Schmerzen die Spiegeltherapie soll helfen
Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Tipps aus dem BIOLINE-Magazin
Der amerikanische Mediziner Vilayanur Ramachandran entdeckte, wie wohltuend sich die Spiegeltherapie auswirken kann, wenn ein Patient Nervenverletzungen, einseitige Körpereinschränkungen oder
eine Amputation erlitten hat. Aber auch bei anderen, einseitigen Schmerzsyndromen ist es wirkungsvoll, einen Spiegel so am Patienten zu platzieren, dass darin seine gesunde Seite gespiegelt wird.
So wird ihm der Eindruck von beiden gesunden Seiten vermittelt. Es wird nun trainiert, diese beiden gesunden Seiten als selbstverständliche Einheit nicht nur optisch wahrzunehmen, sondern
auch zu spüren. Auf diese Weise wird dem Unterbewusstsein auf visuellem und sensorischem Weg der Eindruck von vollständiger Gesundheit übertragen.
Die Stuttgarter Ergotherapeutin Silvia Naumann vergleicht das Wirkprinzip dieser Methode mit dem Trainingssystem der Slalomläufer, die vor den Rennen ihren Siegesweg immer wieder gedanklich und
visuell durchlaufen. Durch die Spiegeltherapie wird auch die kranke Seite des Patienten passiv trainiert, indem die Selbstregulationsmechanismen des Körpers durch diese „Täuschung“ angesprochen
werden.
