Der Abschied von Sodbrennen, 5 Kilos & anderen Unliebsamkeiten

Ursula Brinkhoff

Artikel in BIOLINE-Magazin

 

Ich hatte das Bedürfnis, einiges in meinem Leben zu verändern. Aber was genau, wusste ich eigentlich nicht wirklich.

 

Hing das vielleicht damit zusammen, dass ich mich nun gefährlich den 70-ern näherte? 2010 werde ich diesen runden Geburtstag feiern. Und da wird man schon etwas nachdenklich.

Und so ein intensives Nachdenken bringt allerhand zutage.

- Was gefiel mir denn nicht mehr?

- Wo hatte ich ein paar Beschwerden, die mich störten?

- Fand ich mich vielleicht zu dick?

 

Mein Leben verlief eigentlich ruhig und sicher. Mir und meinem Mann geht es gut. Finanziell haben wir absolut keine Sorgen und meine längst erwachsenen Kinder führen ihr eigenes erfolgreiches Leben. Was also sollte ich verändern wollen?

Aber immerhin hatte ich kleinere und auch größere Gesundheitsprobleme.

 

Hingen die Beschwerden mit der Ernährung zusammen?

Seit langem  habe ich jedenfalls das Gefühl, meine Ernährung umstellen zu wollen. Und ich habe auch schon mehrfach den Versuch dazu unternommen.

Leider fehlte mir dafür jedoch eine fachkundige Anleitung.

Denn die Beschwerden, die mich plagten, dass wusste ich gewiss, hingen weitgehend mit meinem Essverhalten zusammen. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass ich im-mer so heftiges Sodbrennen hatte. Und dass es sich verstärkte, wenn ich Brot aß. Auf Brot wollte ich aber keinesfalls verzichten, denn das brauchte ich einfach für mein Wohlbefinden. So dachte ich jedenfalls.

 

Mein Interesse für die Trennkost

So wollte ich vor einigen Jahren schon der Trennkost auf die Spur kommen, da ich schon so viel Positives von dieser Ernährungsform gehört hatte.

Gut, ein paar Pfunde könnte ich auf diesem Wege durchaus auch loslassen.

Ich meldete mich vor einiger Zeit in einem renommierten 4-Sterne-Hotel an und hof-fte, die Regeln der Trennkost dort kennen zu lernen.

Drei ganze Wochen verbrachte ich in diesem Luxusrestaurant. Aber so richtig wohl gefühlt habe ich mich da nicht.

Zwar konnte ich allerhand an Gewicht dort reduzieren, aber das holte ich da-heim ganz rasch wieder nach, denn ich aß nun mit „doppeltem Besteck“.

 

Der Ausflug in ein solches Luxushaus war also nichts für mich.

Der Gedanke an Trennkost aber blieb. Ich wollte es genau wissen. Und ich wollte he-rausfinden, was diese Art der Ernährung für mich sonst noch tun könnte.

 

Eines wusste ich jedoch genau: Ich brauchte dafür keinen Luxus-urlaub, keine Wellness-Farm und nichts mit Beauty.

 

Ich wollte diese Ernährungsform, für die ich mich interessierte, hautnah erleben. Ich wollte alles genau erklärt bekommen, wollte die Möglichkeit haben, in die Küche zu gehen, um die Zubereitung zu sehen und womöglich sogar beim Kochen des Essens mit zu helfen.

 

Nach ellenlanger Suche kam meine Tochter eines Tages triumphierend mit der Bot-schaft, sie hätte für mich das genau richtige Urlaubsangebot.

Gesagt, getan! Auf der Stelle meldete ich mich an zu einem dreiwöchentlichen Auf-enthalt auf dieser Schlankheitsfarm in Hessen. Das passte gerade besonders gut, denn meine „Regierung“ war just in dieser Zeit mit seinem Herrenclub auf Reisen.

Und wer weiß, vielleicht könnte ich ihn ja danach gleich mit einer völlig neuen Frau überraschen.

 

Ermutigende Berichte

Als ich auf der Farm eintraf, übrigens recht übernächtigt, weil ich in der Nacht davor kaum schlafen konnte, traf ich auf eine froh gelaunte Runde von Kurgästen, die noch am gleichen Tage abreisen wollten, weil ihre Kur gerade zu Ende gegangen war.

Ich hörte von ihnen alle möglichen Erfolgsmeldungen. Allgemein freute man sich über verlorene Pfunde. Aber mehr noch über den riesigen Zuwachs an Vitalität und all-gemein gutem Befinden.

Besonders aber beeindruckte mich ein Gast mit den Ergebnissen, die er für seine Zuckerwerte erreichen konnte. In nur zwei Wochen hatte er diese von fast 300 auf nur 135 reduzieren können.

