Ernährungsberater/in

Ilona Martin, Heilpraktikerin und Meridian-Energie-Therapeutin

Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Ein Beruf mit Zukunft


Seit 1995 bin ich als Ernährungsberaterin mit der Methode der vollwertigen Trennkost nach Dr. Howard Hay tätig und habe in den vergangenen Jahren im Seminarhaus Hoher Vogelsberg viele angehende Ernährungsberater/Ernährungscoachs in dieser Ernährungsform geschult und tue das noch heute, gemeinsam mit einer erfahrenen Kollegin.
Nachdem ich im Jahr 2000 meine Naturheilpraxis eröffnet hatte, dachten viele Freunde und Bekannte, dass ich mich künftig nur noch der Praxis widme, keine Ernährungsberatungen mehr durchführen würde und auch keine Abnehmgruppen mehr betreue, denn nun hätte ich bestimmt Wichtigeres zu tun.


Wichtigeres als das „Thema Ernährung“?


Ja, kranken Menschen dabei zu helfen, ihre Gesundheit wieder zu erlangen, ist bestimmt wichtig. Und gerade deshalb komme ich am Thema Ernährung gar nicht vorbei, denn in unserer Zeit der Zivilisationskrankheiten sind viele davon durch ungünstige Ernährung verursacht. Wie könnte ich hier helfen, wenn ich das Thema Ernährung ausspare?
Und da die beste Krankheit die ist, die erst gar nicht entsteht, setze ich auch heute noch im Ernährungsbereich mein Wissen ein, um Vorbeugung zu leisten.
Heute stellt wohl niemand mehr ernsthaft in Frage, dass auch Übergewicht ein gewaltiger Risikofaktor für die verschiedensten Krankheiten ist. Vom Thema Lebensqualität gar nicht erst zu reden.


Bedrohliche Entwicklung


Im Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung steht zu lesen, dass in der Altersgruppe der Männer über 35 Jahre Normalgewichtige bereits in der Minderheit sind. Bei Frauen liegt die Grenze bei 55 Jahren, auch dort hat also bereits mehr als die Hälfte mit zu vielen Kilos zu kämpfen.
Auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren ist Übergewicht schon weit verbreitet. 15 Prozent von ihnen sind bereits übergewichtig, etwa 6 Prozent schon regelrecht adipös (fettsüchtig). Und inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass eine zu kalorienreiche Kost während der Schwangerschaft, das ungeborene Kind auf späteres Übergewicht programmiert.
Und das ist nicht nur in Deutschland so. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht bereits von einer globalen Adipositasepidemie.
Ein riesiges Betätigungsfeld liegt direkt vor uns Ernährungsberatern/Ernährungscoachs und täglich wird es größer!
Doch Menschen, die ernsthaft bestrebt sind, aus ihrer ernährungsbedingten Gewichtsfalle herauszuwollen, ist gut zu helfen.
Allerdings reicht es nicht aus, den Ratsuchenden lapidar mehr Obst und Gemüse zu predigen oder Kalorienwerte vorzurechnen, was ohnehin in jedem Ernährungsratgeber nachgelesen werden kann.


Ernährungsberatung ist Lebensberatung!


Eine erfolgreiche Ernährungsberatung beginnt mit der Analyse der Ausgangssituation. Hier geht es nicht nur um die falschen Essgewohnheiten, sondern oft auch um die Lebensumstände, die zu ihnen geführt haben.
Gemeinsam mit dem Ratsuchenden folgen realistische Zielsetzungen, die Entwicklung von Erfolgsstrategien und dann selbstverständlich das Handeln.
Und gerade bei der Umsetzung kann es nicht nur anfangs, sondern auch zwischendurch immer wieder zu Rückschlägen kommen.
Über Jahre und Jahrzehnte gewachsene Gewohnheiten lassen sich eben nicht auf Knopfdruck abschalten.
Deshalb ist Langzeitbetreuung angesagt, sonst ist der Rückfall vorprogrammiert. Also ist ein regelrechtes Ernährungscoaching nötig.
Während der Betreuungsphase der Ernährungsumstellung und/oder Abnehmphase des Klienten bedarf es viel Motivationsfähigkeit seitens des Beraters und viel Durchhaltekraft des Klienten.
Deshalb arbeite ich auch mit Energie-Punkten aus dem Japanischen Heilströmen und Elementen vom Meridianklopfen, die ich meinen Teilnehmern erkläre, damit sie damit ihre „Hausaufgaben“ gegen Süßgelüste und Durchhänger machen, ihre Willenskraft stärken, das Selbstbewusstsein aufbauen, lernen Grenzen zu überwinden und Neues zu wagen. Das wird allgemein als sehr hilfreich empfunden.
Auch Bewegung muss zum neuen Lebensmuster gehören. Und das muss keineswegs ein aufwändiges Programm sein.
Hier bietet sich also ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld für ganzheitlich arbeitende Ernährungsberater/Coachs. Deshalb empfiehlt sich diese Tätigkeit auch für alle Berufsgruppen an, die ohnehin schon in irgend einem Bereich rund um das Thema Gesundheit, Fitness, Coaching u.a.m. tätig sind oder die Absicht haben, hier therapeutisch zu arbeiten.
Das berufliche Spektrum der Absolventen der Ernährungsberater/Coachs-Workshops ist breit gestreut. Wer mit Menschen arbeitet, zum Beispiel als Physiotherapeut, Kosmetikerin, Gesundheitsberater, Trainer, Heilpraktiker und in vielen anderen Berufen, begegnet täglich vielen Interessenten und kann seine Angebotspalette durch Ernährungsberatung/Abnehmunterstützung im Sinne von Ganzheitlichkeit sinnvoll ergänzen.
Aber auch Personen aus ganz anderen Berufen können sich in kurzer Zeit in die Materie einarbeiten, wenn sie Interesse und eine große Portion Engagement mitbringen.
Ich habe es oft erlebt, dass zwischen dem Entschluss, einem unbefriedigenden Job „Lebe wohl“ zu sagen und sich einer sinnvolleren Betätigung zuzuwenden, nur kurze Zeit lag.
Die Arbeit eines Ernährungscoachs ist in meinen Augen ein solch beglückender Beruf.
Nur selten sonst ist es möglich, so hautnah zu beobachten, wie Klienten durch unsere Unterstützung wieder Gesundheit und Schlankheit für sich erobern können.


Die Ausbildung


Dazu braucht es ein fundiertes Basiswissen. Und zwar nicht Theorie aus dicken Büchern, sondern einfache Konzepte, die sich problemlos umsetzen lassen und die auch nachweislich erfolgreich sind. Jahrelange Erfahrungen mit Tausenden von Seminarteilnehmern gewährleisten ein solches Erfolgskonzept.
Erfolgreich nicht nur für den Klienten, sondern auch für den Berater.
Ernährungsberater sein ist wirklich eine kreative, lohnende Tätigkeit, die alles ist - außer langweilig.


Bewegtes Leben


Nicht jeder ist für ein aufwändiges Sportgrogramm zu begeistern. Aber es lohnt schon,  e t w a s  „Bewegung ins Leben“ zu bringen.
Wer jeden Tag eine (ggf. auch nur kleine) Strecke joggt, die 5 Tibeter als Jogaübungen und gleichzeitig Rückengymnastik absolviert, abends ein wenig Bauchmuskeltraining vor dem Fernseher macht, tut schon viel für Gelenke, Muskeln, Kreislauf und – die Seele.