GESICHTSSCHMERZ

Renate Ewert
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin

 

CranioSacral-Therapie brachte unerwartet Hilfe

 

 „Es begann ganz harmlos mit einem leichten Pieken am Beginn der rechten Augenbraue. Innerhalb weniger Tage entwickelte sich aus diesen, relativ kleinen Beschwerden, stechende Schmerzen, die mir die Tränen in die Augen trieben. Allerdings weinte nur meine rechte Gesichtshälfte.“
Im Laufe der Folgezeit traten die Schmerzen anfallartig auf und wurden immer schlimmer, ja fast unerträglich.
Der „Spuk“ dauerte dann so ein bis zwei Tage, um langsam nachzulassen und dann endlich ganz zu verschwinden.
Nachdem sich diese Anfälle in immer kürzeren Abstanden wiederholten, begann ich mich doch zu sorgen und vereinbarte einen Termin bei einer Homöopathin, die ich schon lange kenne und der ich vertraue.
Diese Heilpraktikerin erklärte mir, dass meine Schmerzen neuralgisch seien. Er war optimistisch, dass sie nicht chronisch würden.
Ich bekam einen riesigen Schreck, denn ich habe eine Bekannte, die bereits seit vielen Jahren an Trigeminusschmerzen leidet. Sie hatte mir immer gesagt, dass diese Beschwerden sehr schlimm seien, dass könne sich niemand vorstellen, der nicht selbst betroffen ist. Und niemand hatte ihr bisher helfen können.
Wie mit zumute war, lässt sich sicherlich denken.
Meine Heilpraktikerin verschrieb mir das Mittel Colocynthis, von dem ich bis dato nie etwas gehört hatte.
Auch in meiner Stammapotheke musste es bestellt werden und wurde am Folgetag geliefert.
Als ich Colocynthis nach Vorschrift eingenommen hatte, ging es mir wirklich einige Tage lang besser und ich schöpfte wieder Mut.
Aber ich sollte meinen Plagegeist noch lange nicht los sein, denn nach nur kurzer Zeit suchten mich die gerade überwundenen, gewähnten Anfälle wieder heim.
Erst mal kündigte es sich an durch das verräterische Pieken, dass sich jetzt seitlich oft bis zur Nasenspitze herunter zog. Dann wurden die Beschwerden wieder heftiger und ich konnte vor Schmerzen weder denken, noch auf der rechten Seite gucken.
Arbeiten war für diese Tage gestrichen.
Da ich freiberuflich tätig bin, kann ich meine Zeit selbst einteilen, das war ein Glück.
Ich hatte das Gefühl von einer schlimmen Entzündung auf meiner rechten Gesichtshälfte. Demzufolge versuchte ich es mit kalten Kompressen. Ich hatte auch das Bedürfnis zu kühlen. Aber das Stechen wurde nur noch heftiger.
Verzweifelt befragte ich das Internet nach Behandlungsmöglichkeiten bei neuralgischen Gesichtsschmerzen.
Dort las ich, dass Wärmebehandlung angezeigt wäre. Und wirklich, die warmen Stirnkompressen brachten einige Erleichterung. Dies jedenfalls so lange, wie die Kompresse aufgelegt war.
So quälte ich mich über einige Monate.
Über die Runden brachte ich mich in den schlimmsten Schmerzphasen nur mit größeren Gaben von Voltarentabletten, die auch nur bedingt Schmerzfreiheit brachten.
Ich erinnere mich noch an eine Einladung bei einer Freundin zu einem festlichen Abendessen. Leider hatte mich auch an diesem Tag mein neuralgischer Schmerz fest im Griff.
So „dopte“ ich mich mit einer größeren Portion Voltaren, um den Abend doch noch genießen zu können.
Davon aber konnte keine Rede sein. Vielmehr saß ich dort weinend am Tisch. Die Tränen liefen mir in Sturzbächen meine rechte Gesichtshälfte hinunter. Ich versuchte dennoch zu lachen und machte Witze darüber. Die ganze Gesellschaft aber war voller Mitleid und meine schmerzvolle Anwesenheit trug nicht gerade zur Ausgelassenheit bei.
Im Übrigen hatte mir auch mein Hausarzt wenig Hoffnung auf eine Besserung meiner Lage gemacht.
Mir sind nur Schmerzmittel angeboten worden.
Das aber wollte ich nicht einfach so hinnehmen. Ich zergrübelte mir den Kopf über das, was ich evtl. noch unternehmen könnte.
Da fiel mir eine alte BIOLINE in die Hände, in der über CranioSacral-Therapie geschrieben wurde. Irgendwie interessierte mich das Thema gleich und ich hatte die Vermutung, dass ich hierin vielleicht Hilfe finden könne. Ich bestellte mir das Buch “Sanfte Hände lösen Schmerzen“ und hoffte auf die angegebenen Selbsthilfeübungen.
Keine Frage, das Buch war und ist hoch interessant. Aber die Selbsthilfeübungen waren für einen so schweren Fall wie mich, doch wohl nicht ausreichend.
Aber die Ausführungen über die Therapie hatten mich regelrecht elektrisiert, ich ahnte irgendwie, dass hier möglicherweise der Schlüssel für meine Problematik zu entdecken sei.
So rief ich die Mitautorin des Buches, die Heilpraktikerin Frau Wanner-Moritz, in Berlin an. Und das Gespräch war hochinteressant.
Nun wohne ich in der Nähe von Leipzig, also nicht gerade um die Ecke. Aber meine Gesundheit war es mir wert, für eine einzige Sitzung eine so lange Wegstrecke in Kauf zu nehmen.
Was soll ich sagen? Meine Schmerzen sind wie weggeblasen. So, als wäre nichts gewesen.
Und das nach nur drei Sitzungen.
Frau Wanner Moritz hat nichts anderes gemacht, als meine Schädelnähte de-blockiert und meine Wirbelsäule wieder beweglich gemacht, so, dass sich das umliegende Gewebe wieder einregulieren kann.
Sie hatte festgestellt, dass eine Reihe von Narben, die ich im Augenbrauen- und Stirnbereich habe, sicherlich die  (lange zurückliegende) Ursache für meine neuralgischen Schmerzen waren. Hier musste wieder die Möglichkeit geschaffen werden, die Energie frei fließen zu lassen.
Interessant fand ich, wie angenehm die Behandlung war, die ich zeitweise gar nicht spürte. Aber der ganze Körper fühlte sich belebt an und so, als wäre er ganz leicht.
Mir ist es ein Rätsel, weshalb diese einzigartige und erfolgversprechende Behandlungsmethode noch immer nicht allen Menschen bekannt ist. Sicherlich könnten hiermit viel Schmerz und Leid vermieden werden.


