Ernährung und ihre erotisierende Wirkung

Ingrid Schlieske
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


Was Essen mit Erotik zu tun hat? Nun, so gut wie alles!
Die Formel lautet: ein sinnvoll ernährter Körper ist ein gut funktionierender Körper – und das auch in sexueller Hinsicht.


Aphrodisierende Mittel, was taugen sie wirklich?
Auf Sellerie & Co. ist anscheinend wenig Verlass. Und weder Spargel, noch scharfe Gewürze machen wirklich scharf.
Und auch die Zaubermittelchen aus dem asiatischen Raum, die immer wieder angepriesen werden, lassen den erwartungsvollen Anwender nur zu gerne im Stich, wenn es darauf ankommt.


Ja und was ist mit Viagra?
Wer die Schreckensmeldungen in Bezug auf Schlaganfälle und erhöhtes Infarktrisiko ignoriert, lässt besser die Finger von solchen Hilfsmitteln, wenn es natürliche Möglichkeiten auch tun.
Und da ist langfristig wirklich viel zu erreichen, wenn man sich auf dem kulinarischen Markt einmal aufmerksam umsieht.


Liebe geht nicht nur durch den Magen
Kurz gesagt: alles was gesund ist und den Körper in allen seinen Funktionen unterstützt, ist auch gut für den Lustgewinn und nützt damit auch der Erotik und dem sexuellen Empfinden von Mann und Frau.
Ein optimal ernährter Mensch und damit ist nicht etwa ein Bürger gemeint, der sich der ungebremsten Völlerei hingibt, ist leicht zufrieden zu stellen und glücklich zu machen und zugänglicher für den Austausch von Zärtlichkeiten und Vergabe von Zuneigung.
Es gibt Menschen, die bei einem leichten Anflug von Hungergefühl absolut unausstehlich werden und überglücklich sind, wenn sie ein leckeres Gericht vorgesetzt bekommen.
Dabei aber zählt, wie delikat und mit Liebe etwas zubereitet wird und nicht der übervolle Teller.
Allerdings ist es schon wichtig, welche Nahrung gewählt wird, soll eine größtmögliche Wirkung erzielt werden.


Manches Essen ist Erotik pur
Und das wirkt sich sogar kurzfristig auf das Liebesleben aus. Dazu gehören folgende Lebensmittel:
Obst – besonders Erdbeeren, Weintrauben, Mangos, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und Kirschen. Es sind hier in erster Linie die sekundären Pflanzenstoffe, die stimulierend auf den Körper wirken.
Gemüse – da spielt die Zubereitung eine große Rolle. Jedes Gemüse schmeckt erst so richtig, wenn die passende Würze für die Zubereitung verwendet wird. Dadurch wird die Verdauung erleichtert und ein Reiz auf alle Sinnesorgane ausgeübt.
Der Mineralstoff- und Farbstoffcocktail, der in jeder Gemüsesorte enthalten ist, wirkt verjüngend und anregend und das auf allen Ebenen.
Fisch – hier sind es die 3-Omega-Fettsäuren, die im Verbund mit wertvollem Eiweiß für den Aufbau von Zellen, Gewebe, Muskeln und Organen zuständig sind.
Entscheidend für den richtigen Verzehr von anregender Nahrung ist auch, dass nicht zu viel gegessen wird. Eine Mahlzeit soll leicht sein, nicht zu fettig und gut verdaulich, damit die Nährstoffe optimal aufgeschlossen werden können und dem Menschen Kraft geben, statt ihn zu belasten.


Sex-Killer
Hände weg von fettigem Schweinsbraten, dicken Knödeln und Mengen von Bier oder Wein.
Damit wird eher ein Nickerchen auf dem Sofa eingeläutet, als ein munteres Liebesspiel.
Auch ist es entscheidend für den Körpergeruch,  w a s  der Liebhaber/die Geliebte zu sich genommen hat.
Knoblauch, Zwiebeln, harte Getränke, Bier und Fleischberge riechen noch nach Tagen und das nicht nur aus dem Mund, sondern aus jeder Pore der Haut. Denn alles, was gegessen wird, wird ja nicht nur über den Darm entsorgt, sondern auch durch Schwitzen ausgedünstet.
Wer sich gesund und vielseitig ernährt, verpestet auch nicht die Toilette, wenn er mal muss, weil der natürliche Geruch eines gesunden Menschen in jeder Lebenslage von sympathisch bis durchaus noch annehmbar reicht.


Alkohol ja oder nein?
Ein, zwei Gläschen Rotwein, Weißwein, Sekt, Champagner oder auch ein raffiniert gemixter Longdrink können durchaus anregend sein.
Ansonsten ist Alkohol ein Abtörner, der den Genuss an schönen Liebesstunden eher schmälert.
Lieber schöne Säfte bereitstellen, erlesene Schokolade anbieten oder ein himmlisches Dessert, wie ein gelungenes Vorspiel, zusammen naschen.


