Hilfe gegen Mückenplage

 

Hilfe gegen Mückenplage

Elfi Sinn, Heilpraktikerin und psychologische Beraterin, Berlin

 

„Mücken müssen eine besondere Vorliebe für mich haben. Jede einzelne kommt irgendwann bei mir vorbei und vermutlich geben sie auch noch meine Adresse weiter, denn der Fanstrom reißt einfach nicht ab.

Wenn ich ohne Mückenschutz nur in die Nähe eines Sees komme, sehe ich aus, als ob ich die Beulenpest hätte. Ich habe panische Angst vor allem, was fliegt und krabbelt. Bevor ich die chemischen Keulen benutzt habe, hatte ich sogar zweimal eine Blutvergiftung durch Insektenstiche. Aber wie soll ich das meinem Freund klarmachen?“

 

Lena hatte nicht nur dieses Problem. Eigentlich war sie zur Ernährungsberatung gekom-men, weil sie sich vor ihrem neuen Freund, einem überzeugten Bioköstler, nicht blamieren wollte. Bisher war Essen für sie immer eine zweitrangige Angelegenheit gewesen.

In ihrem Job in einer Event-Agentur, betreute sie Solokünstler und angesagte Gruppen vor und nach ihren Auftritten. Die Zeit reichte deswegen meist gerade für Pizza und Fritten, manchmal nur für Muffins und Schokoriegel.

Erst als sie diesen ausgesprochenen Naturburschen kennen lernte, der sehr sportlich trainiert war, supergesund aß und sich auch in seiner Firma mit Ökotechnologien befasste, begann sie über die eigene Ernährung nachzudenken. Bis zum nächsten Monat, wo sie vorhatten, ganz romantisch an einem einsamen See zu zelten, wollte Lena etwas besser informiert sein.

 

Nachdem ich ihr einige Folgen ihres Zuckerkonsums erläuterte, fiel ihr auch auf, dass es einen Zusammenhang geben könnte zwischen ihrer Art zu essen und ihrem Problem mit den lästigen Plagegeistern.

 

Das „süßere Blut“ wird bevorzugt

Während Bienen, Wespen, Hornissen o. Ä. nur stechen, wenn sie sich bedroht fühlen,  dienen die Stiche von Mücken, Fliegen, Bremsen & Co. der Nahrungsaufnahme. Diese Insekten oder ihre Nachkommen brauchen das Blut zum Überleben und dabei scheinen sie tatsächlich eine Vorliebe für eine bestimmte Qualität zu haben.

 

Mit nachwandlerischer Sicherheit steuern sie nämlich besonders gerne die „Süßen“ an, die Naschkatzen und Kohlenhydratliebhaber. Deren Blut hat weniger B-Vitamine, weil die für die Verarbeitung des hohen Kohlenhydratanteils schon verbraucht wurden und ist so für Mücken und Fliegen ganz besonders lecker.

Für Lena war die angestrebte Ernährungsumstellung daher auch gleichzeitig eine gute Prophylaxe. Aber wir nutzten auch noch andere Möglichkeiten, die es für die Vorbeugung von Insektenstichen- oder Bissen gibt.

 

Das hilft im Vorfeld

- das homöopathische Mittel Staphisagria in D3 (2 Globuli täglich), das erfahrungsgemäß, wenn es einige Wochen vorher eingenommen wird, in solchen Fällen konstitutionell stärkt und als Mückenschutz von innen dient

- zusätzlich B-Vitamine aus Bierhefe, Weizenkeimen, Pinienkernen, Mandeln, Mungobohnen, Grünkohl, Spinat, Lachs, Thunfisch oder als B-Komplex aus der Apotheke

- beim Essen und Trinken im Freien sollte man sich mit Insektenschutz, so genannten Repellentien versehen, die durchaus natürlich und biologisch unbedenklich sein können. Fliegen und Wespen können mit Schutzhauben über dem Essen zurückgehalten werden. Vor allem bei Kindern ist darauf zu achten, dass beim Abbeißen keine Insekten in den Mund gelangen. Getränke nimmt man unter der Beobachtung von Wespen u. Ä. auch lie-ber mit dem Trinkhalm zu sich. Wenn sich Bienen oder Wespen schwarmartig nähern, bloß nicht hektisch reagieren, denn das könnten ihren Angriff erst auslösen. Da es auch Erdbienen und Erdwespen gibt, ist barfuss laufen nicht überall angesagt

