Die Brunnenkresse (Nasturtium Officinale) - sie schmeckt herrlich und ist gesund


Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Außerdem ist diese außergewöhnliche Heilpflanze ein Gradmesser für Wasserqualität. Sie mag nämlich bevorzugt an Quellen, Brunnen, Bächen, Flüssen und Wassergräben wachsen, in denen sauberes, reines Wasser langsam fließt. Wo sie also zu finden ist, kann das Wasser ohne Sorge genossen werden.
Die Brunnenkresse eignet sich hervorragend zu einer Entschlackungskur, im Frühjahr beispielsweise, obwohl sie die gesamte Sommerzeit hindurch geerntet werden kann.
Sie schmeckt herb, leicht säuerlich mit dieser speziellen, leichten Schärfe, die dem Senföl, einem ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe, zu verdanken ist.
In früheren Zeiten war die Brunnenkresse an jedem Wasserlauf zu finden, heute wird eher Gartenkresse gezogen. Diese hat die fast gleichen Eigenschaften wie ihre wasserabhängige Schwester. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit gedeiht sie in fast jedem Klima und auf nahezu jedem Boden. Leider wird die Brunnenkresse heute kaum noch kommerziell angebaut. Dennoch ist sie auf guten Wochenmärkten gelegentlich aus Wildsammlung erhältlich.


Die Heilwirkung der Brunnenkresse


Als Heilpflanze hat die Brunnenkresse eine historische Bedeutung. Bereits der Schweizer Priester und Naturarzt „Kräuterpfarrer“ Johann Künzle (1857 – 1945) empfahl bei allen möglichen Leiden eine Salatkur mit frischen Blättern.
Durch ihre blutreinigende Wirkung hilft die Pflanze den Körper zu entgiften, zu entschlacken und unterstützt damit die Fließfähigkeit des Blutes und reinigt die Haut von innen.
Äußerlich angewendet, präsentiert sich die Kresse als vielseitiges Schönheitsmittel. Der Saft verhilft dazu, Altersflecke und Sommersprossen zu bleichen, das Hautbild zu verfeinern, Hautunreinheiten wie Pickel zu beseitigen und die Faltenbildung zu mildern.
Schwangere sollten die Brunnenkresse nur gelegentlich und in Maßen genießen.


Die Anwendung


- Frühjahrs- oder Entschlackungskur: täglich Salat, täglich 1 bis 2 Gläser Kresse-Saft
- Sommersprossen, Altersflecken: Tonic auftupfen, mehrfach täglich
Unreine Haut, Pickel: täglich Salat, 1 bis 2 Gläser Kresse-Saft, mit Kresse-Aufguss Gesicht betupfen
- Falten, besonders Hals: täglich Frischkompressen mit Kresse-Aufguss


Neben der Brunnenkresse empfehlen sich andere Kressearten, die über ähnlich gute Heileigenschaften verfügen: Kapuzinerkresse: ist ein Schmuck für den Garten, Blätter und Blüten sind essbar, sind bakterizid.
Gartenkresse: wie Brunnenkresse, Kresse: lässt sich auf der Fensterbank innerhalb weniger Tage ziehen.


Zubereitung


- Aufguss: 1 Hand voll Frischblätter oder 1 EL getrocknete, pulverisierte Brunnenkresse-Blätter mit 1/4 l Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, durchseihen
- Saft: frisches Brunnenkressekraut (Stängel und Blätter) in der Saftpresse entsaften, oder 1 Hand voll Frischblätter oder 5 Stängel mit einem Mörser oder Holzstößel zerquetschen und mit 1/4 l Quellwasser auffüllen
- Tonic: 1/8 l Frischsaft oder Aufguss mit 1/8 l Wasser verdünnen und mit 2 cl (1 Schnapsglas) Alkohol konservieren
- Kompressen: Baumwollpads oder Leinenläppchen mit Saft oder Aufguss tränken, auflegen und mit einem Tuch oder mit Folie abdecken, wirken lassen, so lange es angenehm ist


Kresse in der Küche


Kresse schmeckt wunderbar im Salat, auf Butterbrot, zu gekochten Eiern, auf Käse und Quark. Frische Kresse verwandelt viele Gerichte, auch Suppen, zu einer besonderen Mahlzeit.


