten.

Ähnlich verhält es sich mit den Fetten. Lähmen wir unseren Stoffwechsel durch ein krankes, basisches Darmmilieu, brauchen wir uns über Fettleber und Fettpolster nicht zu wundern.

Die falsche Basentherapie fördert den Teufelskreis

Durch unsere moderne fleischreiche Ernährung und den Missbrauch von Antibiotika ist der Dickdarm bei den meisten Menschen zu alkalisch, während der Gesamtstoffwechsel unter der Säurenlast leidet, die eine proteinreiche Ernährung nachweislich mit sich bringt.

Wer nun zu starken Basenmitteln wie Natriumbikarbonat und Calciumcarbonat greift, verspürt zunächst eine Erleichterung durch die Entlastung des Säure-Basen-Haushalts.

Aber durch den negativen Einfluss auf die Darmflora ermüdet auf Dauer die Leber – durch die Alkalisierung des Magen-Darm-Takts fördern wir verstärkt die Ammoniak-Produktion.

Darmsanierung lässt die Leber auf-„leben“

Eine Darmsanierung, die eine gesunde Basis für den Säure-Basen-Haushalt darstellt, besteht im Idealfall aus den folgenden vier Komponenten:

1)     rechtsdrehende Milchsäure

2)     präbiotische Ballaststoffe

3)     ausgleichende Kräuter

4)     antientzündliche Beeren

Für den Dickdarm gilt: „Sauer macht lustig“!

Die Milchsäure senkt den Darm-ph-Wert und bewirkt dadurch Zweierlei: zum einen ver-hindert sie Ansäuerung ,die Aufnahme des giftigen Ammoniaks aus dem Darm, entzieht es dem giftigen Kreislauf und fördert die Ausscheidung von Ammoniumsalz. Der belebende Effekt von sauren Lebensmitteln wird übrigens auch bei dem traditionellen „Kater-frühstück“, das aus sauren Heringen und sauren Gurken besteht, ausgenutzt.

Das Wachstum krank machender Mikroorganismen wie Fäulnisbakterien und Pilze wird zurückgedrängt.

Präbiotische Ballaststoffe nähren die gesunde Darmflora

Präbiotische Ballaststoffe wie natürliches Inulin aus der Topinamburknolle sind eine ideale Nahrung für die gesunden Bifidobakterien und Laktobazillen. Eine gesunde Darm-schleimhaut bewahrt zum Beispiel vor Entzündungen und Krebs.

 

Kräuter und Beeren aus alter Tradition

Ausgleichende Kräuterauszüge aus Melisse, Anis, Fenchel, Löwenzahn, Salbei und 44 weiteren Kräutern balancieren und stärken den Darm. Konzentrierte Auszüge aus Amla-Beeren, die als die wichtigsten Beeren des Ayurveda gelten, und die Holunderbeeren, deren Heilwirkung schon Hippokrates nutzte, wirken im Darm antientzündlich und schützen vor schädlichen freien Radikalen. Auch der Granatapfel hat übrigens diese Wirkung auf dem Darm.

 

Basische Citrate aktivieren den Zellstoffwechsel

Citrate, die Salze der Zitronensäure, sind effektive, aber gut verträgliche Basenmittel. Werden die Citrate in Kombination mit der Darmsanierung angewandt, sind sie noch wirk-samer, da der Leberstoffwechsel direkt entlastet wird.

 

Die dauerhafte Basis einer gesunden Lebensweise bilden reiche Gemüse und Obst (niedrige Nährstoff- und hohe Vitalstoffdichte, viel Ballaststoffe), reichlich Flüssigkeit (mindestens zwei Liter Kräutertees, Wasser), nur wenig Zucker, Weißmehl und Fleisch (vorzugsweise Fisch und weißes Fleisch) sowie regelmäßige Bewegung und vor allem: Freude am Leben.

 

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