Kältempfindlichkeit

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Liebe BIOLINE,
ich bin extrem kälteempfindlich und kann mir das nicht erklären. Wenn meine Füße nur ein kleines bisschen kalt sind, bekomme ich gleich eine mehr oder weniger starke Angina und habe Hustenreiz bis hin zu einer ausgewachsenen Bronchitis. Wenn ich um die Taillengegend nicht warm genug angezogen bin, renne ich in den darauf folgenden 24 Stunden gleich pausenlos auf die Pipibox. Wie ist eine solche Überempfindlichkeit zu erklären? Andere Leute haben keine Pelzschuhe an, wie ich und laufen den ganzen Winter mit einer nackten Taille herum und es passiert ihnen nichts.
Dorothea G., Berlin


Liebe Dorothea G.,
für Kälteüberempfindlichkeit gibt es eine Reihe von möglichen Ursachen. Neben genetischen Mitbringseln ist in Ihrem Körper wohl die Wärmeregulation geschwächt. Diese Regulationsmechanismen sind in der Lage, Hitze und Kälte auszugleichen, unseren Körper an die jeweiligen Erfordernisse, wie Sommer und Winter, anzupassen. Durch die heutige Lebensweise ist ein Funktionsverlust dieser Regularien vorprogrammiert. Dafür will ich Ihnen einige Gründe nennen:


Abhärtung:


Wir halten uns zu lange in geheizten Räumen auf. Der Körper gewöhnt sich an Zimmertemperaturen von bis zu 26 Grad Celsius und speichert diesen Wert als Wohlfühltemperatur. Gesund aber ist es nicht und zudem teuer, im Winter in solcher Wärme zu leben. Es ist ratsam, sich stufenweise an niedrigere Temperaturen zu gewöhnen, die der Körper dann als angenehm empfindet. Dafür kann man die Heizungen im Abstand von jeweils einer Woche (oder länger) um ein Grad zurückstufen, bis eine Zimmertemperatur von maximal 20 Grad Celsius erreicht ist. Zum Schlafen reichen 16 Grad Celsius.


Bewegung:


Nur wer sich genügend bewegt und sich dafür auch im Freien aufhält, regt sein inneres Heizsystem laufend an. Dafür ist es besonders wichtig, zu laufen und die Beinmuskeln zu trainieren und damit die Durchblutung anzuregen.


Ernährung:


Im Winter ist es wichtig, Nahrung zu bevorzugen, die „heizt“, wie einheimische Gemüse- und Obstsorten, Soja, Rindfleisch, statt Südfrüchte und Schweinefleisch und Süßigkeiten.

 

Körperhaltung:


Meiden Sie es, die Beine übereinander zu schlagen, um die Durchblutung nicht zu behindern, legen Sie so oft es geht, die Füße hoch.


Seelische Befindlichkeit:


Auch emotionale Blockaden tragen zu Empfindlichkeiten, bis hin zu Schlaflosigkeit und Allergien bei.


Trinken:


Bevorzugen Sie neben viel reinem Wasser auch Tees, die einheizen, wie Ingwer, Thymian und Spitzwegerich.


Warmhalten:


Natürlich müssen Sie auch weiter darauf achten, dass Ihre „strategischen Körperregionen“ schön warm gehalten werden.
Beachten Sie alle die erwähnten Punkte und beobachten Ihre Körperreaktion sorgfältig, sollte es Ihnen gelingen, die Überempfindlichkeit im Laufe der kommenden Monate zu überwinden.
Dazu wünsche ich Ihnen neben den warmen Füßen auch ein warmes Herz und grüße aus Berlin,
Ihre
Nina Schlieske


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