Krankheit - so entsteht sie

Conny Fies, Heilpraktikerin, Meridian-Energie-Therapeutin, Steinheim an der Murr
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Krankheitsentstehung ist in den allerseltensten Fällen schicksalhaft. Vielmehr ist es vorrangig unser menschliches Fehlverhalten, das zu Krankheit und vorzeitiger Alterung führt. Es sind die Risiken, die von den meisten Menschen unterschätzt werden und die doch leicht vermieden werden könnten.
Wir sprechen so oft von Risikopatienten und von Risikofaktoren. Aber so recht ernst nehmen wir diese „Schlagwörter“ nicht. Dabei wäre es oft ein Leichtes, diese Gesundheitsrisiken auszuschalten. Denn sie sind es schließlich, die unsere Gesundheit bedrohen.
Statistisch gesehen sind es nur wenige Krankheiten, die genetisch angelegt sind. Diese dann bedürfen ausgeklügelter Therapien und aller ärztlicher Kunst, sowie neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, um behandelt zu werden.
Die meisten „modernen“ Erkrankungen sind „hausgemacht“ und bedürfen lediglich eines entschlossenen und disziplinierten Einsatzes, um gelindert, meist sogar geheilt werden zu können.
Schauen wir sie uns doch einmal an, die gefährlichen Risiken, die wir leicht erkennen und dann eliminieren können:


Risiko Immunsystem


Das Immunsystem ist unser wichtigster Assistent bei dem Kampf um eine lebenslang strahlende Gesundheit. Dieses System ist eine launische Diva und will sorgfältig gepflegt sein. Immer! Dafür hilft es uns treu und brav, sämtliche Viren, Bakterien und Keime abzuwehren, die uns ständig bedrohen. Auch die Entstehung von Krebs wird von ihm  t ä g l i c h  verhindert. Das Immunsystem beschäftigt ganze Armeen von gut ausgebildeten Soldaten, die immer auf der Hut sind und „ihren Menschen“ optimal beschützen. Wehe aber, die Reihen der Armeen sind nicht immer fest geschlossen: feindliche Keime lauern nur darauf, es sich zwischen den Zellen, im Körpergewebe, in den Organen gemütlich zu machen und sich dort auszubreiten.
Und eine solche „Infektion“ ist nicht immer ganz zu verhindern.
Es kommt immer mal wieder zu „Immunlücken“ und dann auch zu Erkrankungen. Diese fallen jedoch nie so heftig aus, wenn das System stark testet, statt schwächlich keinen Widerstand bieten zu können.
Eine sinnvolle Pflege des Immunsystems findet vorrangig durch eine kluge Ernährungsweise statt, die alle erforderlichen Nährstoffe enthält. Etwas Sport ist ebenfalls dafür geeignet, das Immunsystem zu trainieren. Aber auch die Psyche kann hier schwächend oder stärkend wirken. Während einer Depression oder einer Stresssituation kann es leicht passieren, dass es zu Immunlücken kommt und der Körper vorübergehend wehrlos ist. Deshalb sollte neben der körperlichen Ertüchtigung auch auf eine ausgeglichene Seelenlage geachtet werden.


Risiko Ernährung


Die Ernährung spielt bei der Entstehung der sogenannten ernährungsbedingten Erkrankungen eine zentrale Rolle. Diese führen zu Übergewicht, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen mit den koronaren Herzerkrankungen (die 25 Prozent der Todesfälle ausmachen).
In Zeiten von Mangelernährung spielten die heutigen ernährungsbedingten Erkrankungen, die sogenannten Zivilisationserkrankungen, nur eine untergeordnete Rolle und nahm nur etwa 0,5 Prozent der Gesamterkrankungen aus. Heute sind es bis zu hundert Prozent, die als Ursachen dafür in Betracht kommen.
Folge sind auch zum Beispiel Gelenkverschleiß, der in immer früherem Lebensalter auftritt. Schon mit 35 Jahren kann es zu solchen Beschwerden kommen. Woher aber kommt es bereits bei 35-Jährigen zu Abnutzungen. Dafür sind Ablagerungen von Stoffwechselabfallprodukten verantwortlich. Dadurch kommt es zu diesen entzündlichen und chronischen Erkrankungen.


