MOXA-Therapie

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Heilen mit Wärme


Liebe Nina Schlieske,
was ist eigentlich Moxa-Therapie? Mit freundlichen Grüßen, Anne K., Steinbach


Liebe Frau K.,
die Moxa-Therapie ist eine Variante der Akupunktur, die aus den kälteren Regionen Chinas stammt. Man nennt die Therapie auch Moxabustion (Mexa = echter Beifuß, buro = brennen). Beifußkraut enthält unter anderem ätherische Öle (zum Beispiel Cineol, Thujaöl) und Baumharze. Wie der Name erahnen lässt, werden mit der milden und tief wirkenden Wärme des Beifußkrautes Akupunkturpunkte erwärmt. Hierbei wird das Meridiansystem (Energieleitbahnen) des Körpers angeregt. Dadurch können viele chronische Erkrankungen behandelt werden, wie chronische Bronchitis, chronisches Asthma, Schwächezustände nach Erkrankungen und Depressionen. Auch bei Schmerzzuständen wie Migräne oder Spannungskopfschmerz, sowie bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates wie Nackenverspannungen, Hexenschuss oder Bandscheibenproblemen schafft diese Behandlungsweise Erleichterung. Die Chinesen nutzen die Wirkung vielfach auch zur Vorbeugung gegen Erkältungen und Schwäche. Nicht anwenden sollte man diese Methode bei akuten Erkrankungen, sowie bei Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Nervosität während der Menstruation oder Schwangerschaft. Beifußrauch ist sehr intensiv, deshalb sollten Kinder nicht damit behandelt werden. Beim „Moxen“ werden die Kräuter über den Akupunkturpunkt abgebrannt. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Vor allem die direkte Moxibustion wird in China angewandt. Wegen der Gefahr der Verbrennungen und Narben wendet man in Europa jedoch nur Methoden der indirekten Moxibustion  an:
Moxakelge mit „Zwischenlage“: Knoblauch, Salz oder Ingwer wird auf die Haut unter einen kleinen Kegel aus Beifuß gelegt, um Blasenbildung oder Verbrennungen zu vermeiden. Zusätzlich wirkt die Substanz, die als Zwischenlage dient. Ingwer zum Beispiel wirkt wärmend.
Moxazigarre: Die glühende Zigarre wird ein bis zwei Zentimeter über die Haut gehalten, bis der Patient eine intensive Wärme spürt.
Nach einer umfangreichen Einweisung in die Mixibustion durch einen Therapeuten, eigent sich die Moxa-Therapie auch gut zur Eigenbehandlung.

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