Eisenmangel

Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin


Liebe BIOLINE-Experten,
ich bin Vegetarierin und bei mir wurde ein leichter Eisenmangel festgestellt. Das erklärt wahrscheinlich, warum ich oft müde und ziemlich blass bin. Mein Arzt hat mir offen gelassen, ob ich Eisenpräparate einnehme oder mich auf eine Ernährungsumstellung einlasse. Vielleicht können Sie mir schreiben, wie so eine Ernährungsumstellung ausschauen kann?! Selbstverständlich ohne wieder Tiere essen zu müssen!
Herzliche Grüße
Heike K., Halberstadt


Liebe Frau K.,
wenn innere Blutungen oder chronische Entzündungen bei Ihnen ausgeschlossen sind, kann man einen Eisenmangel gut mit der Ernährung ausgleichen.
Nicht nur Fleisch und Geflügel sind reich an Eisen, auch Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Sojabohnen, Tofu), Gemüse (z.B. Mangold, Spinat, Zucchini, rote Beete, Topinambur),
Salate und Kräuter (z.B. Petersilie, Feldsalat, Brunnenkresse, Endivien, Brennnessel), Vollkornprodukte (z.B. Hirse, Weizenkeime, Hafer, Grünkern) sowie alle
schwarzen Beeren (Holunder-, Johannis-, Heidel- und Brombeeren) enthalten Eisen und unterstützen so die Blutbildung.


Weitere wichtige Tipps:


- Um den Eisengehalt dieser Lebensmittel optimal aufnehmen zu können, sollten Sie Vitamin-C-haltige Getränke (z.B. Grapefruit-, Orangen-, Johannisbeersaft) vor den Mahlzeiten zu sich nehmen
- Gerbsäurehaltige Getränke wie schwarzer Tee, Kaffee, Cola, Kakao und Rotwein sind aber zu meiden oder sollten erst ein bis zwei Stunden nach der eisenhaltigen Mahlzeit folgen
- Spinat und Rhabarber enthalten Oxalsäure, die die Aufnahme von Eisen verschlechtert, deshalb den Verzehr dieser Lebensmittel reduzieren
- Zur besseren Eisenverwertung achten Sie bei Vollkornprodukten bitte darauf, dass sie mit Natursauerteig hergestellt sind
- Da auch Calcium die Eisenaufnahme stört, sollte es nicht in der eisenhaltigen Hauptmahlzeit enthalten sein


Gelegentlich können Sie sich eine Brennnesselkur mit Pflanzensäften aus dem Reformhaus oder der Apotheke gönnen.
Da Vegetarier auch zu einem Vitamin-B12-Mangel neigen, rate ich Ihnen, mit dem Verzehr von Hülsenfrüchten und Sojaprodukten sowie vergorenen Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut) dagegen anzugehen. Fisch enthält auch Vitamin B12.
Wenn Sie bei einem Homöopathen in Behandlung sind, kann dieser noch ergänzend ein auf Sie abgestimmtes homöopathisches Mittel finden.
Herzliche Grüße
Nina Schlieske

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