Risiko Medikamente


Ekzeme und Allergien nehmen rasant zu. Studien an Schülern haben gezeigt, dass schon die Hälfte von ihnen Symptome zeigen, bei den anderen Schülern jedoch auch schon teilweise Belastungen festzustellen sind und die zeigten sich in:
Ekzemen – sie sind ein Zeichen dafür, dass im Gesamtstoffwechsel Funktionsstörungen bestehen.
Allergien – der Stoffwechsel zeigt eine allergische Reaktionsbereitschaft, dabei reagiert jeder Organismus anders.
Das Beispiel der DDR vor der Vereinigung war ein anschauliches Beispiel dafür: trotz extrem hoher Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung kam es damals kaum zu allergischen Reaktionen. Nach der Wende wurde der Markt dort überflutet mit den „Segnungen“ der Überfülle an Nahrung und Luxusspeisen. Diese waren voll von Konservierungsstoffen, Farbstoffen, künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern und allen möglichen anderen (überflüssigen) Zusatzstoffen. Heute haben die Länder der ehemaligen DDR aufgeholt und die westlichen Regionen in Bezug auf Allergien und ernährungsbedingten Erkrankungen eingeholt.
Nebenwirkungen von den allermeisten Medikamenten sind in Bezug auf ihre Langzeitfolgen keineswegs erforscht. So gilt als erwiesen, dass eine große Anzahl von chronischen Erkrankungen auf die Einnahme von „wirkungsvollen“ Medikamenten zurückzuführen sind. Beispiele dafür sind Abführmittel, die zu Darmentzündungen, zu Divertikeln, zu chronischen Verstopfungen führen können. Diabetesmittel können irreparable Leberschäden verursachen. Eine Reihe von Schmerzmitteln schädigen die Magenwände. Bestimmte Stimmungsaufheller können das Rückenmark auflösen. Und liest man die möglichen Nebenwirkungen von gewöhnlichem Hustensaft, kloppt man das Mittel sogleich vor Schreck „in die Tonne“.
Jeder mündige Bürger ist also aufgefordert, mitzudenken bei der Einnahme von starken Medikamenten und muss dabei mithelfen, seine eigene Gesundheit auf natürliche Weise zu erhalten.


Risiko Wirbelsäule


Halswirbelsyndrom, Lendenwirbelsyndrom, Bandscheibenvorfälle, das sind heute die Gründe für die meisten Krankschreibungen hierzulande wegen unerträglichem Schmerz. Die Folgen dieser Krankheitsbilder sind oft Invalidität und lebenslange Beschwerden. Nur zu oft wird zu Operationen geraten, obwohl moderne Orthopäden sich inzwischen darüber einig sind, dass diese in den meisten Fällen nicht zu der erhofften Erleichterung führt. Vielmehr kommt es durch operativ verursachter Wirbelversteifung meistens zu einer Statikverschiebung des gesamten Skelettsystems, die wiederum die Ursache für Gelenkprobleme und einseitige Abnutzung führt. Auch können auf diese Weise Muskeln und Bänder fehlbelastet sein.
An der Wirbelsäule befinden sich die Nervenaustrittpunkte. Von dort aus führen die Nervenstränge in alle Körperbereiche. Es ist also wichtig, dass die Wirbelsäule im Lot ist.
Ein moderates Bewegungsprogramm und die CranioSacraltherapie mitsamt den Selbsthilfeübungen können hier für Flexibilität sorgen. Aber auch die Optimierung der Ernährung stärkt Gelenke mit ihren Auskleidungen, Knochen und Wirbel.


