Der aufrechte Gang und der leichte Schritt

Conny Fies, Meridian-Energie-Therapeutin, Steinheim an der Murr
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Diese beiden Begriffe können durchaus schicksalsbestimmend sein. Einen direkten Einfluss auf unser Körperempfinden haben sie auf jeden Fall.
Es gibt Zeiten im Leben, da will es einem nicht so recht gelingen, sich erhobenen Hauptes durchs Leben zu bewegen. Da mag man nur noch schleichend seinen Weg gehen, qm liebsten  gram- oder schmerzgebeugt.
Ganz genauso ging es Carola P., einer meiner Patientinnen, die mich wegen ihrer chronisch gewordenen Bronchitis aufsuchte. Es war ihr anzusehen, wie schlecht sie sich fühlte. Ich hatte sie einige Jahre nicht gesehen, aber in dieser Zeit schien sie auffallend gealtert. Dabei, wie ich aus ihrer Karteikarte entnehmen konnte, war sie nicht älter als 46 Jahre.
Als ich sie nach ihrem Ergehen fragte, standen ihr gleich die Tränen in den Augen. Sie berichtete mir nun von allen ihren Beschwerden, von denen sie sich gequält fühlte. Dazu gehörten heftige Rückenschmerzen. Aber auch ihre Kniegelenke machten ihr sehr zu schaffen. Und in letzter Zeit auch die Finger. Ein Orthopäde hatte ihre fortschreitende Arthritis bescheinigt.
Frau P. wollte sich mit solcher Diagnose nicht zufrieden geben. Sie hatte sich genau darüber aufklären lassen, dass von schulmedizinischer Seite her, offenbar keine Therapien gegen den schwindenden Abbau ihrer Knorpel und Knochen geboten würden. Das vernichtende Urteil „chronisch“ und „genetisch angelegt“ bekam sie jedesmal von ihren Ärzten zu hören.
Meine Patientin war sehr niedergeschlagen, als sie mich aufsuchte. Denn neben den Knochenbeschwerden litt sie auch an Schlaflosigkeit und hatte immer öfter Magenschmerzen und oft rasende Kopfschmerzen.
Nach der Seelenlage von Frau P. musste ich nicht fragen. Ihre gebeugte Haltung, ihr schleppender Gang und der traurige Gesichtsausdruck ließen ahnen, dass sie von einer ausgewachsenen Depression nicht weit entfernt war, oder sogar mitten drin steckte.
Nun erkundige ich mich in einem solchen Fall auch immer nach der persönlichen, familiären Situation eines Patienten.
Als mir Frau P. ihre Geschichte erzählte, wurde offenbar, welches wohl die wahren Ursachen ihres Befindens waren.
Es stellt sich praktisch immer heraus, dass ein Beschwerdekreislauf in enger Beziehung zueinander steht.  Das heißt, körperliche Probleme ziehen seelische nach sich und umgekehrt.
Was aber ist für eine Krankheit der ursprüngliche Auslöser? Ist es ein seelischer Schock, aus dem ein belastendes Trauma zurückblieb, oder war ein Unfall, ein Sturz, den man vielleicht längst vergessen hatte, Schuld daran, dass der Rücken nicht im Lot blieb, Gelenke ungleichmäßig belastet wurden und sich einseitig abnutzten?
Letztendlich kann eine schlechte Körperhaltung Mitverursacher für mögliche Beschwerden sein. Freilich ist es wichtig, Gründe für die aktuelle Befindlichkeit eines Patienten zu ermitteln. Dabei wird man nicht immer zu hundert Prozent fündig.
Immer aber kann man dort helfen zu regulieren, wo es offenkundig zu Fehlern in der Lebensführung gekommen war.


Wo aber anfangen?


Eigentlich ist es ganz gleichgültig, an welcher Stelle man aussteigt aus dem Teufelskreis der falschen Gewohnheiten. Wichtig und richtig allein ist, dass der Kampf aufgenommen wird. Resignation lasse ich grundsätzlich nicht gelten. Fast immer gibt es die Möglichkeit zu lindern, zu bessern, oder zu heilen. Und genau das sagte ich auch meiner Patientin.
So erarbeiteten wir gemeinsam einen ganzen Maßnahmekatalog.


