Herzinfarkt
Nina Schlieske, Heilpraktikerin
Anfrage aus dem BIOLINE-Magazin
Herzinfarkt
Liebe BIOLINE,
überall liest man, welche gesundheitlichen Risiken zum Herzinfarkt führen. Was aber ist der akute Auslöser, durch den es dann zu dem „Supergau“ kommt?
Jan B., Magdeburg
Lieber Herr B.,
Der Herzinfarkt ist die schwerste Herzkrankheit mit der Gefahr von Gewebetod des umgebenden Muskelgewebes. Der Grund dafür ist immer eine Mangeldurchblutung. Und damit beantwortet sich schon
ihre Frage. Der Körper ist durch fortgeführte Unterversorgung einfach nicht mehr dazu fähig, die damit einher gehende Mangeldurchblutung in dem betreffenden Herzbezirk zu kompensieren
Wenn diese Nekrose (Gewebetod) soweit fortschreitet, dass der Herzmuskelbereich nicht mehr funktionsfähig ist, kann es zu Herzrhythmusstörungen, Nachlassen der Pumpfunktion oder zu einem Riss
in der Herzwand kommen. Je nach Schweregrad kann Tod die Folge sein.
Die direkte Ursache des Infarktes ist der Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien, oder ihrer Äste, meist in Folge einer Thrombusbildung (Thrombus = Blutpfropf, Blutgerinnsel).
Dieser entsteht durch Verengungen, die aufgrund der Ihnen bekannten Risikofakten entstehen: Ernährung. Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Drogen, Bluthochdruck u.a.. Der hinter dem
entstandenen Verschluss oder der Verengung gelegene Abschnitt wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Spätestens 20 bis 30 Minuten nach dieser Unterbrechung des Blutflusses,
beginnen die Herzmuskelzellen abzusterben. Nach etwa 3 bis 6 Stunden kommt es zu dem Gewebetod, der sukzessive alle Wandschichten des Herzgewebes erfassen kann.
Daraus erklärt sich, weshalb rasches Handeln bei den ersten Anzeichen eines Infarktes geboten ist.
Der von Ihnen so bezeichnete „Supergau“ tritt also ein, wenn es zu einer Stockung der Versorgungsfunktionen kommt, die der Körper nicht mehr selber regulieren kann.
Ihnen wünsche ich ein allzeit gesundes Herz – pflegen Sie es gut!
Ihre Nina Schlieske
Heilpraktikerin, Berlin