Risiko Krampfadern


Hier geht es nicht nur um ein Schönheitsproblem. Vielmehr entsteht durch mangelhafte Bewegung ein verminderter Blut- und Lymphfluss. Dadurch kommt es zu einer Nährstoffunterversorgung mit allen seinen negativen Folgen für den Stoffwechsel. Durch die gestaute Lymphe können Stoffwechselschlacken nicht ordnungsgemäß abtransportiert werden. Die Lymphe ist die Kläranlage des Körpers und baut vor allem Eiweißstoffe ab. Stauzustände aber sind auch oft Mitverursacher für Depressionen und Energielosigkeit.


Risiko Chronische Nasen-Nebenhöhlenentzündungen


Sie sind als gefährliche Stoffwechselstörung zu betrachten, die Entsorgung von Keimen im Wege stehen.
Begründet sind diese oft durch hohe Feinstaubbelastung und Klimaanlagen. Eine Überempfindlichkeit der Schleimhäute ist oft erworben und wird durch Allergien und Viren ausgelöst. Dauerhafte entzündliche Prozesse wirken kräftezehrend auf den Organismus und schwächen alle Systeme. Auch hier haben eine sinnvolle und immunstärkende Ernährung, wie viel Aufenthalt an frischer und unbelasteter Luft eine positive Wirkung.


Risiko Krebs


Die Krebserkrankungen dürften eine Folge von Wechselwirkungen sein. So spielen auch hier Ernährung und Stoffwechselstörungen eine ursächliche Rolle. Aber auch Giftstoffe in Nahrung, Wasser und Luft werden für Krebsentstehung verantwortlich gemacht. Auch hier ist ein starkes Immunsystem wichtig, sowie die Wirkstoffe, wie sie in Pflanzen längst als Gegenmittel nachgewiesen sind. Dazu gehören die sekundären Pflanzenstoffe genauso, wie Soja mit seinen Phytoöstrogenen, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine Anti-Krebswirkung haben sollen.


Risiko Hyperaktivität bei Kindern und Erwachsenen


Es gibt inzwischen klare Indizien dafür, dass die Zusatzstoffe in Lebensmitteln bei der Entstehung von Hyperaktivität eine Rolle spielen. Besonders Phosphate können eine starke neurologische Wirkung haben. Aber auch ein Übermaß an leeren Kohlenhydraten und Colagetränken werden als Auslöser für ADHS verantwortlich gemacht.


Risiko Fette


Fett ist notwenig für die Zellsynthese (Aufbau) und die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Allerdings geht es hier um langkettiges Fett, das in der Lage ist, das schlechte Cholesterin LDL abzusenken und das gute Cholesterin HDL zu bilden.
Besonders das Olivenöl mit seinen einfach ungesättigten Fettsäuren wird hier empfohlen. Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollten von dem Fettanteil nicht mehr als ein Drittel ausmachen.
Tierfette wie Schmalz, Wurstwaren, Brat- und Grillfett muss unbedingt limitiert oder besser gemieden werden. Ihnen wird beim Erhitzen kanzerogene (krebsauslösende) Wirkung nachgesagt. Seine Fettsäuren sind im Körper starke Säurebildner und können im Darm zu chronischen Entzündlichkeiten führen.
Margarine enthält oftmals schädigende Fettsorten, die das Risiko für Schlaganfälle und Infarkte erhöhen können.
Butter besitzt eine besondere Form von kurzkettigen Fettsäuren, die in Maßen genossen, der Gesundheit durchaus zuträglich sein kann.