Inhaltsstoffe


Kresse ist überaus mineralstoffreich. So finden sich darin beispielsweise Kalium, Eisen, Phosphor, Jod, die Vitamine A, B, C, D und E. Das Senföl-Glykosid sorgt für den besonderen Geschmack.
Wer regelmäßig Kresse in seiner Küche verwendet, wertet viele Rezepte geschmacklich auf und dient dabei zusätzlich seiner Gesundheit in hohem Maße.


Fallbeispiele


Müde Studentin


Im zeitigen Frühjahr kam eine Klientin auf mein Grundstück, um sich Salbe zu holen, die ich für sie gemacht hatte. Ihre Nichte hatte sie chauffiert. Diese war Studentin und schrieb schon 1 1/4 Jahre an ihrer Diplomarbeit und wurde nicht fertig. Sie wirkte müde, blass, fast lethargisch. Um ihr etwas Leben einzuhauchen, zeigte ich ihr Brunnenkresse und riet dazu, sie sich 3-mal wöchentlich selbst zu ernten, joggender Weise, z.B. vom Bach am Waldrand. Schon nach wenigen Sätzen ihrer Schilderung war mir klar gewesen, dass ihre „Zwischenmahlzeiten“ aus Weißmehl, Fett und Zucker, und ihre sitzende Lebensweise, viel zu ihrem trägen Stoffwechsel, dem ständigen Frieren und der ewigen Müdigkeit beitrugen.


Die Brunnenkresse und das Joggen oder Walken sorgten dafür, dass:


- der Süßhunger nachließ (Senfölglykosid)
- die Verdauung sich besserte (Senfölglykosid)
- der gesamte Stoffwechsel in Schwung kam (Jod für die Schilddrüse)
- die Haut ein frischeres Aussehen bekam (Vitamine A, D, E)
- Frieren und Müdigkeit nachließen (Phosphor, Eisen)


Die Diplomarbeit wurde übrigens zu einem gelungenen Projekt.


Infektanfälliger Buchhalter


Ein Buchhalter, der stets auch noch um 13.00 Uhr in seinem Büro erreichbar war, sah die Sonne meist nur durch die Fenster oder Jalousien seiner Geschäftsräume. Im Laufe der Jahre blieben die Zeichen von Frischluft-, Bewegungs- und Vitalstoffmangel nicht aus. Er klagte über Rückenschmerzen, brennende Augen, schütter werdendes Haar, trockenen Rachen, verstopfte Nase und – bei jeder, aber auch jeder Erkältungswelle war er dabei. Während eines Geschäftstelefonats drängte ich ihn, sein Leben ein bisschen umzukrempeln. Ich dachte dabei an die Vitaminbombe Brunnenkresse. Die Auflage, sich mindestens jeden zweiten Tag einen üppigen Salat der Saison zu bereiten, der mit selbst geernteter Brunnenkresse angereichert wurde, machte zwar keinen Kraft strotzenden Naturmenschen aus ihm, aber die Vitamine, Spurenelemente und nicht zuletzt die Bewegung brachten ihm sichtbar mehr Vitalität, ein frischeres Aussehen, und die ständigen Erkältungen reduzierten sich auf „ein reinigendes Gewitter“ pro Jahr. Angenehmer Nebeneffekt: Trotz ausgedehnter Mittagspause mit Frischkostsalat schaffte er nun die gleiche Arbeitsleistung.


Antriebsarme Hausfrau


Zwar sei sie kein Heimchen am Herd, berichtete eine Landfrau während meines Kräuterworkshops, aber die Alltagsroutine falle ihr enorm schwer, sie müsse sich zu jeder Aktivität, ja zu jeder Bewegung zwingen, sogar im Frühjahr, wenn alle Welt mit frischer Kraft agiere.
Zuerst riet ich ihr von der gewohnten deftigen Hausmannskost ab, dafür zu einer vitalstoffreicheren Ernährung mit Wildkräutersalaten. Um so richtig Schwung in den Stoffwechsel zu bringen, empfahl ich ihr zudem, frische Brunnenkresse mindestens jeden zweiten Tag über mehrere Wochen zu genießen. Das Befolgen dieser Ratschläge verfehlte seine Wirkung nicht. Drüsen und Stoffwechsel anregend, versetzte Kresse die Frau auch psychisch in eine Aufbruchsstimmung. Das liefert den Beweis, dass  Körper und Psyche sich wechselseitig beeinflussen.

Gesundheit auf energetischem Wege unterstützen:

Japanisches-heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET.de

Vegane und vegetarische Ernährung