Hörsturz

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin

Anfrage an das BIOLINE-Magazin

 

Liebe BIOLINE,
heute möchte ich Sie gerne in eigener Sache befragen. Es geht um den sogenannten Hörsturz. Einige Menschen aus meiner Familie oder Kollegen haben mir Angst gemacht und mir in Aussicht gestellt, dass ich Gefahr laufe, mir ein chronisches Leiden zuzuziehen. Wenn ich nämlich sehr im Stress bin, stellen sich bei mir Ohrgeräusche ein, die aber wieder verschwinden, wenn ich mich ausruhe. Ich höre dann einen hohen Summton. Muss ich mich wirklich behandeln lassen, obwohl die Beschwerden immer wieder nachlassen? Allerdings stellt sich der Ton in letzter Zeit in immer kürzeren Abständen ein. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir dazu etwas sagen können. Herzlichen Dank für Ihre Mühe, Ulf D., Rosenheim

 

Lieber Herr D.,
auf jeden Fall sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen und Ihre Beschwerden schildern, damit ausgeschlossen wird, dass es zu bleibenden Schäden kommt. Durch Ihre genauen Schilderungen der Symptome und einer Ohrspiegelung kann die Funktionsfähigkeit des Ohrs festgestellt werden. Etwa fünfzig bis sechzig Prozent der Fälle bilden sich innerhalb der ersten 24 Stunden spontan zurück.
Die Ursachen für einen Hörsturz können vielfältig sein. Zu vermuten ist, dass dafür mehrere Faktoren zusammenwirken und eine Veränderung der Durchblutungsverhältnisse im Innenohr bewirken. Dort befinden sich die, für das Hören zuständigen, Sinneszellen, die Haarzellen. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das über den Hörnerv im Gehirn weitergeleitet wird. Kleine Blutgefäße übernehmen die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Kommt es in dieser Region zu einer Mangeldurchblutung, werden die Haarzellen geschädigt und in ihrer Funktion behindert.
Auch können kleine Thromben (Blutgerinnsel) die Blutgefäße verschließen. So spricht man in einem solchen Fall von Innenohrinfarkt. Eine Gerinnungsneigung des Blutes begünstigt also ebenfalls das Auftreten eines Hörsturzes. Ursachen dafür können dann erhöhte Cholesterinwerte oder/und Blutfettwerte sein. Arteriosklerose ist demnach auch ein Risikofaktor, wie auch Bluthochdruck und übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss.
Sie sehen schon. Lieber Herr D., so harmlos ist ein Hörsturz nicht. In Ihrem Fall hat Ihr Körper bisher die Symptome von alleine überwunden. Dennoch können die immer wiederkehrenden Beschwerden auch auf andere Ursachen hinweisen. Ein Hörsturz wird immer als medizinischer Eilfall betrachtet, wie ein Schlaganfall auch.
Bei der Therapie wird unbedingt erst Wert darauf gelegt, eine gute Durchblutung des Innenohrs wieder herzustellen. Dies kann mit Hilfe von Infusionen geschehen oder alternativ auch mit einer Sauerstoff-Überdrucktherapie. Neuere Studien sprechen von Erfolgen mit einem Gingko-Laserverfahren. Das Ziel ist immer die Verdünndung des Blutes, um eine bessere Fließfähigkeit zu erreichen.
Je früher ein Hörsturz behandelt wird, desto günstiger ist der Behandlungsverlauf. Die häufigste Spätfolge ist Tinnitus, den Sie in Form von Ohrgeräuschen ja bereits kennen gelernt haben. Dieser kann sich zu ununterbrochenem Klingeln, Pfeifen, Rauschen oder anderen Geräuschen ausformen und quälen Betroffene oft lebenslang.
Meine Empfehlung an Sie ist, weiteren Hörsturz-Attacken vorzubeugen. Dies kann zum Beispiel im Meiden der bereits oben erwähnten Risiken bestehen. Auf jeden Fall gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Hörsturz und Stress, das haben Sie ja schon an Ihrem eigenen Fall erkannt. So wäre es für Sie wichtig, mehr Gelassenheit in Ihr Leben zu bringen. Lernen Sie es, Stress besser zu bewältigen, zum Beispiel mit Hilfe von Autogenem Training, Yoga oder Meditation. Noch besser wäre es, alles etwas langsamer angehen zu lassen.
Vergessen Sie bitte auch nicht, genug zu trinken, das unterstützt die Fließfähigkeit des Blutes.
Sie erleben es: Ihr Körper warnt und mahnt Sie. Hören Sie gut auf ihn, er sorgt sich um Ihre Gesundheit!


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