Gefäßschutz

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Tipps aus dem BIOLINE-Magazin


In einer Langzeitstudie über 24 Jahre wurde bei 83.000 Frauen ihr Schlaganfallrisiko erforscht. Dazu wurden die Frauen nach ihrem Kaffeekonsum befragt. Es konnte festgestellt werden, dass dadurch ihr Schlaganfallrisiko nicht erhöht wurde, sondern sogar ein gefäßschützender Effekt beobachtet werden konnte. Ein solcher ließt sich bei Tee und anderen koffeinhaltigen Getränken nicht nachweisen. Daraus ist zu schließen, dass nicht das Koffein diese Wirkung verursacht, sondern möglicherweise die Phenole. Die Phenolsäuren (Kaffeesäuren) gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften haben und sich positiv auf die Funktion der Blutgefäße und auf die Glucosesenkung auswirken.
Diese positiven Wirkungen, die besonders bei Frauen festgestellt wurden, reichen allerdings nicht aus, um die wohlbekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes und zu hohe Cholesterinwerte zu neutralisieren. Zu hoher Kaffeekonsum kann bei vorgeschädigten Gefäßen das Schlaganfallrisiko jedoch erhöhen.