ORGANUHR gibt Auskunft über Gesundheitsdefizite

Ingrid Schlieske
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin

    
Wenn bestimmte körperliche Beschwerden immer zur gleichen Tages- oder Nachtzeit auftreten, kann das ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass Organe, die zu dieser Zeit ihre Maximal- oder Minimalleistung haben, betroffen sind.
Die Uhr ist in einen, jeweils 2-Stundenrhythmus eingeteilt. Jeder Abschnitt ist einem Organ zugeordnet und zeigt innerhalb von 24 Stunden seine Maximalzeit, wie 12 Stunden später seine Minimalzeit an.
Für Therapeuten ist es ein sicheres Zeichen, dass ein Organsystem gestört ist, wenn bestimmte Beschwerden sich in der Maximalzeit eines Organs verbessern und in der Minimalzeit verschlimmern.
Dabei wird auch Aufwachzeiten in der Nacht erhebliche Bedeutung zugemessen.
Maximalzeit: das Organ ist nun in der Phase seiner höchsten Aktivität.
Minimalzeit: das Organ befindet sich nun in der Phase seiner geringsten Leistungsfähigkeit.


Beginn der Organuhr


Nach der klassischen Akupunkturlehre beginnt die Organuhr morgens um 03.00 Uhr mit der Lunge. In dieser zweistündigen Phase bis 05.00 Uhr morgens hat die regenerierende Energie ihren Höchststand erreicht.


Beispiele für diese Phase:


03.00 – 04.00 Uhr – Melatonin (das Schlafhormon) wird ausgeschüttet, deshalb kommt es in dieser Zeit noch mal zu einem Tiefschlaf.
04.00 – 05.00 Uhr – der Blutdruck steigt an, der Körper wird für das Aufwachen vorbereitet. Menschen mit Herzproblemen wachen in dieser Zeit wegen ihres Lungenödems auf. Asthmaanfälle sind jetzt am häufigsten. Es kann zu Frösteln kommen (Bezug zwischen Lunge und Haut).


