Bachblüten

Katharina Scholz
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Es hat sich längst herumgesprochen: Bachblüten sind in der Naturheilpraxis

 

unverzichtbare Begleittherapie und vermögen die seelische Lage von Patienten günstig zu beeinflussen, sie zu harmonisieren. Und genau das sind die Vorraussetzungen, damit Heilung erfolgen kann.
Weil in der Arbeit mit Bachblüten keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten sind, eignet sich diese sanfte Therapie auch für die Selbstanwendung und kann als Hausapotheke angewendet werden.


Hinweise für die therapeutische Arbeit


Heilpraktikern und Ärzten ist es erlaubt, eine Diagnose zu stellen und Arzneimittel zu verschreiben. Dazu gehören auch Bachblüten-Essenzen und Schüssler Salze. Diese beiden Mittel eigenen sich jedoch auch für die Selbstanwendung. Aus diesem Grund ist es für alle Therapeuten möglich, ihre Klienten bei der Wahl der passenden Substanzen zu beraten und ihnen zu zeigen, wie die richtigen Mittel zu finden sind. Dies kann in Seminaren geschehen oder mit Hilfe von Fragebögen, die Klienten zur Verfügung gestellt werden.


Dr. Edward Bach – der Entdecker der Bachblüten


Der sehr sensitive junge Bach wollte den Menschen helfen und deshalb Medizin studieren. Während dieses Studiums erkannte er bald die Schwächen der damaligen Schulmedizin, die lediglich symptomatisch behandelte statt causal (= ursächlich).
Die Persönlichkeit des Erkrankten wurde so wenig berücksichtigt wie dessen Seele.
Die Medizin erfuhr zu E. Bachs Zeiten einen immensen Umbruch. Man hatte entdeckt, dass Bakterien die Ursachen für viele Erkrankungen waren, und dass durch entsprechende hygienische Maßnahmen Erkrankungen verhindert werden konnten.
Es war das Zeitalter der Bakteriologie, Anästhesie und Chirurgie mit seinen Entdeckern Louis Pasteur, Robert Koch und Emil Behring.
Während seines Medizinstudiums und auch nach seiner Approbation führte E. Bach etliche Studienreihen durch, wobei er feststellte, dass ein und dasselbe Arzneimittel bei gleicher Symptomatik nicht bei jedem Patienten den gleichen Erfolg brachte. Bei manchen Erkrankten zeigte das Arzneimittel überhaupt keine Wirkung.
Der Arzt Bach kam zu der Schlussfolgerung, dass die Persönlichkeit des einzelnen Menschen für den Erfolg einer Behandlung von noch größerer Bedeutung ist, als dessen rein körperliche Symptomatik.
Bei seinen Studien, für die er nach Wales gereist war, entdeckte, ja stolperte er über die ersten Seelenpflanzen: Mimulus, die gefleckte Gauklerblume und Impatiens, das blass malvefarbene Springkraut.
Er entdeckte, dass diese beiden Pflanzen seine ängstlichen und ungeduldigen Patienten zu harmonisieren vermochten.
Die Fachwelt hielt Bach für wahnsinnig. Er aber war davon überzeugt, eine einfache  und natürliche Heilmethode gefunden zu haben, die im Organismus nichts verändert oder zerstört, sondern lediglich das natürliche Gleichgewicht wieder herstellt.
Bach war davon überzeugt, dass körperliche Krankheiten eine seelische Ursache haben. Zum Beispiel kann ein länger anhaltender oder heftiger Hass die körperliche Gesundheit schwäche.


Die 7 Gemütszustände (nach Bach)
Die verschiedenen krankmachenden Gemütszustände ordnete Bach in 7 Gruppen:


1. Angst
2. Unsicherheit
3. Interesselosigkeit
4. Einsamkeit
5. mangelnde Abgrenzungsfähigkeit
6. Mutlosigkeit und Verzweiflung
7. übertriebene Sorge um andere

 

Diesen 7 Gemütsgruppen teilte Dr. Edward Bach 38 harmonisierende Blüten und ein heilendes Quellwasser zu.


Wirkungsweise der Bachblüten


The happy fellows of the plants, die Frohnaturen aus der Pflanzenwelt, wie Bach die Seelenblüten nannte, wirken auf geistiger Ebene.
Ist unsere Seele, unser Geist unausgeglichen, erkrankt auch unser physischer Körper.
E. Bach fand durch seine Studien bestätig, dass eine Harmonie auf seelischer Ebene, den physischen Körper heilen kann. Das geschieht durch Kraft der positiven Gedanken, die mit Hilfe der Bachblüten wieder erreicht werden können.
Die 38 Bachblüten stellen das Potential an positiven menschlichen Tugenden dar, denen im seelisch Unausgeglichenen die negativen Charaktereigenschaften  gegenüberstehen, wie zum Beispiel Angst, Neid, Trauer, Wankelmut.


Auswahl der richtigen Bachblüten


Menschen, Säugetiere und Vögel tragen alle 38 Prinzipien der Bachblüten in sich. Manchmal sind einige Charakteraspekte wie zum Beispiel. Mut, Intuition, Ausdauer gehemmt, blockiert oder überkompensiert. Das, was das aktuellste oder akuteste Problem ist, das was in der obersten Schicht abgelegt ist, wird zuerst behandelt (wie in der klassischen Homöopathie).
Die Auswahl von bis zu 6 oder maximal 7 Essenzen in gutem Quellwasser (mit etwas Alkohol konserviert), ergibt die individuell harmonisierende Mischung, deren Wirkung oft schon nach wenigen Gaben spürbar wird.


