Gluten-Unverträglichkeit

Nina Schlieske Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Liebe BIOLINE,
nachdem ich über Jahre hin allerlei Beschwerden mit der Verdauung hatte und meine Darmprobleme einfach nicht in den Griff bekommen konnte, ist nach einer Blutuntersuchung bei mir eine Gluten-Unverträglichkeit festgestellt worden. Ich habe zwar eine Liste von empfohlenen Lebensmitteln erhalten und ich weiß auch, was ich vermeiden soll, aber eine Erklärung meiner Krankheit wurde mir nicht zuteil.
Können Sie vielleicht für mich und sicherlich auch für andere interessierte Leser verständlich zusammenfassen, was es mit der Gluten-Unverträglichkeit auf sich hat? Ich bedanke für schon jetzt  für die Auskunft.
Lisa B. Würzburg


Liebe Frau B.,
die Gluten-Unverträglichkeit, die im chronischen Verlauf Zöliakie genannt wird, ist eine Darmerkrankung, bei der Gluten (Klebereiweiß in Getreide) die Darmzotten im Dünndarm angreift und sie zerstört.
Diese „moderne Krankheit“ tritt inzwischen viermal so häufig auf, wie noch vor 50 Jahren. Wissenschaftler können sich das bisher noch nicht eindeutig erklären. Der Grund dafür ist wohl darin zu suchen, dass die Ernährungsgewohnheiten in den Zivilisations-Ländern den natürlichen Regelkreis der Verdauung nicht mehr gewährleisten.
Symptome der Krankheit sind unter anderem Durchfall, Blähungen, Verstopfungen, Übergewicht, Gewichtsverlust und andere Beschwerden, bis hin zu einer schweren Osteoporose.
Das Immunsystem bildet bei den Betroffenen einen Antikörper gegen Gluten, das in Blutproben festgestellt werden kann.
Mittlerweile ist in den USA etwa eine von 100 Personen von der Krankheit betroffen. Zöliakie wirkt sich auch auf die Lebenserwartung aus: Blutproben von einer großen Vergleichsgruppe (USA) zeigten, dass Menschen mit dem Antikörper im Blut ein viermal höheres Risiko hatten, die nächsten 45 Jahre nicht zu überleben. Die zunehmende Häufigkeit, zusammen mit dieser höheren Todesrate, könnte Zöliakie zu einem sehr ernstzunehmenden Gesundheitsproblem machen, sagen die Wissenschaftler.
Bisher wird Zöliakie häufig nur diagnostiziert, wenn Patienten mit Symptomen zum Arzt kommen. Es ist zu vermuten, dass viele Fälle in der Bevölkerung unerkannt bleiben.
Bitte halten Sie sich streng an die Liste, die Ihnen Ihr Arzt mitgegeben hat. Obwohl bei der Erkrankung Zöliakie einige Lebensmittel streng verboten sind, ist dennoch eine ausgewogene Ernährung möglich, da eine Vielzahl von Lebensmitteln völlig glutenfrei sind.
Grundsätzlich gilt auch für die Allgemeinbevölkerung, nicht nur bei Glutenunverträglichkeit die Empfehlung, wenig Fett und fettreiche Lebensmittel zu essen, da Fett mehr als doppelt soviel Kalorien enthält, wie die Energieträger Eiweiß und Kohlenhydrate und ein Zuviel an Fett die Entstehung von Gefäßschäden und Übergewicht begünstigen kann. Bei Zöliakiebetroffenen kann es in der Akutphase oder aber bei Diätfehlern durch die Dünndarmzottenatrophie (Rückbildung) zu Fettverdauungsstörungen kommen, so dass in dieser Phase eine Begrenzung der Fettzufuhr auf maximal dreißig Prozent Fett im Gesamtkalorienverbrauch sinnvoll ist.
Besonders empfehlenswert sind auf jeden Fall Obst, Gemüse und Salat. Diese liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Gleichzeitig enthält Gemüse und Obst kaum Fett, wenige Kalorien und ist unverarbeitet glutenfrei.
Leider ist die Zöliakie nicht heilbar. Bei einer festgestellten Unverträglichkeit kann es erreicht werden, dass eine wirklich konsequente Ernährungs- und Lebensweise ein Fortschreiten der Erkrankung vermeidet und Sie sich in der Zukunft lediglich auf einen achtsamen Umgang mit der  Krankheit einstellen müssen.
Bitten Sie Ihren Arzt um entsprechende Erläuterung.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich gut auf die neue Ernährungsweise umstellen können und künftig beschwerdefrei leben.
Passen Sie gut auf Ihre Gesundheit auf.
Ihre
Nina Schlieske,
Heilpraktikerin


Gesundheit stabilisieren durch Selbshilfe:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

Meridian-energie-technik-MET