Die Körperhaltung


- Die allererste Maßnahme sollte sein, dass die Patientin ab sofort ihrem Geist demonstriert: „ich bin im Lot!“
- Dafür sollte sie ab sofort vollkommen aufrecht gehen, mit weit ausholenden, aber leichten Schritten. Das signalisiert: „mir gehört die Welt und ich gehe einen leichten Weg!“
- Sie sollte ihren Blick weiträumig schweifen lassen. Das besagt: „ich betrachte mit Interesse meine Umwelt!“
Als wir das in der Praxis übten, musste Frau P. lachen, denn sie schritt recht steifbeinig mit starrem Blick, wie eine Marionette durch den Raum.
Wir waren uns darüber einig, dass der lässige, der elastische Gang, noch etwas geübt werden müsste, bis das Gehirn es wie gehabt registriert hat:
 „Mein Mensch ist frei und sorglos. Er geht gelassen und voll Zuversicht seinen Weg. Pläne gelingen, Gesundheit für Körper und Seele ist ein Selbstverständnis.“
Das Unterbewusstsein reagiert auf äußere Reize
Ich erklärte meiner Patientin, dass unser Unterbewusstsein uns grundsätzlich behilflich sein will. Dabei reagiert es auf einfache, ja naive Signale. Ein Beispiel dafür ist das Denken und ist die Sprache. Sagen und Denken wir, dass uns nichts gelingt, bemüht sich das brave Unterbewusstsein auf der Stelle, uns dabei zu unterstützen, ja nicht erfolgreich zu sein.
Betonen wir hingegen in allen Dingen Zuversicht, gibt sich das Unterbewusstsein Mühe, alles zu tun, damit wir unsere Ziele erreichen. Es macht uns stark und unbesiegbar.
Was die Haltung damit zu tun hat?
Sie ist erstes und wichtigstes Zeichen dafür, dass wir „im Lot“ sind. Ein aufrechter Gang zeigt eine straffe Geisteshaltung für einen selbst und für andere. Wer zweifelt schon am Charakter und auch dem Durchsetzungsvermögen eines Menschen, der mit stolzem Gang seinen Weg geht.


Die Seele muss ebenfalls aufgerichtet werden


Frau P. hatte mir von ihrem Kummer erzählt, von ihrer Enttäuschung über den untreuen Ehemann, der sie wegen einer Jüngeren verlassen hatte und auch über die erwachsenen Kinder, die gegen ihn nicht Stellung bezogen hatten. Noch dazu verlor Frau P. ihren Freundeskreis, der sich feiger Weise für ihren Mann und dessen Neue entschieden hatte.
Meine Klientin fühlte sich verraten, einsam und krank.
Auf mein Befragen stellte sich heraus, dass die Bronchitis genau zu dem Zeitpunkt entstanden war, als diese ganzen Geschehnisse eskalierten.
Bronchitis ist oftmals ein Ventil für familiäre Situationen, in denen absolute Ohnmacht verspürt wird, in denen Betroffene keinen Ausweg für sich sehen, sich von den Geschehnissen regelrecht überholt fühlen.
Solche Zusammenhänge erklärte ich meiner Frau P.. Um ihre Resignation, aber auch die noch immer vorhandene Wut auf den Verflossenen und ihre Trauer über das Verlorene aufzulösen, verschrieb ich der Patientin Bachblüten, die wir gemeinsam bestimmten. Zusätzlich verabredeten wir uns zu einigen Sitzungen mit Meridianklopfen. Dabei arbeiteten  wir an ihrer Angst, zum Beispiel:


- Angst vor dem Alleinsein
- Angst vor Armut im Alter
- Angst, dass ihre Kinder ihr verloren gehen
- Angst, dass ihre Freundin sie auch im Stich lässt
- Angst, im Beruf nicht mehr gefragt zu sein
- Angst, nie wieder einen Partner zu finden
- Angst, die gesundheitlichen Beschwerden nicht überwinden zu können


Mit jeder Sitzung fiel es Frau P. leichter, sich aus der gebückten Haltung aufzurichten. Nur wenn sie sich ganz unbeobachtet wähnte, fiel sie manchmal noch etwas in sich zusammen.


