Schlaflosigkeit und ständige Anspannung

 
Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Liebe BIOLINE,
ich möchte mir heute Ihren Rat einholen, obwohl es mir eigentlich recht gut geht. Aber ich befinde mich in einer ständigen Anspannung, kann einfach nicht gelassen sein, wie andere Leute. Dazu leide ich oft unter Schlaflosigkeit, fange dann an zu grübeln und dann kommen Gedanken und Befürchtungen, die der realen Grundlage entbehren.
Wie kann ich es schaffen, besser zu entspannen und mich nicht immer so verrückt zu machen?
Ich bedanke mich schon jetzt für die Antwort. Max P., Berlin


Lieber Herr P.,
Sie leiden vermutlich unter Angstattacken. Und die gehören in unterschiedlichen Ausformungen zum Leben. Man muss sich erst dann Sorgen machen, wenn diese Phasen sich häufen oder länger anhalten. Angst ist zunächst eine natürliche Reaktion auf eine Bedrohung. Stress und permanente Überlastung, etwa im Berufsleben oder im privaten Bereich, können jedoch so überfordern, dass Angst, Unruhe und Nervosität das gesunde Maß übersteigen.
Nervöse Personen haben das Gefühl, gehetzt und ständig unter Druck zu sein. Sie sind meist sehr reizbar und geraten bei dem geringsten Anlass aus dem Gleichgewicht.
Treten gleichzeitig zur Nervosität auch Rücken- oder Magenschmerzen auf und kommt es  zu Durchfall oder Herzrhythmusstörungen, zu einer verstärkten Angst oder  zu  Depressionen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache der inneren Unruhe abzuklären.
Nervosität kann auch ein Symptom einer Krankheit sein, wie beispielsweise einer Schilddrüsenüberfunktion, Leberzirrhose oder einer Unterzuckerung im Rahmen eines Diabetes mellitus. Nervosität kann auch nach Unfällen oder als Folge von Drogen- oder Alkoholmissbrauch auftreten. Ebenso kommt es bei einem Drogenentzug, zum Beispiel bei dem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, zu einer inneren Unruhe.
Grundsätzlich hängt bei einer Nervosität, beziehungsweise (ängstlichen) einer Unruhe, die Therapie von ihrer Ursache ab. Eine kurzfristige, leichte ängstliche Nervosität aufgrund einer besonderen Situation, kann sehr gut mit pflanzlichen Wirkstoffen behandelt werden. Hilfreich bei innerer Unruhe sind beispielsweise Baldrian, Johanniskraut, Hopfen, Melisse und die Passionsblume. Man sollte dabei aber beachten, dass diese Wirkstoffe nicht sofort nach der Einnahme helfen, sondern regelmäßig über einen Zeitraum von mehreren Tagen eingenommen werden müssen, um eine Wirkung zu erzielen.
Zur Behandlung von ängstlicher Unruhe bei Erwachsenen, kann auch ätherisches Lavendelöl eingesetzt werden. Auch Sandelholz- und Orangenöl können eine Nervosität lindern.
Entspannungstechniken, wie Autogenes Training und ausreichend Schlaf, können die ängstliche Nervosität verringern. Ebenso können sportliche Aktivitäten, ein Spaziergang, Sauna, Massage und Entspannungsbäder helfen. Stress sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
Ist die ängstliche Nervosität Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung, ist die gezielte Therapie dieser Krankheit notwendig. Ist die Ursache der Unruhe psychisch, sollte eine Psychotherapie durchgeführt werden.
Bitte kümmern Sie sich unbedingt darum, die richtige Behandlungsweise für Ihre Unruhezustände zu finden, damit Sie wieder zu einem erholsamen, ruhigen Schlaf kommen und Angstsituationen sich nicht zu einer Depression ausweiten  können.
Ich wünsche Ihnen entspannte Zeiten und grüße.
Ihre Nina Schlieske, Heilpraktikerin


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