LEIDENSCHAFT reicht nicht aus für eine Partnerschaft

Conny Fies, Heilpraktikerin, Meridian-Energie-Therapeutin, Steinheim an der Murr
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Vielfach sind es gerade die Eigenschaften, die Verliebte so anziehend für den Partner machten, genau die Eigenschaften, die im Alltag dann ein harmonisches Miteinander verhindern.
Genauso verhielt es sich bei Holger S. und seiner jungne Frau Sybille, die sich über alles liebten und die dennoch nicht miteinander auskommen konnten, die sich gegenseitig das Leben zur Hölle machten.
Ich wohne in Steinheim/Murr, unweit von Stuttgart, wo ich auch meine Naturheilpraxis betreibe. Es hat sich im Laufe der Jahre durch mehrere Zufälle ergeben, dass ich bevorzugt mit Energetischen Therapien arbeite. In diesem Rahmen berate und behandle ich oftmals Familien in Bezug auf Kindererziehung und damit auch die Eltern als Paar oder die Elternteile einzeln.
Ich bin selbst immer wieder verblüfft, wie leicht es oft ist, eine Familiensituation zu „entschärfen“, die soeben noch zu eskalieren drohte.


Es spricht sich herum, wenn Ungewöhnliches geschieht


So hat es sich irgendwie herumgesprochen, dass die von mir angewandte Behandlungsmethode des Meridianklopfens schnell und überaus effektiv wirken kann, so dass sich immer mehr Menschen hilfesuchend an mich wenden, wenn es Probleme innerhalb der Familie gibt, die sie nicht selber lösen können.
Ziemlich überrascht aber hat es mich, als mich vor einiger Zeit jemand in meiner Stammboutique in Stuttgart, in der ich gelegentlich vorbei schaue, ansprach. Es war eine Dame, die ich etwa auf mein Alter schätzte. Erst auf den zweiten Blick erkannte ich sie als meine Schulkameradin Ute wieder, die ich viele Jahre nicht gesehen hatte. Sie bat mich, einen Kaffee mit ihr trinken zu gehen, sie hätte ein Anliegen. Zwar war ich zeitlich gerade etwas eng, aber ich wollte sie nicht enttäuschen und war auch gespannt, was sie von mir erwartete.
In einem netten Cafe´ in der Nähe erzählte mir Ute, dass sie über gemeinsame Bekannte erfahren habe, dass ich schon lange als Heilpraktikerin tätig sei und erfolgreich auch streitende Paare berate. Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter nämlich hätten große Probleme miteinander und sie hätte nun Angst, dass diese sich trennen würden.


 „Dabei lieben sie sich heiß und innig, noch nach sieben Jahren, die sie ja schon zusammen sind“.


versicherte Ute mir. „Aber sie streiten sich wie die Kesselflicker und das beinahe immer, wenn sie miteinander umgehen“, das sei kaum auszuhalten. Auch nicht für dritte, die dem beiwohnen müssen.
„Ich treffe keine Entscheidungen für meine Patienten und gebe kaum Ratschläge“.
das erklärte ich meiner Schulkameradin und dass ich meine Aufgabe als Therapeutin nicht darin sähe, Streit zu schlichten. Wohl aber hätte sich die Methode des Meridianklopfens als hilfreich dabei erwiesen, überschießende Gefühlsausbrüche „zu normalisieren“ und die Kontrahenten wieder in die Lage zu versetzen, nüchtern nachzudenken und eine Situation stressfrei zu beurteilen.
Das wichtigste Ziel aber sei es, den beiden wieder zu ermöglichen, einander mit Respekt zu begegnen. Denn wenn es zu gegenseitigen Beschuldigungen kommt und jeder will immer als Sieger aus der Debatte hervor gehen, ist oft Schluss mit Diplomatie und einem freundlichen Umgangston.
Ute schien sich sehr für die von mir geschilderte Vorgehensweise zu interessieren und war sicher, dass sie „ihre Kinder“ bewegen könnte, mich zu konsultieren.
Ich bat sie, keinen Druck auszuüben. Vielmehr bot ich eine unverbindliche Beratung an und wollte dem jungen Paar dann freistellen, eine Therapie bei mir zu beginnen und mit mir gemeinsam eine bessere Situation für die Ehe zu erarbeiten.
Klar sein müsse jedenfalls, dass es nicht das Ziel der Therapie sei, eine Ehe unter allen Umständen zu „retten“.
Entscheidung träfen die Paare grundsätzlich selbst, ohne Beeinflussung von außen. Ich wolle vielmehr mit den Beteiligten gemeinsam klären, wie es zu den Aggressionen und die Wut aufeinander kommen konnte und was damit bezweckt werden soll.
Klar muss dann wieder herausgearbeitet werden, welche Gemeinsamkeit es noch zwischen den beiden gibt und welchen Wert diese für das Gegenüber noch haben.
Und eine solche Betrachtung ist erst wieder möglich, wenn die Gefühle bei den einzelnen Themen, die immer wieder Zündstoff waren, genau angeguckt und ihnen die negative Substanz entzogen werden kann.
Beim Abschied von Ute hatte ich das Gefühl, dass sie kaum erwarten konnte, Sohn und Schwiegertochter von einem Gespräch mit mir zu überzeugen.


