Massage für Körper, Geist und Seele


Ingrid Schlieske
Artikel aus dem BIOLINE-Magazin


In früheren Zeiten sind die Massagetechniken ausschließlich dazu genutzt worden, um Muskelverspannungen zu lösen.
Heute weiß man, dass mit gekonnt ausgeführten Massagen Wohlbefinden auf ideale Weise unterstützt, ja sogar Heilung bewirkt werden kann.
Aber nicht nur die kundigen Hände eines Masseurs können einen gesundheitlichen Erfolg oder eine deutliche Entspannung bewirken, sondern für jeden engagierten Menschen, der sich für die einzelnen Techniken interessiert, sind solche Fertigkeiten leicht zu nutzen.
Besonders die Massagen sind leicht zu erlernen, welche sich auch für die Selbstanwendung eignen sowie für die Partnermassage oder Massage an anderen lieben Mitmenschen, den eigenen Kindern beispielsweise, oder guten Freundinnen.
Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Massagetechniken kurz vor:


Die klassischen Massagen


Sie dienen der Vorbeugung und lösen Muskelverspannungen. Sie werden immer mit Druck, der sich zum Herzen hin aufbaut, mit fließenden, rhythmischen Bewegungen ausgeführt.


Effleurage (Streichung)


Nutzen:
Harmonisiert und führt die Körpersysteme zusammen, stimuliert die
Lebensenergie in den Meridianverläufen.
Ausführung:
Streichungen mit Öl oder Creme immer Richtung Herz.


Petrissage (Knetung)


Nutzen:
Löst blockierte Gewebestrukturen, Verspannungen und fördert die Durchblutung.
Ausführung:
Umfassen der Muskulatur, kneten und gegeneinander verschieben.


Friktion (Reibung)


Nutzen:
Lockert harte Knoten im Muskelgewebe.
Ausführung:
Kreisende, rhythmische Bewegungen mit Fingerspitzen, Daumen, Handballen.


Tapotement (Klopfen)


Nutzen:
Erhöht das Reaktionsvermögen der Muskeln, Reiz geht von Rückenmark aus.
Ausführung:
Schlagen mit Handkante oder Handfläche auf blockiertes Muskelgewebe.


Fernöstliche Massagen


Hierbei geht es nicht nur um das Lösen von Spannungen, sondern auch um das Harmonisieren des gesamten Menschen, einschließlich seiner Seelenlage.


Hot-Stone-Massage – die Kraft der heißen Steine


Nutzen:
Entspannung in den tieferen Körperregionen und des Vegetativen
Nervensystems.
Ausführung:
Reizausübung mit heißen Steinen und kalten Murmeln. Zusätzliche Wirkung mit Aromatherapie.


Klangschalenmassage – die Kraft des Klanges


Nutzen:
Wirkt entspannend, beruhigend, löst Stress, Traumatisierungen durch Vibration.
Ausführung:
Klangschale wird auf bekleideten Körper gesetzt und angeschlagen, Resonanz setzt sich im ganzen Körper fort, um dort mit ihrer Frequenz regulierend zu wirken.


Abhyanga zur Selbstmassage


Nutzen:
Kreislauf- und stoffwechselanregend, stärkt Immun- und Nervensystem, Verjüngung und Entgiftung des Körpers.
Anwendung:
Kreisende und streichende Ganzkörper-Sesamöl-Massage.


Anweisung zur Selbstbehandlung mit Abhyanga


Setzen Sie sich entkleidet auf einen Hocker, erwärmtes Öl steht bereit.
Gießen Sie ein wenig Öl in die Hand, tauchen die Fingerspitzen der anderen Hand  hinein und verteilen etwas Öl kreisförmig auf dem obersten Punkt des Kopfes.
Mit dem restlichen Öl massieren Sie mit beiden Händen die Ohren und streichen dann über den Nacken.
Kreisen Sie dann mit beiden Händen gleichzeitig gegenläufig um die Brust.
Massieren Sie dann den Bauch kreisend mit der flachen Hand rechts herum.
Gehen Sie nun mit den Händen zur rechten Hüfte, massieren sie diese kreisend, streichen über den Oberschenkel, streichen um die Knie, streichen die Unterschenkel aus und umkreisen das Fußgelenk.
Danach streichen Sie die Fußsohlen kräftig aus und streichen zwischen den Zehen die Luft ab.
Daraufhin behandeln Sie das gleiche Bein in umgekehrter Richtung, also von unten nach oben.
Danach wenden Sie diese Streichmassage in gleicher Weise bei dem anderen Bein an
Stehen Sie auf und behandeln in der gleichen Weise die Gesäßmuskeln mit kreisenden Bewegungen.
Neigen Sie nun den Oberkörper nach vorne und kreisen mit beiden Händen symmetrisch die Rückenpartie im Nierenbereich entlang.
Setzten Sie sich nun wieder hin.
Massieren Sie mit der linken Hand erst den linken, dann den rechten Arm. Beginnen Sie dafür bei der Schulter und arbeiten Sie sich bis zu den Fingerspitzen vor und wieder zurück, genau, wie an den Beinen.
Zum Schluss verbinden Sie beide Körperseiten. Dafür streichen Sie mit der linken Hand zuerst über den rechten Arm, dann über den Bauch, hin bis zum linken Bein und wieder zurück.
Genau so verfahren Sie mit der anderen Körperseite.
Besonders angenehm wirkt diese Massage, wenn sie als Partnermassage durchgeführt wird.
Es ist ganz erstaunlich, welche harmonisierende Kraft eine so einfache Streichmassage haben kann. Sie ist sehr einfach auszuführen und erhöht das Wohlgefühl sofort.
Führt man sich jedoch einmal vor Augen, dass die Haut ja nicht nur unser größtes Organ, sondern vor allem ein Sinnesorgan ist, das auf Reize reagiert, wird verständlich, dass besonders die sanften Berührungen eine tiefgreifende und nachhaltige Wirkung haben können.


Weiterbildungsinformation


Verschiedene Massageformen und weitere Wellnessanwendungen für den privaten Bereich können in dem sechsmonatigen Selbststudium „Wellness im Alltag“ beim IST-Studieninstitut kennengelernt werden. Dazu gehören auch Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Yoga, Autogenes Training, Qui-Gong, Aroma- und Farbtherapie.
Wer jedoch professionell Wellnessmassagen anbieten möchte, erhält dafür in dem zehnmonatigen Lizenzkurs „Wellnessmassagen“ umfangreiche Grundlagen, um sowohl klassische als auch fernöstliche Massagen durchführen zu können.


Interessierte Leser erhalten nähere Informationen unter der kostenfreien Bildungshotline:


Tel.: 0800-4780800,
oder Rufnummer direkt:
Tel.: 0211/86668-0
Internet:
www.ist.de
E-Mail:
info@ist.de  
Gerne können Fragen zu den Themen und den Weiterbildungen an den Fachbereich Wellness & Gesundheit sowie Persönlichkeits- & Selbstbildung gerichtet werden.


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