Selbsteingemachtes gefährlich?

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Sehr geehrtes Bioline-Team,
vielleicht können Sie mir helfen. Eine Nachbarin hat Selbsteingemachtes gegessen und ist davon schwer an Botulismus (bakterielle Lebensmittelvergiftung) erkrankt. Sie hatte sogar Lähmungen! Zum Glück wurde sie im Krankenhaus gut versorgt.
Nun gilt meine Sorge meiner Mutter, die ganz unbekümmert Gemüse einmacht. Ich habe nämlich gehört, dass man mit Botulismus-Bakterien verseuchte Lebensmittel nicht erkennt. Stimmt das?
Ich hoffe auf Ihre Antwort,
Margot Linde


Liebe Frau Linde,
das Gift der Botulinum-Bakterien ist tatsächlich geruchs- und geschmacklos. Aber man kann verseuchte Konserven daran erkennen, dass sie aufgewölbt sind oder beim Öffnen kein Unterdruck vorhanden ist. In diesen Fällen ist absolute Vorsicht geboten. Schon das geringste Probieren der verdächtigen Lebensmittel kann lebensgefährlich sein!
Selbsteingemachtes am besten vor dem Verzehr 15 Minuten lang auf 100° C erhitzen, um das Gift zu zerstören.
In gekauften Konserven kommt die bakterielle Besiedlung für gewöhnlich nicht vor, da diese Lebensmittel bei der Herstellung ausreichend sterilisiert werden.
Symptome dieser Lebensmittelvergiftung sind: starke Pupillenerweiterung (unabhängig von der Lichteinstrahlung), Lähmungserscheinungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sowie Sprach-, Schluck- und Atemstörungen. Schon bei dem kleinsten Verdacht muss die betroffene Person sofort ins Krankenhaus!
Wenn Ihre Mutter beim Einkochen auf die vorgeschriebenen Temperaturen und Einwirkzeiten achtet, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.
Herzliche Grüße,
Nina Schlieske

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