- am Strand oder auf dem Campingplatz sollten zum Schutz vor Mücken und Sandflöhen abends lange Hosen getragen und unter einem Moskitonetz geschlafen werden. Zerriebene Salbeiblätter, die abends in einer feuerfesten Schale vor sich hin glimmen, machen den Anflug für Mücken weniger attraktiv. Auch gegen Zecken ist das Bedecken von Armen und Beinen der beste Schutz. Auf starkes Parfüm fliegen auch Insekten, das bleibt deswegen besser zu Hause. Schwarze Kleidung, Blumenmuster oder leuchtendes Gelb locken mehr Mücken, kleine Fliegen und auch Käfer, als einem lieb ist

- auch wer sich unnötig oft in der Nähe von blühenden Büschen und Bäumen oder auch von Abfallkübeln aufhält, lebt gefährlich, weil das Insekten aller Art magisch anzieht

Im Haus oder in der Wohnung hilft es, Fenster und Türen mit Fliegengittern zu versehen. Gegen Mücken haben sich Tomaten- und Basilikumtöpfe bewährt, die immer etwas geschüttelt werden sollen, damit die ätherischen Öle ihre Wirkung entfalten können. Auch Waldmeister, Wermut und echter Lavendel können einen effektiven Mückenschutzwall ziehen. Wer gerne abends auf der Veranda sitzt, sollte nur gelbe Glühbirnen verwenden, von denen sollen Mücken nicht angezogen werden.

 

Insektenstiche oder Insektenbisse sind zwar unangenehm und lästig, weil sie schmerzen oder jucken, aber in den meisten Fällen harmlos.

 

Allergie auf Stiche – oft höchste Gefahr

Sie werden dann gefährlich, wenn eine allergische Reaktion zum Beispiel auf Bienengift vorliegt und es zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann. Damit bezeichnen Mediziner eine lebensbedrohliche Situation, die mit Brennen und Jucken an den Händen, Füßen und im Nacken beginnt, zu Hautrötungen, Atemnot, raschen Blutdruckabfall und schließ-lich zur Bewusstlosigkeit führen kann. Das ist immer ein Fall für den Notarzt. Ob man unter Insektenallergie leidet, kann im Labor getestet werden.

 

Der Arzt sollte aber konsultiert werden, wenn es sehr viele Stiche sind, Mund- und Rachenraum oder die Augen betroffen sind beziehungsweise sich eine Stich- oder Bisswunde entzündet.

 

Praktische Ratschläge

In allen anderen Fällen kann man sich bei Insektenstichen mit natürlichen Mitteln selbst helfen und die Beschwerden relativ schnell lindern.

Bei Bienenstichen muss zuerst der Stachel mit einer Pinzette entfernt, dann die Stichstelle mit frischen Zwiebel- oder Zitronenscheiben abgerieben werden. Möglich ist das auch mit zerstoßenen oder zerdrückten Blättern von Wermut, Melisse, Salbei, Ringelblume, Spitzwegerich, Sauerampfer oder schwarzem Holunder, die zusätzlich aufgelegt werden können.

Bei Mückenstichen wirken auch Petersilie und Lauch gut. Bei Stichen in die Lippe oder in die Zungenspitze hilft es, den Mund mit Salzwasser zu spülen und Eiswürfel zu lutschen.

Segenreiche Hömoöpathie

Wer Schüssler Salze in seinem Reisegepäck hat, kann die Stichstellen etwas anfeuchten, eine Tablette Natrium chloratum D6 darauf zerdrücken und dieses Mittel auch alle fünf Minuten einnehmen. Noch günstiger ist es, dieses Mittel als Gel aufzutragen.