CranioSacral-Therapie


Hierbei geht es darum, den knöchernen Schädel von den Blockierungen der Wirbelsäule zu lösen und die Lendenwirbel aus ihren Verankerungen zu befreien, damit die Beweglichkeit der Gehirnhäute und der Rückenmark-Innenhäute wieder frei beweglich sind. Diese nämlich haben einen eigenen Schwingungsrhythmus, der erforderlich ist, damit das gesamte Skelettsystem und die Nervenstränge, deren Austrittspunkte sich an der Wirbelsäule befinden, nicht beeinträchtigt werden.
Die CranioSacral-Therapie ist eine Behandlungsweise, die dem Körper dabei hilft, sich wieder so einzuregulieren, dass alle Systeme, die durch Schiefstände und Blockaden behindert sind, wieder ordnungsgemäß arbeiten können.
Wobei kann die CranioSacral-Methode helfen?
Diese Behandlungsweise wird bei Rückenschmerzen eingesetzt, wirkt bei Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Stress, Tinnitus, Konzentrations- und Lernstörungen und bei Schlaflosigkeit.
Es lohnt sich bei nahezu allen Beschwerden, eine CranioSacral-Therapie zu versuchen, um die Basis für ganzheitliche Heilung zu schaffen. Oftmals sind schon auf diese Weise krankmachende Blockaden gelöst und eine Selbstregulierung passiert auf natürliche Weise.


Meridianverläufe


Bei allen Arten von Schmerzen, besonders wenn Gesichtsschmerzen auftreten, sollte geklärt werden, ob Narben, die einen Meridian in der entsprechenden Region möglicherweise den Energiefluss behindern.
Diese sind, besonders im Schädelbereich, oftmals durch Unfälle, Stürze oder durch andere Gewalteinwirkung entstanden.
Nicht selten kommt es zu einer blitzschnellen Schmerzfreiheit, wenn der Fluss der Lebensenergie (Chi, Prana, Odem) wieder ermöglicht wird.


Alphazustand


Bei einer CranioSacral-Behandlung sinkt der Patient meistens in einen sogenannten Alphazustand, währenddessen er die Umgebung nicht mehr wahr nimmt. Das ist ein Zeichen dafür, dass diese Methode tiefgreifende Einwirkung hat und im innersten Seins-Bereich des Menschen arbeitet.
Ausbildungsangebote unter: www.seminarhaus-hoher-vogelsberg.de