Geistiges Heilen - erleben, erlernen, verstehen

Ingrid Schlieske
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Wenige Blicke in die Geschichte


Hinweise auf geistiges Heilen finden sich seit Menschengedenken in allen Kulturen. Handauflegen beispielsweise wird schon in Höhlenzeichnungen der Steinzeitmenschen dargestellt. Darstellungen finden sich in alten ägyptischen Schriften und im frühen Christentum ebenso wie in Überlieferungen der griechischen Antike.
Jahrtausende lang war die Erkenntnis der Natur gleichwertig im Alltagsbewusstsein der Menschen verankert wie die Anerkennung des Göttlichen, die Kommunikation mit den Ahnen oder mit Natur- und Geistwesen aller Art.
Wurde Heilung bis dahin als komplexer Zusammenhang von körperlichen, geistigen und seelischen Aspekten begriffen, eingebettet in die umgebende Natur und in das göttlich Ganze des Universums, so reduzierte sich das Weltbild mit zunehmender Erkenntnis von Details nachhaltig.
Der menschliche Körper, dessen mechanische und später auch dessen biochemischen Funktionen traten in den Vordergrund. Geist und Seele als nichtmaterielle und somit schwer definierbare Dinge verloren an Bedeutung und Beachtung.
Dennoch hörten geistige Heilweisen nie auf zu existieren und wurden in der traditionellen Volksmedizin bewahrt. Wohl jeder hat zumindest von Handauflegen, Besprechen oder Gebetsheilung gehört. Seit einigen Jahren endlich werden diese altbewährten Heilweisen auch von Wissenschaftlern und Ärzten zunehmend beachtet, erforscht und angewandt.


Geistiges Heilen in der modernen Welt der Technik


Vielleicht entspringen ja aus dem Selbstverständnis und der Arbeitsweise von Heilern und Heilerinnen Skepsis oder Unbehagen beim Betrachter. Wer da ausschließlich mit den Augen schaut, sieht erst einmal nichts anderes als möglicherweise irritierende Handlungen, die Heilarbeit sein sollen: zum Gebet gefaltete Hände, Anordnen von Symbolen, streichende Bewegungen von Händen auf dem Körper oder in Entfernung zu diesem. Da zupfen die Hände eines Heilers etwas Imaginäres aus einem angeblich vorhandenen, doch „unsichtbaren“ Energiefeld, dort berührt ein Heiler in bestimmter Reihenfolge bestimmte Körperpunkte.
Gewöhnt sind wir doch dieses: der Kopf tut weh – also gibt es eine Anti-Schmerz-Tablette, eine Infektion – ein Antibiotikum, Depressionen – ein Antidepressivum. Wenn wir von A nach B wollen, benutzen wir Auto, Bahn oder Flugzeug. Wenn wir Licht brauchen, drücken wir auf den Knopf und lassen Strom fließen. Wir leben in einer Welt voller nützlicher und unnützer Technik. Wir meinen, Ursache und Wirkung zu kennen. Was wahr ist, lässt sich sichtbar machen, lässt sich berechnen, in Statistiken fügen, lässt sich beweisen. Umkehrschluss: was man nicht sieht, was man nicht berechnen, nicht rundum wissenschaftlich beweisen kann, existiert und funktioniert nicht, nur weil wir (noch) nicht wissen warum und wie?
Ist dieses Denken der Grund, weshalb uns „geistiges, energetisches, spirituelles Heilen“ oft noch so suspekt erscheint?
Wir reißen Witze darüber, dass Wissenschaftler „entdeckt“ haben, dass Menschen in harmonischen Partnerschaften länger leben und gesünder sind. Wir lächeln milde, wenn sie „beweisen“, dass Besitzer von Haustieren glücklicher und gesünder sind, wir staunen über „Belege“, dass liebevolle Zuwendung schneller genesen lässt – alles nur Einbildung oder altes Erfahrungswissen seit Generationen?


Selbstheilungskräfte aktivieren


Geistiges Heilen zielt ab auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Es ist ein zusätzliches Angebot für Hilfesuchende und steht nicht in Konkurrenz zu anderen Heilweisen.
HeilerInnen behandeln Menschen und nicht Krankheiten oder deren Symptome.
Der Mensch ist ein komplexes System energetischer Strukturen. Diese Erkenntnis findet sich in allen Kulturen - nicht nur in den fernöstlichen. Sind diese Energieflüsse „aus dem Gleichgewicht“ geraten, kann es entsprechend zu Mangel oder Überschüssen an Energie in bestimmten Bereichen kommen. Dies wiederum kann sich in Störungen des Wohlbefindens und der Gesundheit niederschlagen.
Durch geistig-spirituelles Heilen, energetische Behandlungen usw. kann der Fluss dieser Energien aktiviert und harmonisiert werden. Aufgabe und Ziel ist es, Heilung im ganzheitlichen Sinne zu fördern.
Geistiges Heilen hat vordergründig weder etwas mit Geistern noch mit Heiligkeit zu tun. Geistiges Heilen steht für die Tätigkeit von Menschen und zielt darauf ab, die universelle Lebens- oder Bioenergie zu aktivieren und zu harmonisieren.
Eigentlich ist der Begriff „Heiler“ recht unglücklich, denn heilen tut im eigentlichen Sinne der Patient (ob Mensch, Tier oder Baum) sich selbst. Der Heiler unterstützt, begleitet Heilung, aktiviert und gleicht aus.
Die Bandbreite geistiger, spiritueller, energetischer Heilweisen ist groß und reicht von verschiedensten Methoden des Handauflegens über Gebete und Rituale bis hin zur Unterstützung durch Klänge, Steine oder andere Dinge, reicht von christlicher Krankensalbung bis zu keltischem Schamanismus.
Weder gibt es „den besten Heiler", noch „die einzig richtige Heilmethode“.


