VIREN - sind wir ihnen hilflos ausgeliefert?

Elfi Sinn, Heilpraktikerin und psychologische Beraterin, Berlin
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin

 

„Ich habe gelesen, dass es gegen dieses Norovirus überhaupt keine Medikamente gibt. Im Altenheim, wo ich arbeite, waren auch einige Insassen krank, das ging rasend schnell. An einem Tag fühlten sie sich noch gut und am nächsten lagen sie schon flach.
Weil das sehr ansteckend sein soll, mache ich mir vor allem Sorgen um meine Kinder.


Welche Macht haben Viren über uns?


Die Sorgen von Frau Rotkamp waren sehr verständlich, denn jährlich erkranken weltweit rund 300 Millionen Menschen an diesem schweren Magen-Darm-Infekt. Damit liegt die Norovirus-Infektion hinter der Grippe an zweiter Stelle einer wachsenden Liste von viralen Erkrankungen.
Ähnlich wie Grippe tritt die norovirusbedingte Gastroenteritis stärker in den Übergangsmonaten auf und steigt rasend schnell auf epidemieähnliche Ausmaße an.
Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen häufen sich die Ausbrüche.
Als Köchin in einem Altenheim hatte Frau Rotkamp erlebt, wie plötzlich jeder über diese neue Krankheit sprach und sich panische Angst vor einer Ansteckung entwickelte. Wahrscheinlich existiert das Virus schon viele tausend Jahre, aber da es sehr klein ist, konnte es erst 1968 nachgewiesen werden, als in Norwalk, einer amerikanischen Kleinstadt, die Mehrzahl der Einwohner daran erkrankte.


Ein Virus braucht die wehrlose „Wirts-Zelle


Wie alle Viren ist auch das Norovirus sehr widerstandsfähig und kann auch außerhalb des Körpers überleben. Deshalb wird es nicht nur durch persönlichen Kontakt, sondern auch durch Gegenstände, Lebensmittel oder Kleidung übertragen.
Viren machen den Medizinern schon länger Probleme, man denke an die Vogelgrippe oder BSE, nicht nur weil sie äußerst zäh und wandlungsfähig sind, sondern vor allem, weil man sie nicht wie Bakterien einfach abtöten kann.
Viren sind wie Zombies in Horrorfilmen. Sie sind weder tot noch lebendig, sondern irgendwo dazwischen.
Um sich reproduzieren und vermehren zu können, brauchen sie die menschliche Zelle als Wirt. Dagegen wehrt sich unser Körper. Aber da das Norovirus nicht nur den Magen, sondern bevorzugt den Darm befällt und sich dort fast 80 Prozent unseres Immunsystems befinden, hat es diese „umwerfende“ Wirkung.
Allerdings ist hier auch die Schwachstelle, denn einer gut trainierten Körperabwehr ist das relativ kleine und hüllenlose Norovirus nicht gewachsen.
Besonders gefährdet sind daher Neugeborene, deren Abwehr noch nicht voll ausgeprägt und alle deren Abwehr geschwächt ist.


Wirksamer Schutz gegen Ansteckung


Natürlich ist das Wichtigste zunächst, eine mögliche Ansteckung zu verhindern.
Da der Erreger mit dem Stuhl oder Erbrochenem ausgeschieden und dann über Berührungen oder Gegenstände weitergereicht werden kann, wird der jenige ruhiger schlafen, der unnötige Kontakte mit Kranken meidet und seine eigenen Hygienemaßnahmen etwas verstärkt. Skakehands und liebevolle Umarmungen sind in der Akutphase auch im Umfeld eines Kranken nicht angebracht.
Kinder müssen unbedingt zum häufigeren Händewaschen angehalten werden. Hier hat die alte Regel: nach Toilette und vor dem Essen – Händewaschen nicht vergessen! eine eminente Bedeutung.
Aber auch Erwachsene sollten bedenken, was sie im Laufe des Tages anfassen, was vor ihnen eventuell Erkrankte berührt haben könnten, zum Beispiel die Handläufe von Rolltreppen, Türklinken, Sitzlehnen in Bus oder Bahn.
Wenn schon die Hände nicht sofort gewaschen werden können, sollte man wenigsten damit nicht essen oder sie zum Mund führen.
In der Wohnung kann es auch nicht schaden, in Bad und Toilette mehr auf peinliche Sauberkeit zu achten. Wer sich damit sicherer fühlt, kann auch die Klobrille und das Waschbecken desinfizieren. Auch andere Gegenstände, die von mehreren benutzt werden, wie Telefonhörer, sollten öfter gereinigt werden. Solche Maßnahmen beseitigen zwar keine Viren, wohl aber eine Reihe von Bakterien, die im Schlepptau der Viren die Infektion begünstigen.
Auch wenn sich Viren von Kälte, Hitze oder auch heißem Dampf kaum beeindrucken lassen, sind wir ihnen keineswegs hilflos ausgeliefert.
Denn auch unsere Körperabwehr kann sich anpassen und flexibel reagieren, wenn sie entsprechend trainiert wird.


