Kräuterkunde

Altes Traditions-Wissen unserer Vorfahren ist oftmals „moderner“ Medizin überlegen

Möchten Sie sich Ihre Medizin selbst pflücken? Sie wächst vor Ihrer Tür, auf Wiesen, an Wegesrändern und im Wald.
Selbst die großen Pharmazeutischen Unternehmen analysieren inzwischen eifrig die Heilmittel unserer Vorfahren. Dennoch sind die Wirkstoffe darin isoliert meistens nicht so erfolgreich in der Anwendung, wie erhofft.


Deshalb und auch besonders wegen der geringen Nebenwirkungen, ist es heute so wichtig, wie nie zuvor, dass wir das alte Wissen und die Rezepte unsrer Großmutter neu entdecken.

Die Hagebutte

(Rosa canina L.)

 

Im Sommer können wir uns an den zarten, weißen oder roséfarbenen Wildrosen erfreuen. Im Winter wachsen an den gleichen Sträuchern Hagebutten, die Scheinfrüchte der Rosen. Leuchtend rot beglücken sie unser Auge auch oftmals bis zum Februar und heben sich dekorativ von tief verschneiter Landschaft ab.


Hagebuttentee ist der Wintertee überhaupt. Er schmeckt nicht nur frisch säuerlich, sondern ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr Vitamin C-Gehalt übertrifft den der Zitrone um ein Vielfaches.
Damit lässt sich besonders gut das Immunsystem unterstützen, und genau hierin liegt der Hauptnutzen dieses Heiltees.

 

Inhaltsstoffe der Hagebutte

Vitamin C

Phosphor

Vitamin E

Schwefel

Vitamine B1 und B2

Fruchtsäure

Betakarotin

Pektin

Vitamine K, P und H          

Ätherisches Öl       

Magnesium

Gerbstoffe

Natrium

Schleimstoffe

 

Die Ernte
Es ist nicht ganz einfach, die Hagebutten zu pflücken, schließlich wachsen sie an einem Rosenstrauch und der trägt bekanntlich Dornen.
Ein Mus oder eine Marmelade daraus herzustellen ist allerdings sehr aufwändig, weil Schale und Kerne entfernt werden müssen und die feinen Härchen herauszusammeln sind. Und diese Härchen haben es in sich: als Kinder haben wir sie als äußerst wirkungsvolles Juckpulver verwendet und ungeliebten Spielgefährten in die Pullover gesteckt.

 

Zubereitung
Die frisch geernteten Scheinfrüchte werden hälftig aufgeschnitten, der Ansatz entfernt und bei kleinster Hitze im Backofen auf Backpapier getrocknet. Nach zwei Tagen mahlt man sie in der Kaffeemühle sehr grob. Danach erst werden die Juck-Härchen abgesammelt, indem die Hagebuttenschnetzel in einer Schüssel gerüttelt werden. Danach werden sie noch einmal auf einem Tuch ausgebreitet und sorgfältig auf Resthärchen gesichtet.

 

Köstlicher Wintertee
Die Vorbereitung hört sich mühevoller an, als sie ist. Einerseits ist so eine Winterwanderung ein wunderbares Erleben für Familie oder Freunde, andererseits reicht eine einzige Ernte aus, um sich den ganzen Winter mit einem wirkungsvollen und gut schmeckenden Vitamingetränk zu versorgen.

 

Schönes und gesundes Geschenk
Getrocknete Apfelschalen und gekochte oder in dünne Streifen geschnittene, getrocknete Zitronenschalen (ungespritzt, versteht sich) oder Orangenschalen werden in die Hagebutten-Teeschnetzel gemischt. In eine Cellophantüte gefüllt, mit schöner Schleife zugebunden und einem selbst gemalten Etikett versehen, präsentiert sich ein attraktives und sehr persönliches Geschenk, das so gut wie nichts kostet.

