RESILIENZ ist das Geheimnis der "Stehaufmännchen"

Elfi Sinn, Heilpraktikerin und psychologische Beraterin, Berlin
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Hilfe und Tipps für den Umgang mit Krisen


Manche Menschen werden von relativ unwichtigen Ereignissen aus ihrer Bahn geworfen, andere dagegen verkraften schwere traumatische Erlebnisse verblüffend gut. Was ist  es, was diese Menschen von anderen unterscheidet, was sie immer wieder aufstehen und weitermachen lässt? Ganz offensichtlich verfügen sie über besondere Schutz- und Heilmechanismen, sowohl für den Körper, als auch für die Seele.
Einige wenige sind vermutlich schon als emotionale Stehaufmännchen geboren, andere haben sich Resilienz (Widerstandskraft, Unverwüstlichkeit) antrainiert. So nämlich bezeichnet man die psychische und physische Stärke, die Menschen in die Lage versetzt, Lebenskrisen, wie schwere Krankheiten, Unfälle, Missbrauch, Verluste und Trennungen zu überwinden, ohne in Bitterkeit, Groll oder Depression zu verfallen. Das ist sicher nicht einfach, aber wie man mit Verletzungen, Kränkungen und Ablehnungen zurechtkommt oder das Scheitern von Projekten, Zielen und Plänen verarbeitet, ist wichtig für Wohlbefinden und Lebensglück.
Während andere resignieren, eröffnen sich Resilienten gerade in solchen Situationen neue Einsichten und Chancen, die wieder bergauf führen.
Resilient ist man also, wenn man sich wie Münchhausen am eigenen Zopf aus dem Sumpf der lähmenden Emotionen herauszuziehen vermag.
Das kann jeder mit etwas Unterstützung lernen, so wie meine Klientin Betty, die von einer Freundin zur Beratung gedrängt wurde, weil sie nun schon einige Wochen total am Boden zerstört war.
Betty war mit Anfang Zwanzig, verliebt in einen Hochschuldozenten, aus den USA mit nach Deutschland gekommen. Nachdem sich Sohn Jerry angemeldet hatte, heirateten sie und seitdem hielt sie sich für eine glückliche Ehefrau, die auch finanziell gut versorgt war.
Jetzt mit Anfang Dreißig hatte sich das alles in Luft aufgelöst. Ihr Mann, der sie offensichtlich schon seit Jahren betrog, hatte nach einer heftigen  Auseinandersetzung  ihre gemeinsamen Konten geräumt und sich mit seiner gegenwärtigen Geliebten sowie einigen Forschungsergebnissen ins Ausland abgesetzt.
Betty hatte nichts bemerkt, sondern war erst durch die Polizei darauf  gestoßen.
Damit nicht genug. Auch die Kreditverträge, die er sie vor einiger Zeit, mit nichtssagenden Begründungen hatte unterschreiben lassen, waren ausgezahlt, so dass sie jetzt nicht nur ohne Mittel, sondern auch noch mit Schulden dastand.
Und auch bald ohne Unterkunft, wie sie erschrocken feststellen musste. Denn der Mietvertrag für die universitätseigene Wohnung lief in drei Monaten ab.
Betty erlitt einen schweren Schock. Zunächst nahm sie gar nichts mehr wahr, so als würde sie neben sich stehen. „Ich höre immer noch alles, wie durch Watte. Mein Leben ist wie ein Kartenhaus zusammengebrochen, einfach so“.
 „Ich kann nicht einmal weinen. Wenn mein Sohn nicht da wäre, würde ich morgens nicht einmal mehr aufstehen wollen. So sinnlos ist alles.“
Wer Betty heute erlebt, kann sich nicht vorstellen, dass diese energievolle, lebenssprühende Frau eine solche Zeit durchgemacht hat.
So, wie sie, kann jeder lernen, unbeschadet mit schwierigen Zeiten und Ereignissen fertig zu werden.
Die Buchstaben des Wortes  K r i s e  symbolisieren, mit welchen Schritten jeder Resilienz entwickeln und aus einer Krise neue Chancen entstehen lassen kann.
Sie eignen sich als Regeln für ein gutes Krisenmanagement bei kleineren oder größeren Katastrophen, egal ob man Kaffee über den Laptop geschüttet hat, die Kreditkarte gestohlen wurde, die Kündigung im Briefkasten liegt oder die 15-jährige Tochter schwanger ist.