Arbeit mit dem jungen Paar


Schon am Folgetag rief Ute an und vereinbarte mit mir einen Termin, zu dem ich erst einmal nur die junge Frau, Pauline B. bestellte. Das Gespräch mit ihr verlief interessant. Sie erzählte auf meine Bitte von ihrer Ehe und sprach liebevoll von ihrem Mann.
Eventuelle Probleme bagatellisierte sie und versicherte, dass es sich nur um „Alltagskram“ handele, wie er sicher in jeder Ehe vorkäme. Aber im Moment wäre man ein wenig fest gefahren und bräuchte Hilfe. Auf keinen Fall wolle man sich trennen, denn sie gehörten zusammen und wollten das auf jeden Fall bleiben.
Auf meine Fragen nach Beispielen für die Dissonanzen, kam es doch zu einer ganzen Reihe von Themen, bei denen es offenbar zu keinen Einigungen kommen konnte. Ich bat meine Klientin, mir zu den einzelnen  Punkten ihre Gefühle dabei zu schildern, die wir gleich beklopften, wie zum Beispiel:


- dass es sie nervte, weil er immer unpünktlich war
- dass es sie so ungeduldig machte, dass er ewig so unordentlich war
- dass es sie ärgerte, dass er sie bei allen Leistungen immer übertreffen wollte
- dass es sie enttäuschte, dass er sie nie für irgend etwas lobte
- dass sie ihn verachtete, weil er sich selber niedermachte, weil sie mehr verdiente als er
- dass sie Angst hatte, dass er sie verlassen könnte
- dass sie befürchtete, sie könnten ihre Problem nicht überwinden
- dass sie sich selbst dafür hasste, dass sie ihm gegenüber so unnachsichtig war
- dass sie ratlos sei, weil sie sich bei den kleinsten Anlässen stritten
u.a.m.


Frau Pauline, die mich so selbstsicher glauben machen wollte, es wären nur Kleinigkeiten, die es in ihrer Ehe zu klären gäbe, war längst in Tränen aufgelöst.
Sie sagte, dass es sie selbst überraschte, wie bewegt sie sei und dass es wohl doch eine ganze Menge von Problemen gäbe, die unterschwellig vorhanden waren.
Auf meine Frage, wie sie sich jetzt fühle, versicherte sie, dass sie sich irgendwie gereinigt vorkomme. Sie sei froh, dass sie es gewagt habe, damit zu beginnen, über ihre Ehe ernsthaft nachzudenken. Sie sei nun bereit alles aufzurollen, was einem besseren Zusammenleben mit ihrem Mann entgegenstehe.
Den nächsten Termin aber wollte ich erst einmal mit dem Ehemann vereinbaren.
Bei dem Treffen mit Edwin B., wiederholte sich das gleiche Spiel, was ich schon bei der jungen Frau erlebt hatte. Eheprobleme gäbe es nicht wirklich, die paar Kleinigkeiten, die bei ihnen Streitpunkte waren, müsste man doch leicht in den Griff bekommen können, so sein Kommentar.


Auf meine Bitte, mir die Gefühle zu den einzelnen Streitpunkten zu schildern, beklopften wir gleich jedes Mal auf der Stelle:


- den Ärger, weil sie so pedantisch war
- die Wut, weil sie ihm immer Fehler nachweisen wollte
- die Ohnmacht, weil sie immer raushängen ließ, dass sie erfolgreicher war als er
- der Ärger, weil sie von ihm Hausarbeit verlangte
- der Ärger, weil sie keine Putzfrau im Hause haben wollte
- der Neid, wenn sie im Beruf so geehrt wurde
- die Eifersucht, wenn sie mit anderen Männern unverhohlen flirtete
- die Versagensängste, weil er das Gefühl hatte, ihr nicht zu genügen
u.a.m.


Ich erlebe es sehr oft, dass auch Männer tief bewegt sind, wenn sie sich zu ihren Gefühlen bekennen und diese beim Beklopfen intensiv erleben. So fiel es auch diesem jungen Ehemann gar nicht so leicht, seine Tränen zurück zu halten.
Edwin war also berührt von dem Erlebten und wollte sich auf eine intensive Arbeit an seiner Ehe einlassen.