 

Wärmender Punsch
Brrr, Eiseskälte ...! Nach einem Spaziergang in Eis und Schnee tut ein Teepunsch gut. Dafür wird in den zubereiteten Hagebuttentee oder die Teemischung ein Obstler nach Wahl gegeben, ganz wenig Honig oder Birnen- oder Apfeldicksaft dazugerührt. Das ist wärmender Seelentrost, der „Körper und Seele zusammen hält".

 

Wirkung für die Gesundheit
Seit ewiger Zeit wird die Heilwirkung der Hagebutte gelobt. Der Tee hat sich bei folgenden Leiden bewährt:

 

  • Steigert die Immunabwehr
  • Wird bei Husten, Schnupfen, Stirnhöhlen- und Nebenhöhlenkatarrh getrunken
  • Wirkt bei Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Kräftigt das Zahnfleisch und hilft bei Mundschleimhautentzündungen
  • Wirkt harntreibend und stärkt die Nierenfunktion

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Sagenhaftes ...
Die Hagebutte war der Göttin Freyja gewidmet. Sie ist die Schutzgöttin der Frauen. Hagebutte soll Gebärenden Hilfe und Beistand gewähren.

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Beispiele aus der Kräuterpraxis

Schwaches Immunsystem
Ich kenne einen jungen Mann, der mit seinem Studium einfach nicht fertig wird. Er ist ein so genannter „Langzeitstudent". Der Grund dafür ist, dass er in den Wintermonaten seinem Studium nur in begrenztem Maße nachkommen kann. Er ist praktisch die gesamte kalte Jahreszeit hindurch erkältet und liegt oftmals über zwei oder drei Wochen mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Ständig aber schnieft er und hustet sich „die Seele aus dem Leib". Ich konnte mir diese Anfälligkeit bei einem jungen und ansonsten gesunden Mann nur insofern vorstellen, dass seine Immunabwehr, die ihn eigentlich vor Bakterien und Viren schützen müsste, weitgehend versagte. Als ich mir von ihm erzählen ließ, wie er sich ernährte, wurde mir vieles klar. Der junge Mann war ein Fast-Food-Fan. Wir notierten für ihn einen Speiseplan mit viel Obst, Gemüse, Salat und Soja. Und - ja er musste täglich einen halben Liter Hagebuttentee trinken. Unsere einfache Kur hat dem Studenten richtig gut geholfen. Er selbst konnte kaum glauben, dass so einfache Maßnahmen eine so nachhaltige Wirkung haben können.

 

Vitaminversorgung gesichert
Meine kleine Nichte leidet an Neurodermitis. Dabei reagiert sie allergisch auf Äpfel, Nüsse u.a.. Durch das regelmäßige Trinken von Hagebuttentee, den die Kleine gerne mag, ist jedoch ihre Vitaminversorgung gesichert.

 

Natürliches Vitamin C
In einem meiner Seminare lernte ich eine Hausfrau kennen, die sorgfältig darauf bedacht war, ihre Familie mit ausreichend viel Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen. So genannte Nahrungsergänzungsstoffe aus der Apotheke jedoch lehnte sie ab. Nach dieser Aussage machte ich „Vitamine aus natürlichen Quellen" zum Thema im Kräuterseminar. Die Dame und die anderen Teilnehmer waren überrascht, wie gut man sich mit allen Vitalstoffen aus der Nahrung versorgen kann. Diese befinden sich besonders auch in Würzkräutern und Tees. Besonders reichlich davon hat die Hagebutte. Sie spielt eine besonders bedeutende Rolle als Vitamin-C-Quelle.

 

Vegetarisch einkaufen

 

 

 

Kräuterkunde


„Gegen jedes Leid ist ein Kräutlein gewachsen!“
Lernen sie die Apotheke Gottes vor Ihrer Haustür kennen und anzuwenden. Hier findet sich oftmals die Antwort auf Alltags-Wehwehchen, sogar auf chronische Erkrankungen und Ratschläge für ein gesundes Leben mit passenden Ernährungsvorschlägen. Ein Wochenende genügt, um das Wissen unserer Vorfahren ein Leben lang nutzen zu können.

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