Mentalleistungen durch Jonglieren gesteigert

Ingrid Schlieske
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Das Jonglieren mit drei Bällen ist in einer einzigen Stunde erlernbar


Es ist auf den ersten Blick verwunderlich, aber Tatsache. Die besten Gedächtnissportler der Welt können jonglieren.
Das Gehirn besteht aus zwei Hälften, auch Hemisphären genannt, die durch einen Balken mit etwa 300 Millionen Nervenleitungen miteinander verbunden sind. Nach experimentellen Befunden, die auf den Nobelpreisträger Roger Sperry zurückgehen, sind diese zwei Hälften für unterschiedliche kognitive (Denk-)Aufgaben zuständig.
Auch wenn dieses Modell stark vereinfacht ist, scheint in der linken Hälfte unter anderem das logische Kombinieren und das abstrakte Denken abzulaufen, wohingegen die rechte Hälfte mehr die kreativen, räumlichen und visuellen Prozesse übernimmt.
Nach meiner Beschreibung der sieben mentalen Faktoren für ein besseres Gedächtnis kann man schon erkennen, dass man für herausragende Leistungen diese beiden Gehirnhälften in optimaler Weise nutzen muss, wobei es insbesondere auf eine schnelle und gute Kommunikation zwischen ihnen ankommt. Genau dieser Kommunikationsaustausch und die Aktivierung des Informationstransfers scheint das Jonglieren zu bewirken – da auch für diese motorischen Aufgaben beide Hemisphären stark aktiv werden müssen.
Übrigens konnte man  sogar in einer bahnbrechenden wissenschaftlichen Untersuchung unter anderem der Universität Jena vor kurzem Erstaunliches zeigen: durchschnittlich 22 Jahre alte Versuchspersonen ließ man drei Monate lang das Jonglieren so gut erlernen, dass sie drei Bälle mindestens eine Minute lang in der Luft halten konnten.
Vermessungen ihrer Gehirne vor und direkt nach dem Training ergaben dann zweifelsfrei, dass zwei Hirnregionen (jeweils zuständig für visuelle räumliche Wahrnehmungen sowie für das Ergreifen von Objekten) deutlich gewachsener waren.
Dies zeigt, wie anspruchsvoll die Tätigkeit des Jonglierens ist und auch, dass man es noch als Erwachsener in der Hand hat, sein „Oberstübchen“ zu aktivieren.
Nach der kurzen Darstellung dieses Hintergrundes sollten wir nun endlich anfangen, es ist nämlich viel leichter, als die meisten Menschen gemeinhin annehmen.
Im Durchschnitt benötigt man etwa ein bis zwei Stunden zum Erlernen der „Drei-Ball-Jonglage“.
Unbedingte Voraussetzung für diesen schnellen Lernprozess ist allerdings die genaue Einhaltung nachfolgend beschriebener Anweisungen. Die Lernmethodik stammt von Olaf Hartmann, einem der führenden Jonglierexperten Deutschlands. Er hat in den letzten zehn Jahren über 10.000 Menschen das Jonglieren in Seminaren und Großveranstaltungen beigebracht.
Dabei kam sein bemerkenswertes Original-Selbstlern-Jonglierset zum Einsatz.
Die wichtigste Voraussetzung, um das Jonglieren zu lernen, ist gutes Material. Das Beste sind echte Jonglierbälle oder Bean Bags, wie sie unter Jongleuren genannt werden. Sie wiegen 120 bis 130 Gramm und sind mit Leinsamen gefüllt. Sie verformen sich beim Aufprall und lassen sich deshalb sehr gut fangen. Gleichzeitig ist das Gewicht ideal, um sie exakt zu werfen.


Kleine Anleitung zum Erlernen der Drei-Ball-Jonglage


Wirf als Erstes einen Ball gerade hoch, etwa 20 bis 30 Zentimeter über deinen Kopf und fange ihn mit der gleichen Hand wieder gut auf. Wiederhole das einige Male hintereinander, bis du das Gefühl hast, du siehst den Punkt, an dem der Ball anscheinend einen Moment in der Luft stillsteht und danach wieder fällt. Wenn du dann schon gut und gleichmäßig werfen kannst, dass du diesen Punkt fünfmal direkt hintereinander ungefähr an der gleichen Stelle siehst, wechselst du die Hand und wiederholst die Übung.
Diese beiden Punkte, die du gesehen hast, markieren die Ecken deiner so genannten „Jonglierbox“ nach oben. Alles, was nun folgt, findet innerhalb dieser Jonglierbox statt.
Wirf den Ball auf einer steilen Flugkurve in die gegenüberliegende Ecke deiner imaginären Box. Dann wirf ihn mit der anderen Hand auf die gleiche Weise in die andere Ecke.
Konzentriere dich auf den höchsten Punkt der Flugbahn und klatsche locker in die Hände, bevor die ihn wieder fängst. Also:
Werfen, Klatschen, Fangen!
Hier ist wichtig, dass du wirklich wahrnimmst, wann der Ball an seinem höchsten Punkt ankommt.