Die nächsten Sitzungen verbrachten wir zu dritt


Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich meine Patienten sich selbst beklopfen lasse. Das nennt man Parallelklopfen. Sie sitzen dann mir gegenüber. Nachdem wir uns auf eine Formulierung geeinigt haben, klopfen wir synchron die  Energiepunkte auf den Meridianverläufen durch. Da ich die Formulierung mitspreche, kann sich der Klient ganz auf sein Gefühl konzentrieren und kann einfach meinen Worten und meinen Gesten folgen.
Bei der Paarberatung lasse ich die beiden Partner miteinander diskutieren. Dabei ist erst der eine dran und darf ausführlich über alles reden, was er fühlt, wie er sich fühlt und worunter er leidet, später dann der andere. Ich hake bei jeder Gefühlsäußerung ein und wir drei beklopfen gemeinsam das akute Befinden dabei. Zum Beispiel:


- Ich fühle mich immer in die Ecke gedrängt, wenn wir uns mit Freunden treffen
- Ich habe immer den Eindruck, dass Du Dich in den Vordergrund spielst
- Ich fühle mich von Dir immer untergebuttert
- Ich fühle mich ausgeschlossen, wenn wir bei Deiner Familie zu Besuch sind
- Ich leide darunter, dass Du meine Meinung selten berücksichtigst
- es ärgert mich, wenn Du eine Stunde mit Deiner Freundin telefonierst
- Ich bin sauer, wenn Du Einladungen für uns annimmst, ohne mich zu fragen
u.v.a.m.


Ich achte darauf, dass erst der eine Partner seine Seelenlast beschreiben kann, ohne dass der andere ihm dazu Kommentare gibt. Vielmehr nehmen wir jedes aufkommende Gefühl ernst und beklopfen es gemeinsam. Der Klient darf sich so lange äußern, wie er mag.
Bei der nächsten Sitzung dann geht es um die Gefühle des anderen, die ebenfalls unwidersprochen geäußert werden dürfen.
Ohne dass ich es noch erklären muss, wird offenbar, dass es hier nicht um „Recht haben“ geht, sondern alleine darum, welche Gefühle jemand bei den Worten oder den Handlungen des anderen hat.
Durch das Beklopfen aller Gefühlsregungen, die aufkommen, sind diese jedoch „entschärft“ und lösen nicht mehr die starke Re-Aktion aus, die vorher grundsätzlich zu Streit und Ärger geführt hat.
Wir haben innerhalb weniger Wochen erreichen können, dass die beiden Ehepartner wieder harmonisch miteinander umgehen können. Dafür haben wir zum Schluss eine Sitzung genutzt, bei der jeder Punkt, der beim Partner begeistern konnte, „hochgeklopft“ wurde.
Dabei nutzen wir die Prägungen an das Unterbewusstsein, die wir zum Teil über den Thymus, aber auch über das Klopfen der Handkante erreichen können. Dazu formulierten wir, was die beiden Partner abwechselnd dazu äußerten. Beispiele:


Ich liebe meinen Partner weil er/sie:


so klug, charmant, nachsichtig, liebevoll, attraktiv, besorgt, einzigartig, frech, schlagfertig, witzig, ehrgeizig, überlegen, schwach, bezaubernd u.s.w. ist.
Diese letzte Übung erhielten meine beiden jungen Leute als tägliche Hausarbeit. Sie sollten sich jeden Tag einmal sagen weshalb sie sich so liebten.
Das ist ein Zauberrezept, welches die Begeisterung füreinander frisch hält.
Ich habe von Ute gehört, dass es dem jungen Paar inzwischen recht gut miteinander geht. Das freut mich sehr und macht mich schon ein wenig stolz.
Dennoch möchte ich nicht verhehlen, dass es langfristig wesentlich effektiver wäre, wenn beide noch weiter, jeder für sich, an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung arbeiten würden.
Das Verhalten zueinander ist jetzt einem respektvollen Umgang miteinander gewichen. Dies, weil beide nicht mehr diese heftigen Aggressionen als Re-Aktion auf das Verhalten des anderen haben. Dennoch wäre es gut, wenn hier noch sorgfältig aufgedeckt würde, woher es denn überhaupt zu solchen wilden Gefühlen gekommen war. Wo findet sich der Grund für unsere Persönlichkeit, für bestimmte Gefühle, für fest eingeprägte Muster und wie können sie aufgelöst werden.
Eine solche Lösung von allen Blockaden führt erst zu wahrer emotionaler Befreiung.
Für das Zusammenleben bedeutet eine solche Freiheit auch ein Loslassen von Abhängigkeiten. Die Partnerschaft erhält eine andere, eine unabhängige Qualität.
Ich habe es immer wieder erleben dürfen: Klienten, die sich auf eine solche Suche nach sich selbst eingelassen haben, fühlen sich von riesigen Lasten befreit von denen sie gar nicht gewusst hatten, wie schwer sie daran getragen haben.


Empfohlene Selbshilfetechniken:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET

Vegane und vegetarischer Ernährung