Ich schöpfte wieder Mut und dachte an mein quälendes Sodbrennen, das mich ja schon seit vielen Jahren hartnäckig begleitete.

 

Was? So wenig Brot?

Ja – und dann bekam ich den Schock meines Lebens. Vergnügt verspeiste ich einen Apfel, den ich noch im Reisegepäck hatte. Die Leiterin der Farm lachte und sagte: „Ab sofort werde ich Ihnen die Kalorien in den Mund zählen!“

Na, das konnte ja heiter werden.

Aber es kam noch dicker. In der Gästerunde kam die Sprache auch auf Brot, alle die anderen Getreideprodukte, Zucker und Kartoffeln. Hier auf der Farm sollte ausge-rechnet diese Nahrungsgruppe deutliche reduziert werden.

 

Aber Brot aß ich doch besonders gerne. Oftmals sogar morgens und abends auch noch.

 

Nun zweifelte ich doch ein wenig daran hier an der richtigen Adresse zu sein.

 

Aber es kam dann alles ganz anders und gottlob recht erfreulich.

Meine Mitstreiter waren riesig nett und das Essen schmeckte ausgesprochen gut.

Klar, Brot gab es nicht allzu oft. Aber zu meinem großen Erstaunen vermisste ich es nicht sonderlich.

Es wurden mir ja zu jeder Mahlzeit leckere Alternativen zu den vorher so „geliebten Kohlenhydraten“ angeboten.

 

Lieblingsspeisen? Aber JA!

Und endlich, endlich durfte ich auch in die Küche. Die Köchin Heike ließ uns teilhaben am Fertigen von Sojabratlingen, brutzelte mit uns gefüllte Paprikaschoten und Chili Con Soja. Alles mundete uns, als es serviert wurde, noch mal so gut, weil wir ja mit-gewirkt hatten an dem Herstellen dieser leckeren, vegetarischen Gerichte.

Besonders ich war stolz, denn mir oblag die Würzung der Rezepturen. Und davon, das weiß ja jeder Koch, hängt das schlussendliche Gelingen jedes Gerichtes ab.

 

Wichtig war mir, dass ich die Trennkost von Grund auf lernen konnte. In meinen drei Urlaubswochen erfuhr ich jeden Tag immer noch Neues zum Thema Ernährung und Gesundheit.

 

Es beruhigte mich ungemein, dass ich keineswegs von meinen Lieblingsspeisen lassen musste.

Mein Mann und ich essen gerne Fleisch, besonders auch Wild. Aber auch Fisch steht auf unserer Speisekarte. Soja wird ab sofort ebenfalls dazu gehören. Für mich gibt es künftig dazu Salat und ein leckeres Gemüse.

Ja, und die köstlichen Gemüsecremesuppen von der Farm, die werden von nun an auch bei uns vor jedem Abendessen gereicht.

Zu den Mahlzeiten gönnen mein Mann und ich uns meistens ein gutes Glas Wein und auch mal ein wenig mehr als das. Es ist sehr beruhigend, dass die Trennkost zu den Eiweißmahlzeiten auch hierfür ein Herz hat.

 

Kartoffeln? Nudeln, Reis?

Mein Mann muss selbst entscheiden, ob er weiter Mischkost essen möchte und diese Beilagen zum Fleisch unbedingt braucht. Oder er macht es wie ich und verspeist zu Kartoffeln & Co. Pilze, Tofu, Matjesfilet, Gemüse oder Mozzarella.

Ich werde mein Möglichstes tun, um auch ihn von meiner neuen, so gesunden Er-nährungsweise zu überzeugen.

Denn ich bleibe dabei: Trennkost ist für mich  d i e  ideale Ernährungsweise.

 

Mein Abschied ohne jede Trauer

Es ist mir tatsächlich gelungen, eine ganze Reihe von Beschwerden einfach auf der Farm zurück zu lassen:

 

Mein Sodbrennen

Habe ich wirklich geschrieben „mein Sodbrennen“? Das gehört doch längst nicht mehr zu mir. Nach zwei Tagen Trennkost schon war es verschwunden und ist bis zum heu-tigen Tag nicht mehr aufgetaucht. So einfach war das also.

Mich ärgert dabei bloß, dass ich in den vergangenen Jahren tonnenweise Medi-kamente gegen dieses Übel eingenommen habe. Das ist sicherlich nicht ohne Kon-sequenzen für meine Leber geblieben. Und nun stelle ich meine Ernährung um – und weg ist das üble Brennen in der Speiseröhre.

