Das richtige DENKEN wirkt WUNDER

Ingrid Schlieske

 

Die eigene Vorstellungskraft entscheidet über Erfolg oder Misserfolg – und das auf allen Ebenen unseres Lebens

 

Jetzt ist genau die richtige Zeit, um einmal ausführlich die Macht unseres Denkens zu beleuchten. Im kommenden Jahr nämlich würde der berühmteste Apotheker der Welt seinen 150sten Geburtstag feiern.

Wir sprechen von Emile Coué, der von 1857 – 1926 lebte.

Coué war der Begründer der modernen, bewussten Autosuggestion.

 

Sein Traum war es ursprünglich, Chemie zu studieren. Aus kleinen Verhältnissen stammend, war es ihm unmöglich, die Uni zu finanzieren, so übernahm er schon mit 25 Jahren die Apotheke seiner Eltern. Daneben befasste er sich mit seinem liebsten Hobby, der Psychologie.

Schnell stellte er fest, dass Medizin, die sich Kunden bei ihm abholten, umso positiver wirkte, wenn er sie mit motivierenden Kommentaren versah. Diese sah beispielsweise so aus:

„Sie werden sehen, mit dieser Medizin werden Sie ganz sicher bald wieder gesund!“

 

Er erkannte, dass es wichtig war, in den Patienten die Zuversicht für die eigene Heilung zu festigen. Damit hatte er das Prinzip der Autosuggestion verstanden.

Schon bald sprach es sich herum, dass dieser Apotheker aus Nancy über ein Geheimnis verfügte, das Heilung ermöglichte, zumindest aber beschleunigte.

Coué lag daran, dass die Menschen begriffen, dass nicht er ihnen zu Heilung verhalf, sondern dass sie selbst es waren, die über diese besondere Kraft verfügten. Deshalb sagte er zu seinen Patienten:

 

„Ich habe keine Heilkraft, nur Sie selbst!“

 

Berühmt wurde Coué mit folgendem Satz, der inzwischen überall auf der Welt bekannt ist und der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat:

 

„Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser!“

 

Diese magischen Worte sollen Heilungssuchende jeden Morgen nach dem Aufstehen und an jedem Abend vor dem Schlafengehen zwanzig Mal halblaut vor sich hin sprechen.

Hierbei ist es völlig gleichgültig, ob man an diese Methode glaubt oder nicht. Die Nachricht erreicht das Unterbewusstsein und somit das innere Heilsystem, das unverzüglich damit beginnt, darauf zu reagieren.

Coue´ empfahl, den Satz möglich unangestrengt vor sich hinzusagen, langsam und monoton, ohne den Willen dabei zu bemühen. Ähnlich, wie Mantras wiederholt werden, oder Litaneien.

Aber auch bei Schmerzen oder chronischen Beschwerden waren und sind die Erfolge mit der Auto-Suggestion bemerkenswert. Dabei ist es ganz gleich, ob sie körperlicher, oder seelischer Natur sind. Dafür legt der Therapeut seine Hand auf die betroffene Stelle und wiederholt ständig:

„Es geht vorbei, es geht vorbei …!“
In der Selbstbehandlung verfahre man bei sich ganz genauso.

Oftmals beginnen die Symptome nach kurzer Zeit abzuklingen, um nach einer Reihe von Behandlungen nicht selten gänzlich zu verschwinden.

 

Es besteht auch von Seiten der Schulmedizin inzwischen kein Zweifel mehr da-ran, dass ein Großteil aller Erkrankungen psychische Ursachen haben. Somit wird verständlich, dass umgekehrt auch über die Psyche Heilung erreicht werden kann.

 

Die Kraft des Willens

Auf ihre Willenskraft sind viele Menschen so stolz. Sie meinen, mit starkem Willen Probleme überwinden und ihr Leben meistern zu können.

 

Nun zeigt die Erfahrung, dass der Wille grundsätzlich und das ohne Ausnahme der eigenen Vorstellungskraft unterliegt.

 

Und diese Vorstellungskraft ist bei uns Menschen nur zu oft blockiert.

Was soll das arme Unterbewusstsein tun, wenn sein Mensch es sich nicht  v o r s t e l l e n  kann, dass er diese oder jene Aufgabe bewältigen kann, dass er unmöglich scheinende Ziele erreicht oder dass sein Körper genug eigene Kraft hat, um ganz gesund zu sein.

