MAGNETFELD-THERAPIE
Nina Schlieske, Heilpraktikerin, Berlin
Anfrage an das BIOLINE-Magazin
Liebe Bioline,
man hört so viel von der Heilwirkung der Magnetfeldtherapie. Was ist daran und worauf beruht die Wirkung?
Bettina R., Berlin-Lichterfelde
Liebe Frau Bettina R.,
besonders in der Naturheilkunde genießt die Magnetfeldtherapie einen guten Ruf. Sie hat eine lange Tradition. Schon Jahrhunderte, bevor der Begriff des Magnetismus geprägt wurde, benutzten
Heilkundige in China, Indien und Ägypten natürliche Magnete, um unterschiedliche Beschwerden zu behandeln und zu kurieren. Im alten China beispielsweise gehörte diese Behandlungsweise zur
sogenannten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Diese basiert auf der Vorstellung, dass physische, aber auch psychische Gesundheit von der ungestörten Zirkulation vitaler Energien in den
Meridianen (Energieleitbahnen) abhängt. Diese innere Lebensenergie, Chi genannt, verbindet jeweils zwei entgegen gesetzte Pole, das Yin (minus oder negativ) und Yang (plus oder positiv)
miteinander. Bei Krankheit ist der Strom zwischen diesen Polen blockiert.
Mit Hilfe der Magnetfeldtherapie soll die gestörte Bioelektrizität wieder hergestellt werden, indem der Körper oder der Körperteil durch ein statisches Magnetfeld hindurchgeführt wird, das
winzige elektrische Ströme erzeugt, so wie es auch bei der Akupunktur und anderen Meridiantherapien angenommen wird. Alle solche Erklärungen sind bisher leider nur Thesen. Die Erfahrung aus
vielen Jahrtausenden über die Kontinente hinweg jedoch hat gezeigt, dass Magnete Schmerzen lindern können und dabei helfen, Krankheiten zu heilen. In den letzten Jahrzehnten haben Ärzte und
Wissenschaftler durch die Anwendung von Elektromagneten unterschiedlicher Stärke bemerkenswert positive Resultate erzielen können. So ist diese Behandlungsweise heute bei einer ganzen Reihe von
orthopädischen und neurologischen Problemen eine unverzichtbare Therapieform.