Von den homöopathischen Mitteln hilft bei Bienen und Wespenstichen am schnellsten Apis mellifica C 200 (2 Globuli alle fünf Minuten einnehmen), wenn die Stichstelle heiß, rot und geschwollen aussieht. Sollte das nach einem Mücken- oder Bremsenstich ebenso aus-sehen, wäre dieses Mittel auch angezeigt. Sonst ist eher Ledum C 200 die Geheimwaffe gegen das Mückenhistamin, den Juckreiz, das Brennen oder auch die Schmerzen.

Homöopathische Globuli können auch in etwas Öl oder Wasser aufgelöst, mit einer Mullkompresse direkt auf den Stich aufgetragen werden. Rescue-Tropfen von den Bachblüten sollten sofort auf die Zunge geträufelt werden, wenn starke Angst vor bösen Folgen eines Insektenstichs auftreten, es sich um ein besonders großes oder auch unbekanntes Flugobjekt handelt. Diese Tropfen oder Rescue-Cremes helfen auch äußerlich.

 

Auch Edelsteine helfen

Wer sein Schmuckkästchen vorsorglich für die Reise geplündert hat, kann auch Heilsteine wie Prasem, Achat oder Rhodonit angefeuchtet auf die schmerzende Stelle legen. Die Steine kühlen nicht nur angenehm, sondern helfen auch, das Gift aus dem Gewebe auszuleiten und den Schmerz zu lindern.

Falls man total unvorbereitet ist, kann auch Zahnpasta als erste Hilfe genutzt werden.

Einige Insekten, wie Wespen oder Bremsen können Krankheitserreger und Umweltgifte übertragen.

 

Da Lena schon schlechte Erfahrungen mit Blutvergiftungen (Lymphangitis) hatte, empfahl ich ihr die Schüssler Salze Kalium phosphoricum und Natrium chloratum in D6, die immer dann im Wechsel eingenommen werden sollten, wenn sich die Wunde entzündet, ein dünner roter Streifen sichtbar wird und damit Verdacht auf Lymphangitis besteht.

 

Gefährliche Zecken

Bei Zeckenbissen besteht immer die Gefahr, sich mit der Lyme-Borreliose zu infizieren.

Wer Urlaub in gefährdeten Gebieten macht, sollte sich nach dem Aufenthalt im Freien selbst gründlich nach Zecken absuchen, besonders die Unterschenkel, die Kniekehle, die Armbeuge und die Leistengegend.

 

Wird eine Zecke gefunden, muss der Körper vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn herausgedreht werden.

 

Diese Vampire beißen sich nämlich äußerst hartnäckig fest, um sich mit Blut voll zu saugen. Wenn sie mit Gewalt herausgerissen werden, kann der Kopf stecken bleiben und zu schweren Entzündungen führen.

Die Wunde kann konventionell oder mit der homöopathischen Urtinktur von Calendula versorgt werden. Wenn nach einem Zeckenbiss Schmerzen auftauchen und die Bissstelle anschwillt, lindert das homöopathische Mittel Ledum (C 200 (2 Globuli alle 15 Minuten bis zur Besserung). Auch Nelken-, Zimt- oder Senföl können lindern.

 

Dieser Urlaub war für Lena ein sehr glücklicher und vor allem mückenfreier. Offensichtlich hatte er auch noch andere Folgen, wie sie mir telefonisch berichtete:

„Es hat ihm mächtig imponiert, dass ich der Rettungsengel für die anderen Mücken-geplagten gewesen bin und alles ganz natürlich! Er will mich seinen Eltern vorstellen. Ich finde, das klingt doch viel versprechend!“

 

Mückenschutz-Mischung

30 ml Oliven- oder ein anderes angenehmes Öl

30 Tropfen Staphisgria (dil.) in D3 oder D4

3 bis 4 Tropfen Zedern- oder Zitronenöl

Das Ganze gut mischen, kühl halten und mindestens eine Stunde vor dem Kontakt mit den Plagegeistern auftragen.


Selbsthilfemethoden um das Immunsystem zu stärken:

Japanisches Heilströmen

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vegane und vegetarische Ernährung