 

Spätestens bei dem Thema Sucht, wie Ess-, Alkohol-, Drogen- oder andere Süchte merken wir sehr schnell, dass wir mit dem bloßen Willen zur Veränderung der Situation nicht grundsätzlich weiterkommen.

Die Vernunft ist an den Willen gekoppelt, doch in solchen Fällen sind beide zur Erreichung eines Zieles oft erstaunlich wenig hilfreich, in seltenen Fällen ausreichend.

Denn wir wissen ganz genau, dass es uns schadet, wenn wir uns zum Beispiel falsch ernähren, zu wenig Sport treiben, nicht oft genug an der frischen Luft sind und auch sonst unsere guten Vorsätzen nicht befolgen.

Dennoch fühlen wir uns in den meisten Fällen absolut außerstande, nach den Regeln der Vernunft zu leben. Wir richten uns stattdessen nach Gewohnheiten, dem momentanen Genuss und der Bequemlichkeit. Womit wir wieder bei dem Gefühl wären, dass die Oberhand über den Willen gewonnen hat.

 

Coué nannte seine Technik seine „Selbstbemeisterung durch bewusste Auto-suggestion“.

 

Dabei ging der nach dem Prinzip vor: das Gute muss her und das Schlechte muss weg.

Da das Gehirn nur einen einzigen Gedanken  auf einmal denken kann, so wähle man einen nützlichen Gedanken und wiederhole ihn so schnell, dass sich kein schädlicher Gedanke dazwischen drängen kann.

 

Diese Überlegung ist so einfach wie genial.

 

Coué, der noch nichts ahnte von Computern und Programmieren, hat instinktiv begriffen, dass dem Gehirn auf diese Weise heilende Formeln suggeriert werden können. Und letztlich ist das nichts anderes, als das Einprogrammieren von Gedankengängen ins Unterbewusstsein.

Auf diese Weise lassen sich viele Blockaden, Schmerzen und Schwächen sich tatsächlich einfach fortsuggerieren.

 

Wer verstanden hat, dass es wichtig ist, sich zu suggerieren: „Ich kann das, ich kann das …“, füllt sein Denken mit dem Gefühl des Könnens und nimmt damit den Zweifeln und dem Zagen den Platz.

 

 

 

Ein Fallbeispiel

Schweres Rheuma  mit Hilfe von Gedankenumkehr überwunden

Vor mehr als 10 Jahren war unter meinen Kurgästen eine junge Frau, Christa. F., an der ich mich wohl immer als eine besonders tapfere Person erinnern werde. Sie ist in meinen Augen ein leuchtendes Beispiel dafür, wie es sogar einem schwerkranken Menschen gelingen kann, aus Invalidität und Hoffnungslosigkeit herauszufinden.

Die sehr hübsche junge Dame von damals 24 Jahren, fiel mir auf, weil sie zum einen eine sehr schöne Figur hatte und ganz offensichtlich nicht drei Wochen bei uns verweilte, weil sie Gewicht verlieren wollte, wie die meisten anderen, meiner Kurgäste. Andererseits war sie offensichtlich zwar sehr bemüht um körperliche Fitness, konnte allerdings nicht alle Übungen mitmachen, fehlte meistens auch bei den täglichen Wanderungen oder ging nur eine kleine Wegstrecke. Trotzdem war sie unermüdlich, ging täglich schwimmen, bewegte laufend ihre Gelenke, machte ständig kleine Hantelübungen und interessierte sich brennend für alle Ernährungsthemen, die wir laufend ansprachen. Sie fragte nach vielen Details und machte sich ständig Notizen.

Als wir eines Tages in einer größeren Runde zusammen sassen, berichtete jeder von dem Grund, der ihn hierher geführt hatte. Als Christa F. an der Reihe war, erzählte sie freimütig, dass sie Rheumatikerin sei und über mehrere Jahre hinweg im Rollstuhl gesessen hatte. Sie und ihre Familie hatten fest damit gerechnet, dass sie wohl immer auf Hilfe angewiesen sein würde. Dazu gehörte auch, dass sie viel Zeit in Krankenhäusern verbringen musste. Die junge Frau hatte in akutem Stadium ihrer Krankheit jeweils schlimme Schmerzschübe zu ertragen, die sie nur unter Gaben von Cortison und anderen Medikamenten aushalten konnte.