Das trainierte Immunsystem


Unser Immunsystem besteht aus zwei sich ergänzenden Bereichen. Der erste ist die unspezifische oder angeborene Abwehr. Sie kann Viren und virusinfizierte Zellen bereits automatisch vernichten. Dies aber nur, wenn sie erkannt werden.
Der zweite Bereich, die spezifische Abwehr, kann schon viel gezielter vorgehen. Sie hat sich durch unsere Krankheiten im Kindesalter und danach entwickelt und schon eine Menge Feindbilder gesammelt und gegen diese Antikörper gebildet.
Allerdings werden diese nicht so schnell aktualisiert, wie sich die Viren äußerlich verändern.
Um also immer adäquat vorgehen zu können, muss das Immunsystem trainiert werden. Dieses Training ist vergleichbar mit dem Aufbau einer schlagkräftigen Truppe, die vor Eindringlingen schützt, aber auch die Banditen unschädlich machen kann, die sich nach außen als brave Bürger getarnt haben.
So eine Truppe sollte fit und hoch motiviert, aber andererseits auch gut ernährt und gepflegt sein.
Und genau darauf richteten sich meine Empfehlungen für Frau Rotkamp und ihre Kinder:


Viel Vitamin C


Vitamin C ist, wie die sprichwörtliche graue Eminenz, bei allen Abwehrreaktionen unverzichtbar. Es zieht die entscheidenden Fäden und wirkt auch direkt mit.
Wir brauchen es zum Beispiel. zur Produktion von Hormonen, die die Abwehr steuern, von Abwehrstoffen (Immunglobuline) und weißen Blutkörperchen (Lymphozyten), ohne die Viren nicht angegriffen werden können.
Außerdem regt es die kleinen Fresszellen (Phagozyten), die Virenreste beseitigen, zu mehr Aktivität an.
Allerdings muss die Ascorbinsäure mit Glucose um die gleichen Landeplätze an den Zellen konkurrieren.
Fans von Süßigkeiten, Nudeln und Kuchen können damit ihre Abwehr k. o. schlagen.
Aber während eine vollwertige Kost mit viel frischem Obst, Salaten und Gemüse die Abwehr rundherum kräftigt.


Saunagänge und Wechselduschen


Der Wechsel von Erweiterung und Verengung der Gefäße durch die Warm-Kalt-Reize, mobilisiert das Immunsystem zur stärkeren Ausschüttung von Interferon, einem Abwehrstoff, der ein regelrechter Virenkiller ist. Außerdem wird die Produktion von körpereigenem Kortisol angeregt, das feinste innere Verletzungen der Schleimhaut repariert und damit Viren keine Angriffsfläche bietet.


Shiitake- und Reishi-Pilze


regen die Botenmoleküle an, die selbst ein geschwächtes Immunsystem wieder auf Trab bringen können.


Thymus-Präparate und Thymus-Klopfen


können sogar die Ausbildungszentrale der Köperabwehr wieder reaktivieren.


Das Spurenelement Selen


aus Knoblauch, Kohlrabi, Naturreis, Linsen, Bohnen, Soja, Spargel u. a. ist enorm wichtig für das Enzym Glutationsperoxidase, das uns fast unverwundbar machen kann. Es schützt wie eine gepanzerte Abwehr das, was Viren besonders interessiert, nämlich das Zellinnere und den Zellkern.


Enzyme


aus frischen Ananas, Papaya, Beeren, oder aus der Apotheke helfen der Körperabwehr besser, Freund und Feind zu unterscheiden und die gefährlichsten Angreifer ganz gezielt zu vernichten.


Therapien


Eigenblut entweder als Injektion oder homöopathische Tropfen kann die Abwehrkraft, besonders in Übergangszeiten enorm steigern, weil es wie eine zusätzliche Trainingseinheit wirkt.
Zapping-Frequenzen und virostatisch wirkende Pflanzen, wie Melisse, Kresse oder Anis können die Ausbreitung der Viren im Körper hemmen.


Farbige Gemüse


wie Tomaten, Brokkoli, Paprika, Rote Bete und Möhren, entweder frisch oder leicht gegart, enthalten Stoffe, die für das Immunsystem, besonders im Darm,  unverzichtbar sind.
Fehlen sie, kann nur mit halber Kraft geschützt werden.
Frau Rotkamp empfahl ich jeden Morgen vor dem Frühstuck einen Immundrink.
Ideal für Kinder wären Tomatensuppe oder Tomatensoße mit Eiweiß-Nudeln. Das nur in gekochten Tomaten wirksame Lycopin, ist wie ein Tuning für unsere Virenabwehr. Speziell für das darmassoziierte Immunsystem verordnete ich täglich Naturjoghurt und das homöopathische Mittel Okubaka, um die Darmflora zu stabilisieren. Wenn die in Ordnung ist, kann sie die Abwehr so ähnlich modulieren, wie wir es von Echinacea gegen Erkältungen kennen. Okubaka hilft den Darm zu entgiften und Infekte schon im Erststadium abzuwehren.


Die optimistische Gemütslage


Natürlich gehört zu einem guten Immunschutz auch eine positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, Stressbelastungen in Grenzen zu halten. Denn immer wenn wir uns übernehmen oder zulassen, dass uns andere überfordern, reduziert das unsere Abwehrkraft.
Ein angenehmer Ausgleich für einen anstrengenden Job, viel Freude und Spaß mit Menschen oder Tieren, die man mag, wirken dagegen wie ein Dopingmittel für das Immunsystem, das man auch rein mental stimulieren kann.
Weil Frau Rotkamp, trotz Desinfektion, vor einigen Räumen des Altenheims, regelrecht graute, übte ich mit ihr, sich in solchen Momenten einen weißen Schutzmantel zu visualisieren (vor dem inneren Auge vorzustellen), unter dem sie vor Ansteckung sicher sein kann.
Das soll übrigens einer der historischen Gründe sein, warum Ärzte weiße Kittel tragen. Ob das so stimmt, weiß man nicht genau, aber bei meiner Klientin wirkt es immer noch.


Immundrink


Ein Teelöffel Weizenkeimöl in ein Glas geben, darüber jeweils zwei Finger breit, Rote-Bete-Saft und Möhrensaft geben. Das ganze mit frischem Orangensaft oder Sanddornsaft auffüllen und morgens nüchtern trinken.

Selbsthilfemethoden:

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