Ohne Medikamente


Bewusst sah ich davon ab, den Weg zur Heilung der Bronchitis und der anderen Beschwerden von Frau P. medikamentös zu unterstützen. Ich war sicher, ihre Probleme rührten allein aus ihrer Seelenlage. Die Patientin sollte bewusst erleben, dass sie selbst  dieses Befinden verändern kann.


Hausaufgaben


Frau P. wollte aktiv mitarbeiten an ihrer Gesundheit. Dafür stellte ich ihr nun folgende Aufgaben, die täglich zu erfüllen waren:


- 12x Thymusklopfen mit der Formulierung „Es geht mit gut, es geht mir von Tag zu Tag immer besser“
- Jeden Morgen die „5 Tibeter“ machen
- 5 Tassen Thymian-Spitzwegerich-Tee trinken
- Einen langen Spaziergang machen
- Viel Wasser trinken
- Viel Obst, Gemüse und Salat essen


Zusätzlich empfahl ich ihr, sich einer Gruppe anzuschließen, die regelmäßig etwas unternimmt.
Meine Klientin hatte den dringenden Wunsch, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Aus diesem Grund befolgte sie alle meine Vorgaben. So berichtete sie mir an jedem Termin, den wir in meiner Praxis verabredeten, von ihren neuen Aktivitäten.
Ich staunte nicht schlecht, als ich hörte, wie aktiv die Dame nun war.
So hatte sie sich dieser netten Nordic-Working-Gruppe angeschlossen, die von einem Sportgeschäft organisiert war.
Sie traf sich wieder regelmäßig mit ihren Freundinnen, vor allem mit ihrer besten Freundin. Vor allem sah Frau P. jetzt ein, dass niemand große Lust hatte, sich mit einem ewigen Trauerkloß zu umgeben denn genau das war sie die ganze Zeit gewesen.
Um sich fachlich weiterzubilden, entschloss sich Frau P. ihr Englisch aufzufrischen, um sich für ihren Beruf als Sekretärin weiter zu profilieren. In der Abendschule war sie auf unerwartet nette Leute gestoßen, die bereits außerhalb des Seminars eine Übungsgruppe gebildet hatten. Dieser Gruppe schloss sie sich ebenfalls an.
Es war mir eine Freude, mit anzusehen, wie sich meine Patientin entwickelte. Das konnte man nun auf den ersten Blick an ihrer neuen Haltung erkennen. Von wegen gebückt, wie zusammengezogen. Sie ging nun aufrecht und stolz.
Auf mein Befragen äußerte sie aber, sich öfter noch zur Ordnung rufen zu müssen. Immer wenn sie sich dabei ertappte, wieder zusammenzufallen, straffte sie rasch die Schultern und streckte den Scheitelpunkt zum Himmel.
Das war der allerwichtigste Rat, sagte sie, die Haltung wirkt bei mir tatsächlich wie ein Signal. Jetzt lege ich auf der Straße, zum der Passanten, manchmal zwischendurch einen Tanzschritt ein.
Mein Unterbewusstsein weiß dann, es ist Leichtigkeit angesagt:“
Kleine Maßnahmen, große Wirkung!
Der beste Beweis für eine solche Philosophie ist meine Patientin Frau P..
Es müssen nicht immer die riesigen Eingriffe, die aufwändigen Medikamente sein, um Körper und Seele eines Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „aufzurichten“.


Empfehlenswerte Selbsthilfemethoden:
www.Meridianklopfen-lernen.de

Japanisches Heilströmen

Meridian-energie-technik-MET

vegane und vegatarische Ernährung