Es war wohl verständlich, dass sie deshalb am Leben fast verzweifelt war. Sie hatte seit ihrer frühen Jugend gegen die Krankheit ankämpfen müssen. Alle Interessen, die einen Teenager normalerweise begeistern, kamen für sie nicht in Betracht. Sie konnte ja an nichts teilnehmen. Dabei war ihre Beweglichkeit von Jahr zu Jahr stärker eingeschränkt. Und die regelmäßigen Cortisongaben hatten aus dem ehemals hübschen Mädchen ein Mondgesicht gemacht.

Als sie wieder einmal einige Wochen im Krankenhaus hatte verbringen müssen, war sie nur noch von Trauer und Resignation erfüllt und hatte das Gefühl, ihr Leben sei bereits zu Ende, obwohl es doch eigentlich noch gar nicht angefangen hatte.

Sie konnte die mitleidigen Blicke ihrer Familie kaum noch ertragen. Und die Ärzte machten ihr auch gar keine Hoffnung. Psychologen gaben sich alle Mühe und rieten ihr, die Krankheit anzunehmen.

Christa F. aber wollte sich mit dem Schicksal, das ihr angeblich drohte, nicht abfinden. Sie sah sich unter ihren Mitpatienten um und wusste plötzlich, es war diese deprimierende Umgebung, die ihr auch noch die allerletzten Kräfte raubt.

So beschloss sie, von nun an die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen.

Sie wusste selbst nicht, woher die Kräfte kamen, die ihr plötzlich zuwuchsen. Sie war jedenfalls fest entschlossen, ihre Krankheit zu überwinden. Aber wie?

 

Vor alle Maßnahmen, die sie dafür treffen wollte, setzte sie die große Sehnsucht, endlich gesund zu sein

 

Sie begann, für sich ein persönliches Konzept zu entwickeln. Dazu las sie alle Bücher, die ihr zum Thema Ernährung interessant erschienen. Ihre erste Maßnahme war, den Körper nachhaltig zu entgiften. Dafür ernährte sie sich einige Monate lang ausschließlich von Rohkost und trank Entschlackungstees.

In dieser Zeit hatte sie das Buch von Louise L. Hay, „Gesundheit für Körper und Seele“, geschenkt bekommen und geradezu „verschlungen„. Sie beschloss, der Empfehlung der Autorin zu folgen und keinen negativen, traurigen und resignierten Gedanken mehr in ihr Gehirn zu lassen. Stattdessen bemühte sie sich, nur noch konstruktiv zu denken und ihre Gedanken bewusst zu führen, statt sich passiv von ihnen übermannen zu lassen

Jede Minute, in der sie es aushalten konnte, verbrachte sie mit einfachen Übungen, um ihren geschwächten Körper wieder zu kräftigen und jede dieser Trainings war überhaus schmerzhaft und bedurfte großer Überwindung.

Ein solcher konsequente Einsatz blieb nicht ohne positive Folgen. Christa F. merkte, dass ihre Lebensgeister durchaus nicht auf der Strecke geblieben waren und dass nicht nur ihr Mut wieder wuchs, sondern auch ihre Muskeln, die sie gänzlich verkümmert wähnte. Nach einem halben Jahr dann konnte sie wieder einige Schritte gehen und nach einem Jahr schon kurze Wege bewältigen.

 

Sie konnte sogar ihr Studium wieder aufnehmen, das sie ganz aufgegeben hatte. Stück für Stück eroberte sie sich ihr Leben zurück

 

Die behandelnden Ärzte staunten und staunten, bewunderten jedoch nicht  etwa die Leistung ihrer Patientin, sondern sprachen von seltener Ausnahme, die wohl auf andere Kranke nicht übertragbar wäre.

Die junge Frau aber ließ sich von ihrem Ziel nicht abbringen. Sie hatte verstanden, dass sie selbst das Instrument mit sich führt, um ihr eigenes inneres Heilsystem zu beeinflussen.

 

Ihr konstruktives Denken hatte den Weg frei gemacht zu allen den anderen Maßnahmen, die erforderlich waren, um wieder zu einem starken Leben zurückzukommen.

 

Christa F. hatte auf ihrem Weg natürlich auch einige Krisenzeiten zu überwinden. Und die Schmerzschübe meldeten sich auch noch öfter, besonders dann, wenn sie es mit den Übungen und auch mit der Ernährung nicht ganz so genau nahm.

Die 3-Wochenkur bei uns sollte nun dazu dienen, langfristig ein Ernährungskonzept anwenden zu können, das auch wieder Platz ließ für leckere Mahlzeiten, für Kochen und viel Abwechslung. Besonders kam ihr entgegen, dass sie weiterhin viel Vegetarisches bereiten kann und dass außer Fisch, die tierischen Produkte gemieden werden sollen.

