SPORT als Heilmittel

Ingrid Schlieske

 

Wenn Muskeln nicht benutzt werden, kann das fast so schädlich sein, wie Zigaretten rauchen und Alkoholismus. Wer körperlich träge ist, wandert sieben Jahre früher ins Grab als körperlich aktive Mitmenschen.

 

Bewegung ist weit mehr als ein Mittel, um Krankheiten vorzubeugen. Zahlreiche Studien belegen, dass Sport als wirksame Medizin angewendet werden kann, selbst wenn der Mensch bereits krank, oft sogar schwer krank ist.

 

Zunehmend setzen Altersforscher auf Sport, um Senioren wieder mobil zu machen. Und das in körperlicher genauso, wie in geistiger Hinsicht.

Neu ist hingegen, dass auch Herzmediziner und Onkologen (Krebs-Spezialisten), besonders aber Orthopäden Sport sogar im akuten Krankheitsfall empfehlen, auch dann, wenn es schon zu massiven Schädigungen und zu Degenerierung an Organen und Knochen gekommen ist.

 

Sport wirkt häufig besser als teure Medikamente und macht nachweislich eine Vielzahl von Operationen überflüssig.

 

Die Zeiten sind vorbei, da Ärzte dem geschwächten Patienten ausschließlich zur Schonung raten.

Ein moderates Bewegungsprogramm kann gesunde Zellen im Körper und im Gehirn wachsen lassen und Krankheitsverläufe günstiger gestalten.

Es versteht sich, einen Schwerkranken nicht aus dem Bett zu jagen, damit er seine Kniebeugen macht. Aber in fast jedem Stadium der Befindlichkeit können Übungen den aktuellen Möglichkeiten angepasst sein, damit Gesundung unterstützt wird.

 

Sport ist hilfreich bei:

Herzkrankheiten - wenn diese Herzkrankheiten stabil sind, hat der Patient eine höhere Lebenserwartung

Krebsvorbeugung - körpereigene Abwehr wird gestärkt

Krebsnachsorge - Lebenserwartung steigt

Gemütskrankheiten - Behandlungen, die mit Sport kombiniert werden, haben einen günstigen Verlauf

Altersvorsorge - körperlich aktive Senioren verbessern ihren Stoffwechsel, biologische Alterungsprozesse werden verlangsamt

Diabetesrisiko - verringert sich mit Sport um mindestens 15 Prozent

Übergewicht - verringert sich mit regelmäßiger Körperertüchtigung

Osteoporose - brüchige Knochen stabilisieren sich wieder (Verdichtung des Knochengewebes)

Muskelschwund während des Alters -  lässt sich auch bei Greisen noch umkehren, Muskeln wachsen wieder

Darmkrebs - wenn zum Beispiel regelmäßig gejoggt wird, haben Patienten lt. Amerikanischer Studie weniger Rückfallrisiko

Brustkrebs - wer gleich nach Diagnosestellung regelmäßig Sport treibt, begünstigt positiven Krankheitsverlauf und beugt Rückfällen vor

Rückenschmerzen - „Ein starker Rücken tut nicht weh!“ Bis zu 80 Prozent von Wirbelsäulenoperationen sollen damit überflüssig werden

Rheuma/Gelenkbeschwerden - bessere Durchblutung verhilft zu mehr Flexibilität, unterstützt Regeneration und Entgiftung

Schwaches Immunsystem - wird durch Sport trainiert, weniger Erkältungen, mehr Widerstand gegen Erreger

 

 „Wir altern nicht biologisch, sondern chronologisch. Wenn man die Körperfunktionen erhält, kann man den biologischen Alterungsprozess überwinden.“

Irwin Rosenberg, Arzt

 

 „Es gibt nur einen Jungbrunnen – aber wer daraus trinken will, muss sich anstrengen. ‚Nachweislich’ vermag nur regelmäßige sportliche Aktivität den bio-logischen Alterungsprozess zu überwinden.“

Löllgen Runscheider, Internist           

                                   

 „Bewegung ist keineswegs eine nützliche Aufgabe, um die Gesundheit zu verbessern, vielmehr ist sie Voraussetzung, die ein normales Funktionieren des Menschen überhaupt erst ermöglicht.“

Aus Spiegel 5/2006 

                                   

 „Die meisten Zivilisationskrankheiten sind darauf zurückzuführen, dass der Stoffwechsel wegen allzu großer Untätigkeit aus dem Ruder läuft.“              

Broth, Evolutinsmediziner

 

 „Was oft als Alterungsvorgang verstanden wird, ist in hohem Maße das Resultat von Inaktivität.“

Heinz Mechling, Sportmediziner

 

 „Fitnesstraining verbessert die Wirksamkeit und Leistung von Nervenzellen.“

Arthur Kramer, Psychologe Universität Illinois

 

In den letzten Jahren verbreiteten die Medien zunehmend die Erfolgsgeschichten krebs-ranker Menschen, darunter Sportler wie Radrennfahrer Lance Armstrong, die ihr Leiden mit Hilfe konsequenten, sportlichen Einsatzes besiegt hatten.