Mit allen Sinnen genießen
Wer sich vital ernährt, das heißt, leicht und bekömmlich, der ist wach in seinem Geist und schärft alle seine Sinne, die da sind:


- Geruchssinn
- Tastsinn
- Geschmackssinn
- Gehör
- Sehfähigkeit


Um ein lebendiges, genussreiches Liebesleben wirklich genießen zu können, bedarf es des Zusammenspiels aller dieser fünf Sinne. Und die sind nur dann einsatzbereit, wenn sie gut gepflegt werden. Wobei wir wieder bei einer vielseitigen und sinn-vollen Ernährung wären.


Anti-Aging
Eine Diät für die Liebe ist auch eine Diät für das Jungbleiben- und Jungwerden. Dazu bedarf es des richtigen Betriebsstoffes für das gesamte Betriebssystem. Das schließt bei uns Menschen alle Sinne, alle Organe, alle Zellen, das Blut, Muskeln, Skelettsystem und besonders auch das größte Sinnesorgan, die Haut ein.
Wer jung bleiben will, muss sich richtig ernähren und sich maßvoll bewegen. Und wer auf diese Weise jung ist, der hat Lust auf die Liebe und führt ein erfülltes Liebesleben.


Bewegung ist die zweitwichtigste Empfehlung
Dazu gehört ein  moderates Bewegungsprogramm, das alle Gelenke und Muskeln regelmäßig gezielt durchtrainiert, das rasches (tägliches) Gehen beinhaltet und regelmäßigen Aufenthalt an der frischen Luft, damit die Knochen stark bleiben (Vitamin D – Bildung).
Ein heißer Tipp ist die Beckenbodengymnastik, mit der die sexuellen Kräfte auf einzigartige Weise und noch dazu kostenfrei angeregt werden.
Und nichts anderes macht Viagra. Bei der Gymnastik wird der Beckenboden durchblutet. Gleichzeitig werden auf diese Weise Hormonausschüttungen stimuliert, die nicht nur das Liebesleben beleben, sondern den ganzen Menschen mit Lebensfreude und vitaler Energie erfüllen.
Ganz zu Unrecht wird diese Gymnastik oft nur als Frauenübungen betrachtet. Sie kann auch für den Mann durchaus nützlich sein. Ach was, das sind überhaupt  d i e  Vitalitätsübungen.
Trainieren Sie Ihren Beckenboden. Sie werden damit Ihre Lebensfreude enorm steigern. Und das nicht nur unterhalb der Gürtellinie.


Sekundäre Pflanzenstoffe
Sie werden in der Naturheilkunde auch Phytamine genannt. Das sind chemische Verbindungen, wie sie für die Pflanze lebendwichtig und für die Gesundheit des Menschen segensreich sind. Sie sind für den Aufbau und Abbau innerhalb des Stoffwechsels zuständig und helfen dort die Funktionen zu regulieren. Zu den wichtigsten Sekundären Pflanzenstoffen gehören die Polyphenole, Flavonoide, Phytosterine, Carotinoide, Liponsäure, Phytohormone.


Flavonoide
Sie wirken entzündungshemmend und sind als hervorragendes Antioxydanz bekannt. Enthalten sind sie in fast allen Pflanzen, also in Obst und Gemüsesorten.


Carotinoide
Sind die Vorstufen des Provitamin A und verursachen gelbe bis rötliche Färbung. Sie wirken gegen Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Alzheimer, Parkinson, Grauen Star, die Hautalterung und sind nachhaltiges Antioxydanz.
Vorkommen in grünblättrigem Gemüse, in Karotten, Tomaten.


Phytohormone
Wirken mit hormonähnlichen Inhaltstoffen gegen Wechseljahrsbeschwerden und gelten als Verjüngungsmittel für Mann und Frau.
Vorkommen in Hopfen, Rotklee, Soja, der Yam-Wurzel.
Hier ist nicht die Menge des Gehaltes ausschlaggebend, sondern das Mengenverhältnis der Pflanzenstoffe untereinander.


Reserpin
Wirkstoff zur Senkung des Blutdruckes, Anti-Aging-Mittel.
Vorkommen im Granatapfel, in der Weintraube.


Beckenbodengymnastik
Nichts leichter als das. Wer täglich dreimal zwanzig Mal den Beckenboden hochzieht, so als wolle er Harndrang mit aller Muskelkraft verhalten, wird schon nach wenigen Tagen spüren, wie seine Libido (sexuelles Erleben) sich deutlich verstärkt und sich ganz allgemein Glücksgefühle einstellen.


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