K – Korrekt analysieren, R – Richtig werten, I – Immer Ruhe bewahren S – Situation aktiv beeinflussen E – Entbitterung


Korrekt analysieren


Resiliente Menschen gehen an schwierige Situationen grundsätzlich optimistisch heran. Das bedeutet nicht, sich einen Riesenverlust schönzureden, sondern anzuerkennen, was passiert ist, ohne gleichzeitig alles andere abzuwerten.
Sie halten an ihrer Überzeugung fest, dass es wieder besser werden kann. Betty war das am Beginn unserer Zusammenarbeit noch nicht möglich. Sie brauchte zunächst, das homöopathische Mittel Arnica montana in einer hohen Potenz. Es hilft nach einem körperlichen oder emotionalen Schock, wieder zu sich zu kommen. Nach einigen Mentalfeldbehandlungen zur Linderung der heftigsten seelischen Traumata, war sie wieder in der Lage, über den nächsten Tag hinauszudenken und eine Bestandsaufnahme zu machen.
Um auch im Gefühlschaos einigermaßen korrekt zu analysieren, hilft es, ein schlimmes Ereignis wie auf einer Belastungsskala einzustufen und mit anderen zu vergleichen. Das relativiert meist schon, zum Beispiel ist ein verbranntes Essen lange nicht so schlimm, wie ein Wohnungsbrand. Vor Betty lag zwar ein Riesenberg, dennoch war sie froh, dass sie ihren Sohn noch hatte, dass beide gesund waren und sie sich auf gute Freunde verlassen konnte, die auch bereitwillig halfen. Damit schien vieles machbarer zu werden.


Richtig werten


Resiliente Menschen grübeln nicht ständig über die Ungerechtigkeiten des Lebens. Sie fragen sich nicht tage- oder nächtelang: warum passiert das gerade mir? Sie gehen eher flexibel und lösungsorientiert an eine schwierige Lage heran.
Betty musste sehr schnell lernen, dass ihre Schuldgefühle sie nicht weiterbrachten.
Mit der Fragestellung: und was dann? spielten wir alle Möglichkeiten durch, bis sie erkannte, dass sie gegen soviel kriminelle Energie wirklich keine Chance hatte. Deshalb brauchte sie auch keine Selbstvorwürfe nach dem Motto: hätte ich doch ..., sondern alle Konzentration darauf, die dringendsten Probleme zu lösen. Das tat sie anfangs nur für ihren Sohn, aber mit jedem dieser Schritte wurde sie sicherer, konnte sich innerlich wieder aufbauen und sich schließlich selbst vergeben.


Immer Ruhe bewahren


Resiliente Menschen lassen ihre Gefühle zu, weil sie wissen, dass Wut, Trauer und Enttäuschung nicht sofort vergehen. Sie lassen sich aber davon nicht vom Handeln abhalten. Sie schaffen es, ihren Kummer zu kanalisieren, statt zu explodieren. Sie steigern sich weder in hysterische Reaktionen, wenn etwas schief geht, noch schmeißen sie alles hin.
Sie ziehen sich auch nicht zurück, um irgendwo alleine vor sich hin zu brüten, sondern sprechen mit Freunden oder Familie und lassen sich helfen..
Als Betty die 5. Absage bei der Wohnungssuche erhielt, lernte sie die Vorteile des Strömens der Stirnpunkte (EP 20A auf der höchsten Stelle der Stirnhöcker) schätzen.


Energiepunkt gegen Stress


Egal, worum es geht, das Halten dieser Punkte mit den Fingerspitzen, während man an das Problem denkt, lässt uns auch im dicksten Stress entspannen und hilft das Großhirn, unsere Denkzentrale, wieder zu aktivieren. Erst dann sind wir wieder in der Lage, kreativ zu denken und Lösungswege zu finden.
Betty half das, neue Ideen zu entwickeln und schließlich mit Hilfe eines Freundes an eine nette und bezahlbare Wohnung zu kommen.