Gründliche Information und kritischer Blick


Wenn auch spontane Heilungen geschehen – Heiler sind keine Zauberer, können „Wunder“ nicht am Fließband liefern oder dies auch nur versprechen.
Wer sich für einen Heiler entscheiden will, sollte sich gründlich informieren.
Seriöse HeilerInnen beantworten auch am Telefon Fragen zu sich selbst, zu ihrer Ausbildung, zu Erfahrungen und der Art zu arbeiten. Weder theatralisch-nebulös-esoterisches Flair ist nötig, um ein guter Heiler zu sein, noch hochtrabende Titel ohne bestimmbare Herkunft. Ein seriöser Heiler fragt nach Lebensumständen des Patienten und vergewissert sich, dass bereits ein Arzt aufgesucht wurde.
Heiler, die nicht Arzt oder Heilpraktiker sind, dürfen keine Diagnosen stellen! Weder gibt es bei seriösen Heilern die Verpflichtung zu einer bestimmten Anzahl von Sitzungen, noch wird mit Heilerfolgen geprahlt.
Vorsicht ist immer dann geboten, wenn ein Heiler (bitte auch: ein Arzt oder Therapeut) von sich behauptet, nur er, nur seine Methode, nur seine Medizin könne helfen und heilen. „Finger weg!“ sollte es stets dann heißen, wenn von Heilern pauschale Heilungsversprechen gegeben oder schnelle Linderung und Besserung versprochen wird, sowie dann, wenn die Schulmedizin oder andere Therapiemethoden grundsätzlich abgelehnt werden.


Vierter Kongress „Geistiges Heilen“ des DGH


Vom 1. bis 3. Oktober 2005 veranstaltet der Dachverband Geistiges Heilen e.V. seinen nunmehr vierten Kongress Geistiges Heilen in Rotenberg a. d. Fulda. Der DGH bietet so eine Möglichkeit, geistige Heilweisen in ihrer Vielfalt und Wirkungsweise kennen zu lernen. In einer Vielzahl von Vorträgen und Workshops geben 45 ReferentInnen Gelegenheiten, geistige Heilweisen zu erleben, zu erlernen und zu verstehen. Die Themen reichen von Grundlagen des geistigen Heilens bis zur Auseinandersetzung mit chronischen Erkrankungen. Erstmals wird ein christlicher, ökumenischer Heilungsgottesdienst im Kongress integriert sein. Das Spektrum der während des Kongresses diskutierten und demonstrierten Methoden reicht von Schamanistischen Heilweisen und Geistchirurgie, über Feng Shui bis zu Handauflegen und Fernheilung. Der Kongress soll Anregungen geben und Fragen beantworten – für Ärzte, Heilpraktiker und Heiler ebenso wie für jene Menschen, die spirituelle Heilmethoden in Anspruch nehmen möchten.
Der Dachverband Geistiges Heilen e.V. (DGH) hat sich auf die Fahnen geschrieben, geistig-spirituelles Heilen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und über Möglichkeiten und Grenzen dieser Heilweisen zu informieren. Der DGH vertritt die Auffassung: Menschen brauchen nicht mehr medizinische Anwendung, sondern mehr menschliche Zuwendung. Das „Idealmodell Heilung“ umfasst die ganzheitliche Behandlung des Menschen, also das einander ergänzende Wirken von Ärzten, Heilern und Heilpraktikern.
Der DGH bietet fundierte Informationen an, wie Sie gut ausgebildete, seriöse HeilerInnen erkennen, was Sie von ihnen erwarten können und sagt auch, wo deren Möglichkeiten enden. Auch Beratung zu den verschiedenen Arten geistig-spiritueller Heilweise bietet der Verein.
Interessierte Leser erhalten weitere Informationen bei der Geschäftsstelle DGH, Steigerweg 55, 69115 Heidelberg, Telefon: 06221/169606 (Montag bis Freitag 11.00 bis 13.00 Uhr), Mail: info@dgh-ev.de,
Internet: www.dgh-ev.de

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www.meridianklopfen-lernen.de
www.Japanisches-Heilstroemen-lernen.de

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