Jetzt sag lauft „Wurf“


Wurf – Händeklatschen, Fangen – Pause
Wurf – Händeklatschen, Fangen – Pause
Wurf – Händeklatschen, Fangen – Pause


In dem Moment, in dem du vorher geklatscht hast, wirfst du den zweiten Ball aus der anderen Hand in die gegenüberliegende Ecke der Jonglierbox.
Danach nimm den dritten Ball hinzu und verfahre mit ihm auf die gleiche Weise, wie mit Ball eins und zwei. Jonglieren zeigt uns auf einzigartige Weise, wie Lernen funktioniert. Wenn man etwas Neues lernt, sich eine neue körperliche Fertigkeit aneignet, eine neue Sprache oder ein neues Wissensgebiet erschließen will, sind es die gleichen Faktoren wie beim Jonglieren, die für den Erfolg ausschlaggebend sind: man muss als erstes auf das Neue offen zugehen, mit Mut und Überzeugung sich auf die neue Sache einstellen, die Dinge in die Hand nehmen und sich mit dem Ungewohnten vertraut machen.
Schritt für Schritt ist besser als alles auf einmal – man beginnt mit einem Ball und nicht mit dreien.
Zu guter Letzt ist Jonglieren ein Weg, das Gehirn und den Körper beim Lernen frisch zu halten.
Jonglieren fördert die Sauerstoffaufnahme und den Dopaminausstoß. Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter und wird auch als Glückshormon bezeichnet, der stark dafür verantwortlich ist, wie gut die Gedanken in unserem Kopf fließen und wie viele der aufgenommenen  Informationen später wieder abrufbar sind.
In einer Studie der Universität Würzburg konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßiges Jonglieren das Gehirn sogar wachsen lässt.
Jonglieren ist ein faszinierender Weg, zu beobachten, wie Lernen an sich funktioniert. Durch regelmäßige Jonglierpausen kannst du dich in kurzer Zeit erholen und deine körperliche Lernfähigkeit verbessern.
Und last but not least macht Jonglieren einfach sehr viel Spaß.


Das jonglierende Genie


Im Jahr 2001 ist eines der größten mathematischen Genies des letzten Jahrhunderts im Alter von 84 Jahren gestorben: Claude Elwood Shannon. Er hat erstmals das Bit als Einheit einer Informationsmenge definiert und kann mit der von ihm entwickelten Informationstheorie als Begründer der weltweiten Internetkommunikation gelten. Er steckte voller Ideen und war ein „verrückter Kopf“. Noch in hohem Alter konnte man ihn bis in die späten Abendstunden in den Universitätsräumen finden. Wenn er wieder geistig wacher und kreativer werden wollte, sah man ihn zuweilen in den Gängen: auf einem Einrad – mit mehreren Bällen jonglieren!


Kinder lernen spielend jonglieren


Auf der BIOFITNESSFARM im Naturpark Hoher Vogelsberg treffen sich Kinder und Jugendliche in den Ferienzeiten zum Schlankheitsurlaub. Thema Nummer Eins ist natürlich die Ernährung. Die Kiddys erleben, wie mit leckerem, aber gesundem Essen die Pfunde dahinschmelzen. Ein wichtiger Grund für den Erfolg  aber ist auch die Bewegung. Denn sportliche Aktivitäten stehen den ganzen Tag auf dem Programm. Krafttraining formt den Körper, Laufen sorgt für Kondition, Tischtennis trainiert die Reaktionsfähigkeit, Hulahopp erhöht Reaktion und Schnelligkeit. Am Punchingball werden mit Boxhandschuhen Aggressionen abgebaut. Spiele sorgen für Konzentration.
Der Hit aber ist das Jonglieren mit drei Bällen.
Innerhalb einer bis drei Stunden erlernen die Kinder diese Kunst. Damit erhöhen sie automatisch ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit. Es ist erstaunlich, wie positiv sich diese Fertigkeit danach auch auf die schulischen Leistungen auswirken kann.
In solchen Aktiv-Ferien werden die jungen Gäste also nicht nur körperlich, sondern auch geistig „spielend“ fit gemacht.

Unterstützung der geistigen und seelischen Kräfte:

japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET

vegane und vegetarische Ernährung