Situation aktiv beeinflussen


Resiliente Menschen denken in einer Krisensituation nicht so lange über das Problem nach, sondern bereits über Lösungswege. Während andere noch jammern, haben sie meist schon Plan B im Hinterkopf. Ihre innere Kraft zeigt sich vor allem darin, dass sie vor Schwierigkeiten nicht zurückschrecken, sondern sich ihnen stellen.
Dazu nutzen sie nicht nur alles, was sie an eigenen Fähigkeiten haben, sondern auch äußere Ressourcen, wie die Familie, Freunde oder Beziehungen.
Für Betty kam es darauf an, die anfängliche Lethargie zu überwinden und ins Handeln zu kommen, dann zeigte sich, dass sie durchaus kämpfen konnte.
Für die dringlichsten Sachen erarbeiteten wir einen Maßnahmeplan. An erster Stelle stand, einen Job zu finden, um nicht weiter von der Unterstützung ihrer Freunde leben zu müssen und Geld für eine neue Wohnung zu haben.
Betty fand allerdings, dass sie ohne Ausbildung keine Chance habe. Deshalb listeten wir alles auf, was sie gut konnte und gerne machte. Es zeigte sich, dass sie nicht nur dreisprachig, sondern auch auf ihrem Computer  ein Ass war. Sie hatte für ihren Mann nicht nur die Vorlesungsmanuskripte in Form gebracht, sondern auch ständig im Internet recherchiert und so schon weltweit hilfreiche Kontakte aufgebaut.
Daraus entstand die Idee einer Agentur, die über das Internet Betreuungsleistungen für Akademiker und deren Familien sowohl in Deutschland als auch in den USA vermittelt.
So konnte Betty von zuhause aus arbeiten und sich gleichzeitig um ihren Sohn kümmern, der gerade eingeschult worden war. Ihr selbst machte das Riesenspaß, den sie sich auch gut bezahlen ließ: „Ich sorge für alle Dinge, die Wissenschaftlern lästig sind, weil sie Zeit stehlen, zum Beispiel, dass die Großmutter von Dr. Sowieso pünktlich zum Geburtstag ihren Blumenstrauß bekommt, seine Eltern die begehrten Konzertkarten erhalten und er selbst eine aktuelle Recherche zu seinem Fachthema hat. Außerdem buche ich Flüge, Hotels oder Seminare.“


Entbitterung


Resiliente Menschen sind in der Lage, die Wunden der eigenen Seele zu heilen, auch wenn sie durch schlimme Erlebnisse niedergedrückt  werden. Sie verharren nicht in Groll und Bitterkeit, sondern können Kränkungen und Enttäuschungen verarbeiten und loslassen.
Dafür braucht man aber ein ausgewogenes Verhältnis von positiven und negativen Lebenserfahrungen.
Brechen bisherige positive Verstärker weg, müssen die restlichen intensiver genutzt und neue geschaffen werden. Für Betty war diese Phase die härteste und die längste.
Zunächst half ihr das homöopathische Mittel Ignatia amara über die bittersten Enttäuschungen und den Kummer des Betrogenwerdens hinweg.
Nachdem sie die Scheidung eingereicht hatte, verabschiedete sie sich in einem Ritual von ihrem Ex bzw. dem Bild, das sie von ihm hatte.
Sie schaffte es sogar, ihrem geschiedenen Mann nach einiger Zeit zu vergeben.
Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern bedeutet auf Rache und Vergeltung zu verzichten.
Neben Hass bleibt kein Platz für Lebensfreude und die wollte sie für sich und ihren Sohn.
Ihre jetzigen positiven Verstärker, wie die eigene Agentur, die neue Wohnung und vor allem ihr Sohn, der die Ereignisse gut verkraftet und neue Freunde gefunden hatte, stärkten ihr Selbstwertgefühl enorm.
Sie wird an das Negative eigentlich nur noch erinnert, wenn sie den sinkenden Schuldenstand betrachtet. Heute sammelt Betty ganz bewusst glückliche Momente in dem Bewusstsein, aus der schwersten Krise ihres Lebens gleichzeitig die größte Chance gemacht zu haben.


Resilienz
(lat.=zurückspringen, abprallen)
(deutsch=Widerstandsfähigkeit)


ist die Fähigkeit auf wechselnde Situationen flexibel zu reagieren und auch stressreiche, frustrierende oder sonst wie schwierige Lebenssituationen zu meistern.
„Vulnerabilität“: besonders leicht durch äußere Einflüsse seelisch zu verletzende Menschen neigen leicht dazu, psychische Erkrankungen zu entwickeln.
Bei psychischem Problemen kann unterstützen: www.meridianklopfen-lernen.de

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