 

Zahlreiche Studien belegen Wirksamkeit von Sport

Professorin Kaelin, eine der bekanntesten Brustkrebs-Chirurginnen der USA und Leiterin eines Hospitals, das zur Harvard Medical School gehört, war selbst an Brustkrebs erkrankt, als sie gerade 42 Jahre alt war. Trotz fünf Operationen und belastender Chemotherapie zwang sie sich, täglich zur Arbeit zu laufen und regelmäßig ins Fitnesscenter zu gehen. Sie hat darüber und wie Sport das Leben anderer Krebspatientinnen verlängert, ein Buch geschrieben.

Inzwischen raten moderne Ärzte allen ihren Patienten, sich regelmäßig sportlich zu betätigen.

Ohne ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität ist es wahrscheinlich, dass die Reparatur- und Regenerationsprozesse nicht zügig ablaufen können. Chronische Krankheiten sind die Folge.

 

Der Körper ist von Natur aus auf Bewegungslosigkeit nicht ausgerichtet. Demzufolge befindet er sich permanent in einem Ausnahmezustand.

 

In den Zellen laufen ständig krankmachende Vorgänge ab. Bedauerlicherweise mündet das Leben vieler Bürger hierzulande in ein passives Leben.

 

Man macht es sich gemütlich!

 

Das heißt, Wege werden nicht mehr zu Fuß, sondern per Auto erledigt. Die Abende verringt man vor dem Fernseher, womöglich bewaffnet mit Chips oder Süßigkeiten. Einkäufe werden per Internet erledigt, Besuche bei anderen Familien oder in Veranstaltungen sind seltener geworden.

Der gesamte Organismus wird durch ein solches Leben in eine Art von Lethargie versetzt, in der zügige Stoffwechselvorgänge regelrecht ausgebremst werden.

 

Die gute Nachricht ist, dass auch hier der berühmte Spruch gilt: „Es ist nie zu früh – und selten zu spät!“

 

Entscheidet sich der Mensch dazu, mehr Sport, oder wenigstens regelmäßig Bewegung in sein Leben zu lassen, geschieht Erstaunliches: nach dem überwundenen Muskelkater steigert sich das Wohlbefinden fast täglich. Und es dauert nicht lange, bis nicht nur spürbar, sondern konkret messbar ist, wie sich seine Blutwerte beginnen zu normalisieren.

 

Sport unterstützt alle Heilungsvorgänge.

 

Das geschieht direkt auf molekularer Ebene. Die Aktivität der Enzyme, die als Radikalenfänger wirken, ist messbar erhöht. Das Blut fließt zügiger, als im Ruhestand. Im Inneren der Gefäße bilden sich Enzyme, die für mehr Elastizität sorgen, damit kann der Verkalkung (Artherossklerose) der Adern begegnet werden.

In Organen und im Gewebe sprießen neue Zellen, so dass der Körper seinen Reparaturarbeiten besser nachkommen kann.

 

Hoffnung für Patienten mit Raucherbein

Für eine Leipziger Studie ließ ein Team von Molekularbiologen und einem Sportlehrer 18 Männer mit Raucherbein vier Wochen lang jeden Tag einmal auf einem Laufband joggen. Einige von ihnen waren nach 50 bis 200 Metern schon am Ende ihrer Kräfte.

Aber selbst bei den hoffnungslos erscheinenden Fällen geschah Erstaunliches: die Zahl der Stammzellen erhöhte sich zum Teil bis auf das Dreifache. Dadurch gelang es, die zerstörten Gefäße praktisch von innen heraus zu regenerieren.

 

Gehirnzellen wachsen

Zwischen dem 30sten und dem 90sten Geburtstag eines Menschen gehen bis zu 25 Prozent seiner Hirnzellen zugrunde. Das heißt, jeden Tag büßt man einige tausend Nervenzellen ein. Das bezieht sich ausgerechnet auf die Gehirnzellen, die für Lernen und Erinnern zuständig sind. Noch vor kurzem waren sich Wissenschaftler darüber einig, dass eine solche Situation unwiderruflich sei. Inzwischen ist erwiesen, dass Sport wieder Neuronen wachsen lässt, sich verlorene Gehirnzellen ersetzen lassen. Damit ist belegt, dass Sport sich hervorragend für die Altersprävention eignet.