Die Zuordnung der Organe in die Organuhr


Die Lungenphasen – 03.00 – 05.00 Uhr maximal – 15.00 – 17.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Herzschwäche, Atemnot, Sauerstoffmangel, Frösteln, Halsschmerzen, Druckgefühl in der Brust.
Seelische Probleme: mangelnde Gelassenheit, fehlende Kommunikation mit Anderen.
Dickdarmphasen - 05.00 – 07.00 Uhr maximal – 17.00 – 19.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Dickdarmprobleme, Bauchschmerzen, Blähungen, Fließschnupfen, Halsschmerzen, Zahnschmerzen, Hautprobleme.
Seelische Probleme: belastende Erinnerungen, Versorgungsangst.
Magenphasen – 07.00 – 09.00 Uhr maximal     - 19.00 – 21.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Blähungen, Erbrechen, Hungergefühle, Gesichtsnervenschmerzen, Kälteempfindlichkeit, Schmerzperiode für Rheumatiker, Ödeme.
Seelische Probleme: von Sorgen übermannt, zwanghaftes Verhalten.
Milz-Pankreasphasen – 09.00 – 11.00 Uhr maximal – 21.00 – 23.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Schlaflosigkeit, Kohlenhydratverdauungsstörungen, Sehstörungen, Blähungen.
Seelische Probleme: Depressionen, mangelnde Belastbarkeit, vermindertes Kurzzeitgedächtnis.
Herzphasen – 11.00 – 13.00 Uhr maximal  - 23.00 – 01.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Herzschmerzen bis zur Schulter , Herzinfarkte, Sodbrennen, trockene Kehle, trockene Zunge, Durstgefühl, feuchte Hände, Schlaflosigkeit, Nachtschweiß, Gefühl der Enge, gegen 13.00 Uhr müde (Mittagsschlaf).
Seelische Probleme: mangelnde Konzentration, zu starke Emotionen.
Dünndarmphasen – 13.00 – 15.00 Uhr maximal – 01.00 – 03.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Schmerzen im Unterbauch, Blähungen, weißer Teil des Auges gelb gefärbt, rauhe Kehle, Immunsystem schwach, Taubheit, verminderte Hormonproduktion.
Seelische Probleme: Unzufriedenheit, Traurigkeit, Gefühllosigkeit.
Blasenphasen – 15.00 – 17.00 Uhr maximal – 03.00 – 05.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung, Blutdrucksteigerung, Bettnässen, Kreuzschmerzen, Schmerzen an Beinrückseite, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Nasenbluten, Schnupfen, Augentränen, Frieren.
Seelische Probleme: manisch depressive Neigungen, Verwirrtheit, mutlos, ängstlich.
Nierenphasen – 17.00 – 19.00 Uhr maximal – 05.00 – 07.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Bettnässen, Frieren, Impotenz, Menstruationsbeschwerden, Fußschweiß, Wirbelsäulenprobleme, Asthma, Ödeme, trockene Zunge, Sodbrennen, Übersäuerung des Körpers, Schmerz an Vorderseite der Oberschenkel. Beinschwäche, Halsschmerzen.
Seelische Probleme: Partnerprobleme, mangelndes Gleichgewicht, fehlende Lebenskraft.
Kreislauf/Sexus-Phasen – 19.00-21.00 Uhr maximal – 07.00 – 09.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Magenprobleme, Übelkeit/Erbrechen, Herzbeschwerden, Krämpfe, Fiebrigkeit, Entzündungen, Lähmungsgefühle, heiße Hände, schwere Zunge, Probleme mit Arterien/Venen.
Seelische Probleme: Reizbarkeit, Nervosität, überzogene Sexualität, Apathie, Aufmerksamkeits-Defizite, mangelnde Vitalität.
3-fach Erwärmer-Phasen – 21.00 –23.00 Uhr maximal – 09.00 – 11.00 Uhr minimal
Dieser Meridian unterstützt Atmung, Bauchorgane und Genital.
Häufigste Beschwerden: Drüsenprobleme, Ohrenerkrankungen, Tinnitus, Augenprobleme, Schläfenkopfschmerz, Migräne, Neuralgien, Nervenprobleme, Wärmehaushalt, schwache Gefäßwände.
Seelische Probleme: Reaktionsschwäche, Ruhebedürfnis, Furcht, Rückzug.
Gallenblasenphasen – 23.00 – 01.00 Uhr maximal – 11.00 – 13.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Gallekoliken, Schulterschmerz, Kieferschmerzen, Augenwinkelschmerzen, Sehstörungen, bitterer Geschmack im Mund, Kopfschmerzen, Schmerzen der Beine, Herzfrequenz schwach, Fettstoffwechselstörung, Verdauungsprobleme.
Seelische Probleme: kaum Belastbarkeit, schreckhaft, Interesselosigkeit, Gereiztheit.
Leberphasen – 01.00 – 03.00 Uhr maximal - 13.00 – 15.00 Uhr minimal
Häufigste Beschwerden: Unterbauchschmerzen, Druck im Brustbereich, Kreuzschmerzen, Oberkopfschmerzen, Bettnässen, trockene Kehle, Schluckauf, Hernien (Brüche in der Bauchwand, z.B. Leistenbruch), Entgiftung behindert, Stoffwechselschlacken nicht optimal entsorgt.
Seelische Probleme: Leistungstiefs, geistige Verwirrtheit, mangelnde Ausdauer, fehlende Aufmerksamkeit, mangelnde Begeisterung, Wut.


Diagnose erleichtert


Es lohnt sich allemal hinzusehen, zu welcher Zeit bestimmte Beschwerden immer wieder auftreten.
Erscheinen die Symptome verstärkt in der Maximalzeit, also wenn das Organ seine höchste Aktivität entfaltet und bessert sich der Zustand in der Minimalzeit, sollte die Funktion dieses Organsystems geprüft werden. Oftmals dienen solche Hinweise der Ursachenfindung für Beschwerden, deren Ursprung bisher nicht auszumachen war.


Medikamente wirken besser


Wenn Medikamente in der Maximalzeit, also dann, wenn das betreffende Organ, für deren Unterstützung sie bestimmt sind, am stärksten arbeitet, eingenommen werden, kann damit gerechnet werden, dass die Wirksamkeit ebenfalls maximale Möglichkeiten erreicht.
Insgesamt sind wir also aufgefordert, uns selbst sorgsam zu beobachten und zu erkennen, wie wir „ticken“. Mit Hilfe der Organuhr können wir uns selbst und dem Verstehen unserer Möglichkeiten, noch ein Stückchen näher kommen.


Chinesische Lehre von der Organuhr


Die Traditionelle Chinesische Medizin TCM beinhaltet die Vorstellung, dass der menschliche Körper einem täglich gleich bleibenden Energiekreislauf unterliegt, der zu zyklisch wiederkehrenden Tageszeiten in bestimmten Organsystemen eine besondere Aktivität entfaltet. Gesundheitliche Defizite könnten demnach durch eine Zuspitzung des Beschwerdebildes zu diesen Maximalzeiten wahrgenommen werden.
Schulmedizinisch ist nachgewiesen, dass Systemzusammenhänge mit zyklischen Schwankungen im Blut erkennbar sind.

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