Risiko Tierisches Eiweiß


Tiereiweiß, wie Fleisch und Eier sind starke Säurebildner im Körper und schwer verdaulich. Ihre Eigenschaft, Cholesterinbildung zu forcieren, wird kontrovers diskutiert. Zum Aufbau der Zellen sind Aminosäuren, die kleinsten Eiweißbausteine, erforderlich. Jedoch genügen dafür 60 Gramm Eiweiß pro Tag, das ist ein kleines Schüsselchen Quark. Immer mehr Ernährungswissenschaftler sprechen deshalb von „Eiweißmast“, die maßgeblich für Entartung von Zellen (z.B. bei der Krebsentstehung) verantwortlich gemacht wird.
Eiweiß hat eine zehnmal so hohe Verstoffwechselung, wie Kohlenhydrate.
Ein Übermaß davon führt zu Ablagerungen und einer Blutverdickung (Viskosität) und damit zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko.
Empfohlen ist hier der Genuss von Fisch mit seinen Omega3-Fettsäuren und Soja.


Risiko Zucker


Besonders die Saccharose (Einfachzucker), der sogenannte Industriezucker, also isolierter Zucker, besteht aus völlig leeren Kalorien. Dieser führt zur Säuerung der Darmbakterien, bildet eine gärungsaktive Flora, die Giftstoffe produziert. Dadurch wird eine natürliche Ernährung der Darmbakterien behindert.
Der Einfachzucker sorgt für einen schwankenden Zuckerspiegel, der oftmals Ursache für Unruhe und Nervosität ist.
Ein konstanter Zuckerspiegel ist durch komplexe Kohlenhydrate, wie Getreide, Gemüse und Obst zu erreichen.


Risiko Überschussernährung


Nicht der Mangel ist also eine gesundheitliche Gefahr, sondern der Überfluss. In den Regionen, in denen besonders viele 100-Jährige leben sind in der Regel die Essgewohnheiten karg und einfach.
Die Qualität der Nahrung ist ausschlaggebend für unsere Gesundheit.
Denaturierte Kost ist tote Nahrung und kann vom Körper nur schwer verarbeitet werden. Das zum Beispiel ist ein Argument für biologisch angebaute Lebensmittel. Zudem enthalten diese mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Zu letzteren zählen die Carotinoide, Bitterstoffe, Flavonoide.
Im konventionellen Anbau benötigt die Pflanze die sekundären Pflanzenstoffe selbst für Ihr Überleben.
Im biologischen Anbau produziert die Pflanze diese Stoffe mit Überschuss, der dem Menschen zugute kommt.
Gesunde Nahrung ist nur dann gesund, wenn die vom Körper gut verdaut und verwertet werden kann, wenn sie also bekömmlich ist.


Risiko Rückvergiftung


Welcher Arzt fragt sie nach Ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Auch Hautunreinheiten werden schulmedizinisch in der Regel ignoriert. Dabei sind diese drei Kriterien, sowie auch die Nebenwirkungen der von Ihnen eingenommenen Medikamente nicht nur in Bezug auf ihre pharmakologische Wirkung von Interesse, sondern geben zumeist Aufschluss auf ihre Gesamtwirkung für die Gesundheit.
Es ist heute so wichtig wie nie zuvor, darauf zu achten, was wir zu uns nehmen. Dazu gehört auch der Konsum von Wasser und das Atmen von guter Luft. Wer in einer belasteten Gegend lebt, muss hier durch Ausflüge in Wald und ans Meer Ausgleich schaffen, um den Organismus zu entlasten.
Wir haben es weitgehend selbst in der Hand, wie wir unser Leben führen und inwieweit wir zulassen, dass krankmachende Stoffe den Körper unnötig belasten und damit auch die Seele schädigen, denn Körper und Seele sind eine Funktionseinheit, bei der das eine von dem anderen abhängt.
Auch bei schwerer Krankheit sollte immer die Überlegung vorrangig sein, ob nun natürliche Arzneien eingesetzt werden, oder ob gleich zu den chemischen Hämmern gegriffen werden muss. Jedem Betroffen ist dann zu wünschen, dass er/sie eine/n HeilpraktikerIn oder einen Arzt oder eine Ärztin des Vertrauens an der Seite hat.


Ingrid Schlieske

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