 

Sport für Unsportliche?

Keine Angst, auch eingefleischte „Couchpotatoes“ können noch mit regelmäßigen Übungen in die Riege der Sportler aufgenommen werden, wenn sie die ernsthafte Absicht haben, Bewegung in ihr Leben zu bringen. Dafür eignen sich beispielsweise die einfachen Yoga-Übungen,

„5 Tibeter“ und der wenig zeitaufwändige Ein-Minuten-Körpercheck. Beide Empfehlungen siehe Kasten. Sie sind allerdings nur dann wirkungsvoll, wenn sie täglich ausgeführt wer-den. Dazu noch ein kleines Hantelprogramm mit einfachen Wasserflaschen aus Plastik (1 1/2 Liter) und ein Fitnessprogramm ist (fast) perfekt. Wenn nun noch jeden Tag rasches Gehen von mindestens zwei Kilometern auf dem Programm steht und Treppensteigen ein Selbstverständnis wird, muss man sich in den allermeisten Fällen auch um den Blutdruck nicht mehr sorgen. Alt werden ist sicherlich keine verlockende Verheißung, aber „bitte mit Sahne …“. Und die ist in diesem Fall eine strahlende Gesundheit.

 

Der Ein-Minuten-Körpercheck

Mit diesen äußerst simplen Übungen werden zwei bis drei Mal täglich (tatsächlich jeweils kaum mehr als eine Minute) alle Gelenke gezielt durch bewegt, damit sie nicht „einrosten“. Es ist erstaunlich, aber die Beweglichkeit ist nach wenigen Wochen deutlich erhöht, die allgemeine Fitness steigt.

 

Die „5 Tibeter“

Diese fünf Yoga-Übungen steigern nicht nur die Gelenkigkeit des Anwenders, sondern sind gleichzeitig wirkungsvolle Rückengymnastik. Das Beste aber dürfte sein, dass mit jedem der Bewegungsabläufe eine direkte Stimulation auf die Hormonproduktion ausgeübt wird. Und von dieser hängt ab, in welcher Stimmung wir sind und wie die Stoffwechselprozesse in unserem Körper ablaufen. Angeblich sollen sich Anwender der „5 Tibeter“ nach zwei Jahren um zehn Jahre verjüngt haben.

Wer seine Übungen konsequent durchführt, schwört jedenfalls darauf!

 

Alles in allem braucht der Mensch nicht mehr als etwa zwanzig Minuten Körperertüchtigung, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Und diesen Einsatz kann er über den Tag verteilen.

Beispiel:

Morgens:

die „5 Tibeter“ - 10 Minuten

Mittags:          

100 x Seilspringen (auch ohne Seil) - 2 Minuten

Zwischendurch:

Ein-Minuten-Körpercheck - 1 Minute

Nachmittags: 3 Hantelübungen mit Flaschen - 4 Minuten (erst je 10x, später je 20x)

Zwischendurch:

Ein-Minuten-Körpercheck - 1 Minute

Zwischendurch: 2 x Treppenlaufen - 2 Minuten

Gesamt: 20 Minuten                                                            

Klingt einfach, nicht wahr? Ist auch ganz leicht!

 

Wenn jetzt noch dreimal wöchentlich ein rascher Spaziergang von je zwanzig Minuten hinzukommt, erfüllen Sie schon den Mindesteinsatz, welcher von Arzt und Sportlehrern für unsere Gesundheit empfohlen wird.

Das beste Ergebnis einer solchen (kleinen) Mühe aber ist, dass es Ihnen schon nach einer einzigen Woche besser geht.  Dann nämlich fühlen Sie sich bereits frischer, vitaler, unter-nehmungslustiger.

Wie Sie sehen, der Aufwand lohnt sich.

Und nun legen Sie einfach los!


Und au0erdem für die Gesundheit:

Japanisches Heilströmen

Meridianklopfen

vegetarisch und vegan einkaufen

 

 

Gesund durch Bewegung und Sport

Ernährung, Bewegung und geistige Vielseitigkeit, das sind die Säulen für ein langes und gesundes Leben. Hier wird auf natürliche Weise geistigem Abbau, wie Demenz, Alzheimer und Altersvergesslichkeit vorgebeugt. Eine moderate sportliche Betätigung macht auch völlig Unsportlichen einen riesigen Spaß. Es müssen nur die richtigen Übungen sein. Zudem stimulieren Meridianklopfen und Japanisches Heilströmen die vitalen Kräfte eines Menschen.

Meridianklopfen

Meridiantechnik

vegetarisch einkaufen

www.japanisches-heilstroemen-lernen.de