Die reine Rohkost, wie sie das eine Weile betrieben hatte, war ideal gewesen, um den Organismus „umzustimmen“, damit wurde eine Art von Heilreiz gesetzt.

Die Mitstreiter waren von dem Bericht der jungen Frau sehr beeindruckt. Hatten sie doch soeben eine Lektion in Sachen Gedankenumkehr erhalten. Die Erfolge von Christa F. waren in erster Line der Zuversicht zu verdanken, die sie sich bewusst antrainierte.

 

Coué vertritt die Auffassung, dass wir aufhören müssen, die negativen Erwartungen zu stärken, wie wir das gewohnheitsmäßig laufend tun. Wir nehmen Misserfolge als schicksalsgegeben an, statt ihr Gegenteil anzuschauen und uns zu überlegen, was wir stattdessen  unterstützen können.

Ein anschauliches Beispiel ist Kritik, die als Instrument in der Erziehung von Kindern angewendet wird. Es hat ein Kind noch niemals weitergebracht, wenn ihm pausenlos gesagt wird, was es falsch macht.

Wenn stattdessen seine Fähigkeiten zur Kenntnis genommen werden, es Lob erhält für alles, was ihm gelingt, entwickelt sich ein selbstbewusster Mensch, der sich viel zutraut und dem Leben positiv begegnet.


Jeder von uns hat auch so ein Kind in sich, das aufgerichtet werden kann und soll. Stattdessen machen wir es oftmals mit Methode nieder. Kein Wunder, wenn es mit Krankheit und Resignation reagiert.

Wunder aber können passieren, wenn die Methode von Coué bewusst über einen längeren Zeitraum hinweg angewandt wird.

Wenn dem Unterbewusstsein vermittelt wird, was es alles kann, reagiert es genauso, wie wir es ihm zutrauen.

 

Buchtipp

„Gesundheit für Körper und Seele“

Louise L. Hay beschreibt in diesem wertvollen Taschenbuch, wie leicht es ist, negative Gedankengänge in positive zu verwandeln. Und sie erläutert die Zusammenhänge der körperlichen Beschwerden mit bestimmten Gefühlen, Befürchtungen, Ängsten.

Das Buch ist zu beziehen (mit 2,00 Euro Versandkosten) bei Lebenslinie Vegetarischer Versandservice GmbH, Tel.: 06046/958877

Fax: 06046/958866

E-Mail: info@lebenslinie-versand.de

Internet: www.lebenslinie-versand.de

 

Emile Coué(1857 – 1926)

war ein französischer Apotheker, der als Ur-Vater des „positiven Denkens“ als Instrument für Gesundheit und Wohlbefinden gilt. Sein Anliegen war es, die eigenen Heilkräfte der Menschen zu unterstützen. Ab 1912 reiste bereiste er mit seiner Gattin europäische Großstädte und auch die USA, um von den einfachen Prinzipien der Suggestion zu berichten. Seine Vorträge über diese Methode füllten die Säle.

Zahlreiche Coué-Gesellschaften entstanden. Auch heute noch gibt es überall in Deutschland, in Österreich und der Schweiz Coué-Vereine, die das Erbe von Emile Coué pflegen.

 

Buchempfehlungen:

„Selbstbemeisterung durch bewusste Autosuggestion“ (Emile Coue`)

„Die Autosuggestion und ihre Wirkung in der Schule“ (Franz Josef Neffe)

„Das wunderbare Schmerzen-Weg-Buch“ (Klaus Dieter Ritter)

 

 

 

Geistiges Heilen

Heilen funktioniert immer über Heilgewissheit. Von der Schulmedizin längst aufgegebene Patienten haben vielfach erfahren, dass sogenannte „Wunderheilungen“ geschehen können, wenn es gelingt, die Resonanzphänomene auszulösen, die Heilungsvorgänge im Körper, in der Seele in Gang setzen. Ein zuversichtlicher Therapeut und ein zuversichtlicher Klient sind die ideale Allianz, um Heilung zu bewirken. Es geht, vereinfacht gesagt, also um Nachrichten-Übermittlung. Und diese kann über Energiewege weitergegeben werden. Eine der Möglichkeiten ist, die Meridianverläufe dafür zu nutzen.

Info bei:

www.meridian-energie-technik

www.meridianklopfen-lernen.de