Essen muss Spaß machen

Edeltraud Klückmann, Ernährungsberaterin und Trennkost-Seminarleiterin, Hamburg
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Hier spricht die Seminarleiterin:


Frau Winnegge-Samulon gehört „aufs Treppchen“, das dachte ich mir, als ich die Vorbereitungen für den letzten Trennkost-Event traf. Sie hat seit dem 10. März 2004 über 30 kg abgenommen und staunt jetzt selbst, wie ihr das so mühelos gelingen konnte.
Trennkost-Bericht von Seminarteilnehmerin Heike Winnegge-Samulon, 46 Jahre:
„Meinen Patienten tue ich Gutes – mir selbst aber nicht!“
Das war die klägliche Bilanz, nachdem ich auf dem Gipfel meines Gewichtes und deutlichen Bewegungseinschränkungen angelangt war.
Eine Gipfelbesteigung ist ja normaler Weise eine rühmliche Angelegenheit. Wenn man aber stetig von 90 kg bis auf 119 kg geklettert ist, kann davon ja wohl keine Rede sein. Da ist man an einem Punkt, dass man entweder total resigniert und weiter futtert, bis tatsächlich gar nichts mehr geht, oder man macht eine rigorose Kehrtwendung und ändert sein Leben.
Ich ging bei diesem Resümee streng mit mir zu Gericht. Dabei machte ich mir erst einmal klar, dass ich erst bei der Hälfte meines Lebens angekommen war. Aber packte ich noch etliche Pfunde auf meine Rundungen, dann wäre es Essig mit hoher Lebenserwartung. Es konnte ja dann nicht mehr lange dauern, bis mich sämtliche ernährungsbedingten Krankheiten völlig eingeholt hatten. Auf zu hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Gelenkbeschwerden, Arteriosklerose und was weiß ich noch, konnte ich ja regelrecht warten. Und dann im Alter – mit solchen Problemen am Hals, nein, dazu hatte ich nicht die geringste Lust, und dass ich mir gesundheitliche Probleme angelacht hatte, die sich später noch verstärken würden, das zeigte sich ja schon jetzt.
Ich bin Ergotherapeutin und spürte zunehmend, dass ich für meinen Beruf nicht mehr beweglich genug war.
Besonders im Umgang mit Kindern zeigte sich dieser Mangel. Es war gar nicht daran zu denken, dass ich noch so mit ihnen herumtobte, wie das früher ein Selbstverständnis war.
Den letzten Ausschlag für meinen Entschluss, die Dinge zu verändern, war ein Besuch mit meiner Nichte im Zoo. Nur mühsam konnte ich mit dem Kind Schritt halten. Meine Unbeweglichkeit wurde mir schmerzhaft bewusst.
Mir war bis dahin noch schleierhaft, was genau ich unternehmen könnte, um meine Situation zu beenden.
Ich hatte in meinem Leben schon allerlei Diäten versucht. Meistens habe ich dann radikal nichts gegessen, nur Brühe getrunken oder Knäckebrot geknabbert. Die Pfunde verloren sich damit auch jedes Mal im Eiltempo. Genauso schnell aber waren sie wieder drauf.
Schließlich passte auch die Kleidergröße 50 längst nicht mehr.
Eine Freundin hatte mir ein Jahr zuvor von ihren Erfolgen mit der Trennkost erzählt. Da hatte ich nur müde abgewinkt. Ach, ich hatte zu viel Stress, da brauchte ich schon meine Kohlenhydrate, wie Pizza, Schokolade und Kuchen, meinte ich. Nun aber dachte ich anders und ich klammerte mich an den Gedanken, wie an einen Strohhalm: „Mit der Trennkost werde ich es versuchen!“
Heute, im Rückblick, weiß ich, dass das eine prima Idee war und ich danke meiner Freundin noch immer für ihre Anregungen.
Neun Monate habe ich gebraucht, nun wieder „Figur“ zu erlangen. Genau so viel Zeit, wie ein Baby für seine Entwicklung braucht, bis es auf die Welt kommt.
Und auch ich fühle mich wie neugeboren. Ein paar Kilos will ich noch hinter mich bringen. – jetzt bin ich erst bei Kleidergröße 42/44.
Erstaunlich fand ich erst einmal, dass niemand von meinen Freunden zunächst bemerkt hatte, wie ich zusammenschmolz. Ich dachte immer bei mir: „Herrje, ich bin schon 20 kg leichter und niemand nimmt das zur Kenntnis.“
Auch meine erwachsenen Patienten oder die Mütter der kleinen Patienten – niemand registrierte meine neue Silhouette.
Ein bisschen enttäuscht war ich dann schon, denn gerne hätte ich den Stolz auf meine Leistung besser gewürdigt gesehen. So musste ich mich auf den morgendlichen Austausch mit meiner Waage beschränken, znd deren Zeiger beglückte mich erwartungsgemäß. Er wies ständig weiter „Glückszahlen“ auf, und nun begann mein Umfeld mich ebenfalls wahr zu nehmen.
So soll es noch eine Weile weiter gehen. Denn mit der neuen Ernährung komme ich prima hin.
Für mich ist jetzt oberstes Gebot: statt Süßigkeiten Obst und gelegentlich eine Handvoll Studentenfutter.
Sicherlich muss ich nicht betonen, dass es mir „rundum“ viel besser geht. Ich hatte mir früher einfach nicht eingestanden, dass ich nur noch „gebremster Schaum“ war. Heute bin ich so beweglich, wie eh und je. Und ich fühle mich so vital, dass ich die Welt aus den Angeln heben könnte.
Ich habe am eigenen Leib erfahren dürfen, dass es ganz auf den Treibstoff (Ernährung) ankommt, wie der Motor (Organismus) läuft.
Und dass mein Körper jetzt regelmäßig gewartet wird – das „walte Hugo“. Schließlich bin ich ja erst in der Halbzeit...
Ich ein Sportmuffel? Das ist Vergangenheit!
Als in meiner Gegend Nordic-Walking angeboten wurde, habe ich mich todesmutig angemeldet und „schreite“ nun regelmäßig in netter Gesellschaft durch die Lande.


Der Diät-„Solist“ hat es schwer


Gewohnheiten sind hartnäckig, sie wollen bleiben. Deshalb ist es so wichtig, Mitstreiter zu haben. Ohne meine Trennkostgruppe und die regelmäßige Motivation der Seminarleiterin, die uns „die Augen öffnete“, hätte ich es nicht geschafft.

Selbsthilfeunterstützungen stellen sich vor:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET

vegane und vegetarische Ernährung