 

Meine Energielosigkeit

Manchmal hätte ich in den letzten Jahren im Stehen schlafen können. Das habe ich darauf zurückgeführt, dass ich, als ehemalige Geschäftsfrau nun im Rentnerdasein gelandet bin. Heute weiß ich es besser. Diese energielose Befindlichkeit hing vielmehr mit meiner Bewegungslosigkeit und mit dem vielen Brotessen zusammen. Denn jetzt, mit dem täglichen Sport auf der Farm und der neuen Ernährungsart strotze ich geradezu vor Vitalität.

 

Meine Fußschmerzen

Meine Füße brannten oft wie Feuer. Mit keinem Gedanken hatte ich daran gedacht, dass ich selbst etwas dagegen tun könnte. Auf der Farm habe ich gelernt, mit einem Terraband eine spezielle Gymnastik zu machen, die Fußmuskeln stärken. Auch andere Bewegungsübungen haben meine Füße insoweit gestärkt, dass ich heute nur noch gelegentlich die alten, die gewohnten Schmerzen verspüre und nur, wenn sich ein Wetterumschwung ankündigt.

 

Wassereinlagerungen

Sie sind verschwunden, (fast) spurlos verschwunden. In den letzten Jahren hatte ich oftmals geschwollene Beine und Füße. Wenn man auf diese Stellen drückte, tat das höllisch weh und es blieb für eine Weile eine Delle. Das ist ein Zeichen für Was-sereinlagerungen. Dank der Gymnastik und der speziellen Massage, die ich auf der Farm gelernt habe, sind meine Beine und Füße  heute so schlank, wie in früheren Zeiten. Ich könnte mir meine „neuen Füßchen“ immerzu begucken, so gut gefallen sie mir jetzt.

 

Mein Gewicht

Auch diesbezüglich konnte ich der Farm ein nettes Geschenk machen. Ich ließ einfach fünf Kilo dort zurück. Mögen die doch damit machen, was sie wollen ...

 

Mein Fazit

Schlank und eine ganze Ecke gesünder und super froh bin ich heimgereist. Bis heute halte ich mich strikt an die Regeln der Trennkost. Auch ein kleines Sportprogramm habe ich mit nach Hause genommen und führe es jeden Tag durch.

Die 5-Tibeter und kleine Gymnastikübungen halten mich fit und elastisch.

Aber auch für meinen Geist tue ich täglich etwas. CranioSacral-Übungen und das Jonglieren mit drei Bällen vernetzen meine linke und rechte Gehirnhälfte.

Das habe ich so auf der Farm gelernt und werde es weiter betreiben. Denn – wer will im Alter geistig nicht super fit bleiben. Und genau deshalb arbeite ich rechtzeitig an meiner Konzentrationsfähigkeit, meiner Lernfähigkeit und gegen das Vergessen mit Hilfe dieser einfachen Maßnahmen.

 

Meinen Jungbrunnen gebe ich nicht wieder auf!

 

Nie hätte ich gedacht, dass es so einfach ist, sein Leben ernährungstechnisch auf den Kopf zu stellen.

Nun sind zwei Wochen vergangen. Das Brot, vorher meine Lieblingsverköstigung, wird nur noch selten konsumiert. Und – ich vermisse es nicht.

Und auch nicht alle die gesundheitlichen Probleme, von denen ich mich frohen Her-zens verabschieden konnte.

 

Ein neues Leben

Das habe ich schon begonnen, seit ich wieder in die heimatlichen Gefilde zurück- gekommen bin.

Gleich hatte ich mich mit einer Freundin verabredet und wir zwei sind ins Theater gegangen. Meine Tochter, die uns zwei alten Mädchen sah, meinte bewundernd: „... und so was will 70 sein!“

Ich will künftig wieder mehr unternehmen. Mehr unterwegs sein und wieder viel mehr für mich tun. Ich gefalle mir jetzt so richtig gut.

Voller Selbstbewusstsein, braun gebrannt und erschlankt, fühle ich mich richtig gut in meiner Haut. Ich bin sicher, dass eine lange, gute Zeit vor mir liegt.

Ganz besonders schön wäre es, wenn ich auch meinen Mann von meinem Ge-sundheitsweg überzeugen könnte.

Ich arbeite daran!

 

Nachtrag: Meine neue Gesundheitslinie scheint ansteckend zu sein. Nach seiner Rück-kehr aus dem Männercamp servierte ich meinem Mann gleich mit Soja gefüllte Papri-kaschoten und ein anderes Rezept mit Rosenkohl, Schafskäse und Soja. Beides mun-dete ihm sehr gut. Also ...


Selbsthilfemethoden können Hilfestellung bieten:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET

  1. vegetarische und vegane Ernährung





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