Fallbeispiele:


Angst vor der Schule


Die 8-jährige Melanie hat plötzlich Schulschwierigkeiten. Sie ging bis zu diesem Zeitpunkt gerne zur Schule, hatte Spaß am Lernen, das ihr ausgesprochen leicht fiel.
Klassenarbeiten zu schreiben, bereitete ihr keine Probleme.
Seit Neuestem hatte Melanie nun vor jeder Klassenarbeit Bauchschmerzen, weil sie Angst hatte zu versagen, oder dass sie den Lernstoff vergessen haben könnte. Sie konnte nachts nicht schlafen, weil sie ständig an die Klausur denken musste. Morgens flossen oft Tränen, weil sie wegen der Arbeit so angespannt war. Zwei Klassenarbeiten waren auch viel schlechter ausgefallen als üblich. Darüber war Melanie sehr bedrückt.
Den Eltern war aufgefallen, dass ihre Tochter sich nicht mehr so selbstbewusst und unbedarft verhielt, wie früher. Sie wirkte manchmal etwas verhalten, unsicher und ließ sich schnell entmutigen. Eine Ursache dafür konnten sie nicht erkennen.
Die Eltern nahmen an meinem Seminar für die Anwendung von Bachblüten teil und stellten unter meiner Beratung selbst eine Auswahl der passenden Essenzen für ihr Kind zusammen.


Melanie nahm dreimal täglich folgende Bachblütenmischung:


White Chestnut – gegen das nächtliche Grübeln wegen der Klausur
Mimulus     - gegen die Versagensängste
Impatiens – gegen die Anspannung vor der Klassenarbeit mit Bauchschmerzen
Gentian – gegen Versagensängste
Larch – gegen Minderwertigkeitsgefühle
Gentian – gegen Versagensängste und schnelles Entmutigen
Walnut – als „Kettensprenger“


Schon nach einer Woche wurde Melanie zuversichtlicher und entspannter und hatte kaum noch Angst vor Klassenarbeiten. Ab der dritten Woche war das Mädchen wieder die alte.


Panik vor Hunden


Die Eltern des  2,5-jährigen Thorsten kamen mit ihm zu mir wegen seiner extremen Panik vor Hunden. Seine Geschichte: er war vor drei Wochen zusammen mit seiner Mutter draußen unterwegs gewesen, dabei saß er auf seinem Laufrad. Plötzlich kam die sechs Monate alte Colliehündin der Nachbarn vom Grundstück gerast. Sie war den Hundebesitzern ausgebüchst. Freudig sprang sie Thorsten an, der daraufhin vom Rad fiel. Die Junghündin stand dann wedelnd über dem auf dem Boden liegenden Jungen, der vor Panik laut schrie. Sah er nach diesem Unglück auch nur von Ferne einen Hund, so geriet er total in Todesangst und schrie ununterbrochen. Er litt jetzt unter Verfolgungswahn. Ständig drehte er sich draußen um, weil er einen heranstürmenden Hund erwartete.
Früher ging er gerne auf Hunde zu, um sie zu streicheln. Das war jetzt vorbei.
Jetzt war er insgesamt ängstlicher und unsicherer. Rauschte hinter ihm während eines Spazierganges Wind durch die Bäume, drehte er sich immer wieder beunruhigt um.
Seine Mutter stellte ihm folgende Mischung zusammen, die Torsten nun 3-5x täglich nimmt und auf deren Einnahme er besteht:


Mimulus –  gegen die Angst vor Hunden


Aspen – gegen die Verfolgungsangst, das immer wieder Umschauen nach rückwärts
Larch – gegen das verringerte Selbstbewusstsein
Gentian – um Rückschritte verhindern
Walnut – als „Kettensprenger“, um der Situation „Hund“ neu und unbefangen begegnen zu können
Chestnut Bud - wenn immer wieder in derselben Situation blockiert wird


In Stresssituationen, zum Beispiel wenn er auf dem Gehweg an einem Hund vorbeigehen sollte, bekam Thorsten einen Rescue Tropfen (Bachblüten-Notfallmischung) unter die Zunge.
Schon nach zwei Tagen entspannte sich die „Situation Hund“ zunehmend. Nach zwei Wochen ging Thorsten auch wieder auf Hunde zu, um sie zu streicheln.


Trauer über Tod des Dackels


Die Oma Hedwig einer ehemaligen Studienkollegin, litt sehr unter dem Tod ihrer geliebten Dackelhündin. Die sonst so fröhliche und rüstige Rentnerin war sehr traurig und verfiel in Resignation. Oft saß sie teilnahmslos am Fenster, schaute gedankenverloren hinaus und registrierte häufig nicht mehr, dass ihre Enkelin zur Wohnungstür hineinkam.


Meine Kollegin wählte für sie folgende Essenzen:


- 3 x täglich nahm Hedwig je 3 Tropfen von folgender Mischung:
- Star of Bethlehem – die Trauer und Traurigkeit
- Clematis – die Teilnahmslosigkeit und Geistesabwesenheit
- Gorse –  die Resignation


Nach 14 Tagen konnte Hedwig wieder zu ihrer alten Fröhlichkeit zurückfinden und war wieder guter Dinge. Sie nahm jetzt immer den kleinen Hund ihrer Nachbarin, die den ganzen Tag arbeiten musste,  in Pflege.

Weitere wirkungsvolle Selbsthilfemethoden sind:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Merdian-energie-technik-MET

Vegane und vegetarische Ernährung