Wir sind so jung wie unsere Gefäße

Unsere Gefäße lassen sich mit einem klugen Ernährungsmanagement   und etwas Bewegung elastisch halten

Die Risikofaktoren für die Gefäßgesundheit sind die gleichen, die uns auch vorzeitig altern lassen, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Vitalstoffmangel, Dauerstress und Nikotin. Denn erst diese führen zu Übergewicht, Bluthochdruck, zu hohen Homozystein-, Blutzucker- und Blutfettwerten.
Natürlich hat unsere genetische Ausstattung auch einen Anteil, aber deutlich geringer als die Faktoren, die wir selbst beeinflussen können, wenn wir lange und gut leben wollen.

Die Gefahr, eine arterielle Verschlusskrankheit zu bekommen, ist für Menschen, die erfolgreich sind, aber auch viel Stress, Hektik und wenig Freizeit haben, deutlich erhöht. Besonders, wenn man von morgens bis abends entweder am Computer, im Auto, am Verhandlungstisch oder zur Ablenkung vor dem Fernseher sitzt. Essen findet dann sehr unregelmäßig statt, meist gibt es etwas, das schnell geht. Wenn sich dann noch Übergewicht angesammelt, ist oft ein erhöhter   Körperfettanteil entstanden.

Dreißig Prozent Fettanteil sind bei Frauen mit „kurviger Figur“ vielleicht noch zu tolerieren, aber für Männer  können sie eine Katastrophe bedeuten.

Normal für Männer in den mittleren Jahren sind 17 bis 20 Prozent.
Der Blutdruck kann auch zu hoch sein und „man“  fühlt sich insgesamt schlapper und nicht mehr so leistungsfähig.

Dass die Lebensweise auch Wirkung auf die Gefäße haben kann, wissen viele Menschen nicht.

Aber gerade diese entscheiden wesentlich darüber, wie jung oder wie alt wir uns fühlen, denn körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sind immer abhängig von einer guten Durchblutung.

 

Ungestörter Blutstrom
Circa 100.000 Kilometer Gefäße ziehen sich wie ein riesiges Straßennetz durch unseren Körper, um das man sich keine Gedanken macht, solange alles klappt, das heißt, dass alle Organe und Muskeln mit sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen  v e r s o r g t  und das Gewebe auch wieder
e n t s o r g t  wird.

Erst wenn Stau auftritt, betrachten wir das als Alarmzeichen.

 

Arterien, die mehr Druck vom Herzen aushalten müssen, sind etwas kräftiger als Venen, durch die das Blut zum Herzen zurückfließt.
Kapillaren sind Mikroausgaben dieser Gefäße, die auch die letzte Ecke unseres Körpers ver- und entsorgen.
Unser Gefäßsystem verkraftet viel, ist aber wie ein überlastetes Straßennetz auch anfällig.

 

Wenn uns immer klar wäre, dass gerade dieses verführerisch duftende Stück Pizza oder das deftige Wurstbrot dabei ist, unseren Herzkranzgefäßen den Rest zu geben, dann würden wir es nicht zu uns nehmen.
Aber das was wir unseren Gefäßen wirklich  zumuten, bleibt lange Zeit verborgen.
Hohe Insulin- und Blutzuckerwerte stören den normalen Auf- und Abbau der Zellen in der Gefäßinnenwand und lassen sie regelrecht wuchern. Gerade hier wäre eine gesunde Ernährungsweise nach der Trennkost angezeigt.

 

Kernspinaufnahmen zeigen, dass sich bei Übergewichtigen die Gefäßwände bereits verdickt haben, auch wenn sie noch beschwerdefrei sind.
Am Herzen kann das sogar zu Vergrößerungen führen, aber im Gegensatz zu einem gleichgroßen Sportlerherz, arbeitet das nicht effektiver, sondern ist schwächer.
Außerdem begünstigen sie die Bildung von Glykierungsendprodukten (AGEs), die die Gefäße weiter schädigen.
Blutzuckerspitzen, zum Beispiel nach süßen Mahlzeiten, ruinieren vor allem die feinsten Blutgefäße im Augenhintergrund und den Nieren. Hier kann die Trennkosternährung rasch die Zuckerwerte minimieren.

 

Zuviel tierische Fette, einfache Kohlenhydrate und fehlende Vitamine machen den Weg frei für das schädliche Homozystein. Das verursacht Risse und Kerben in den Gefäßen, an denen dann durch die wuchernden Intimazellen Cholesterin, Fettpartikel und Kalkablagerungen zur typischen arteriosklerosen Plaque verbunden werden. So wird das Gefäß langsam aber sicher zugesetzt.
Bei Übergewichtigen die häufig auch schon eine Insulinresistenz haben, bleiben Stoffwechselabprodukte besonders lange im Blut, so dass sich an der vorgeschädigten Intima jede Menge weiterer „Müll“, wie am Straßenrand ablagern kann.

 

Bewegungsmangel und Dauerstress erhöhen nicht nur die Chancen auf einen Body-Mass-Index jenseits der 30, sondern sind auch wesentlich an der Erstarrung der Gefäßwand beteiligt. Untrainierte Gefäße sind sowieso weniger elastisch. Wenn dann noch Dauerstress besteht und Gefäße ständig angespannt sind, lassen sie auch bei Bedarf nicht mehr Blut durch.
Hoher Blutdruck ist nicht nur die Folge dieser Entwicklung, sondern bewirkt, dass die Gefäßwände noch starrer und dicker werden und ihre Elastizität weiter verlieren.
Das Gefäßgift Nikotin schädigt die Intima in besonderem Maße, verengt die Gefäße zusätzlich und erhöht den Blutdruck weiter.